Der Proteststurm gegen die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge ist allzu berechtigt: Denn die Regierung verteuert den Faktor Arbeit und bestraft ausgerechnet die Schwachen der Gesellschaft.
Die Wirtschaft warnt, die Opposition spricht von Riesenmurks, die Rentnerlobby beschwert sich. Gegen die geplante Erhöhung der Krankenkassenbeiträge formiert sich eine ungewöhnliche Allianz. Ihr Proteststurm ist allzu berechtigt: Die Koalition hatte versprochen, die Sozialabgaben stabil zu lassen.
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Wirtschaft, Opposition, Rentnerlobby: Gegen die geplante Erhöhung der Krankenkassenbeiträge formiert sich eine ungewöhnliche Allianz. (© dpa)
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Stattdessen verteuert die Regierung nicht nur den Faktor Arbeit und behindert so die Bemühungen der Unternehmen, aus der Krise herauszukommen. Sie bestraft auch noch ausgerechnet die Schwachen in der Gesellschaft, weil die steigenden Beiträge für die Krankenversicherung Geringverdiener überproportional stark belasten.
In Deutschland ist es vergleichsweise schwer, durch eine niedrig entlohnte Erwerbsarbeit über die Armutsgrenze zu gelangen und damit unabhängig von Hartz IV zu leben. Dies liegt nicht zuletzt auch an den hohen Sozialabgaben.
Darunter leiden die Niedriglöhner besonders: Während Gutverdiener hierzulande anders als in manchen EU-Ländern oberhalb bestimmter Beitragsbemessungsgrenzen keine Sozialabgaben mehr zahlen müssen, bleibt Geringverdienern nach einer Beitragserhöhung von jedem verdienten Euro netto weniger übrig.
Obendrauf kommen steigende Zusatzbeiträge für die Krankenkassen. Hier ist zwar ein Sozialausgleich vorgesehen. Ob davon auch Arbeitnehmer mit einem gering bezahlten sozialversicherungspflichtigen Job profitieren, ist jedoch fraglich.
Am Arbeitsmarkt wird dies vor allem eine Folge haben: Wenn sich vom nächsten Jahr an zugleich der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung erhöht, wird der Anreiz, einen legalen Vollzeitjob im Niedriglohnsektor anzunehmen, weiter sinken. Die Bundesregierung fördert deshalb die Schwarzarbeit.
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(SZ vom 05.07.2010/segi)
Griechenland in der Schuldenkrise
ist normal. Niemand mit 5 cent Grütze im Kopf würde erwarten, dass irgendein relativ komplexes Produkt gegen Preissteigerung gefeit ist. Benzin ist es nicht und die Gesundheitskosten ebensowenig.
Nur klappt die geplante Finanzierung ohne Lohnnebenkostensteigerung nicht, weil die Löhne eben nicht so steigen wie die Gesundheitskosten.
Weil die Herrschaften in Berlin mal wieder gemerkelt, aka dreckig gelogen, haben.
Weil seit mehr als 10 Jahren keinerlei Aufschwung bei der Bevölkerung ankommt.
Aber bei den Millionären, Milliardären und den Politikern.
Aber nur zu, wählt nur weiter diesen Haufen.
Nie in meinem ganzen Leben habe ich für etwas bezahlt das nach sozial riecht - ich schwöre! Ich würde es auch nie tun, lieber betrüge ich dann das Fianzamt.
Ich habe nie einen Sozialeitrag in der PKV bezahlt und das bleibt so und damit basta!
@ Morton 78 - Ihr Dad hat was falsch gemacht, sagen Sie ihm, er soll mich mal ann morsen.
"Vielleich hätten der Wähler die CSU aus den Parlementen wählen sollen..."
ja, und die CDU und FDP gleich mit....
nachdem die CSU in personae Seehofer&Söder jede Reform der GKV durch Rösler abgeblockt hat, dürfen wir uns jetzt Beitragserhöhungen gefallen lassen. Vielleich hätten der Wähler die CSU aus den Parlementen wählen sollen
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