Weniger Kinder und mehr alte Leute: Für die EU Grund genug, nach der Rente mit 70 zu verlangen. Tatsächlich haben schon viele europäische Staaten das Rentenalter angehoben.
Für langfristig sichere Renten müssen sich die Bürger nach Einschätzung der Europäischen Kommission auf längere Lebens-Arbeitszeiten einstellen. "Wir leben alle länger, und die Geburtenraten fallen", sagte EU-Beschäftigungskommissar László Andor bei der Vorstellung eines Strategiepapiers zu den Pensionssystemen in Brüssel.
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Die EU hat vorgeschlagen, dass Rentenalter europaweit auf 70 Jahre zu erhöhen. (© dpa)
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Bis 2060 dürfte sich die Zahl der Rentner nach Schätzungen verdoppeln. Andor warnte vor einer zunehmenden Altersarmut, wenn die Mitgliedstaaten nicht das tatsächliche Renten-Eintrittsalter oder die Rentenbeiträge erhöhten.
Derzeit gehen EU-Bürger im Schnitt mit 61,4 Jahren in Rente, in Deutschland sind es 61,7 Jahre. Die Bundesregierung hat bereits die Rente mit 67 von 2029 an beschlossen, auch andere Länder haben Reformen auf den Weg gebracht.
Allerdings hat die Brüsseler Behörde in der Rentenfrage keine Kompetenz und kann nur Anstöße geben. Jedes EU-Land bestimmt selbstständig über sein nationales Rentensystem. Die Kommission erhofft sich von ihrem sogenannten Grünbuch, in dem die Anhebung des Renteneintrittsalters diskutiert wurde, aber eine intensive Debatte.
Das tatsächliche Renteneintrittsalter im EU-Ländervergleich:
Belgien 61,6
Bulgarien 64,1
Dänemark 61,3
Deutschland 61,7
Estland 62,1
Finnland 61,6
Frankreich 59,3
Griechenland 61,4
Großbritannien 63,1
Irland 64,1
Italien 60,8 6
Lettland 62
Litauen 59,9
Luxemburg 59,4
Malta 59,8
Niederlande 63,2
Österreich 60,9
Polen 59,3
Portugal 62,6
Rumänien 64
Schweden 63,8
Slowenien 59,8
Slowakei 58,7
Spanien 62,6
Tschechische Republik 60,6
Ungarn 59,8
Zypern 63,5
Das gesetzlich vorgeschriebene Rentenalter liegt aber dabei meist deutlich über dem tatsächlichen Rentenalter.
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(sueddeutsche.de/AFP/dpa/stl/mel)
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Der Unterschied mag auch dem Umstand geschuldet sein, dass keine Firma einen 50+ Jährigen neu einstellt (sofern es sich nicht um Politiker, Vorstand oder Aufsichtsrat handelt) weil die alle "Underperformer" sind.
Und dass es vielleicht auch biologisch problematisch ist mit 65 eine neue Dachdeckerfirma aufzubauen. Wohingegen man immer mit 65 als Consultant oder Lobbyist in der Politik neu anfangen kann.
Die Wirtschaft will seit Jahrzehnten lediglich 20 jährige mit 10 Jahren Berufserfahrung die erstmal kostenfrei 5 Jahre als Volontär arbeiten und 4 Doktortitel haben. Das wird gepredigt und verlangt und die Alten werden verrentet oder dem "Arbeitsmarkt" wieder zugeführt.
Diese ganze Diskussion ist eine lächerliche und menschenverachtende Farce der sogenannten "Eliten".
Eigentlich ein logischer Zusammenhang, den aber scheinbar doch nicht jeder versteht. Wenn die Zahlungsempfänger in einem System immer älter werden und die Zahlungserbringer immer weniger, so gibt es nur zwei Möglichkeiten: Leistungen verringern oder Bezugsdauer verkürzen. Aber so mancher Panzerschrankkommunist hat es nicht so mit Logik...lol
Leider trifft sie jeden Tag Entscheidungen, ohne sich um diese, ihre Ansicht zu kümmern und es wird garantiert noch schlimmer...
Rente mit 120 wird diese Regierung als nächstes proklamieren um ihr Versagen deutlicher zu machen.Jeder weiß das die von Merkel praktizierte Gießkannen Technik für die Verteilung von Steuergeldern zur Banken Rettung dazu führt das es eine verdeckte Rentenkürzungen sind.