Es ist ungeheuerlich, was in den USA geschieht: Notenbank-Chef Ben Bernanke beschenkt Präsident Barack Obama mit Hunderten Milliarden Dollar - und startet ein gefährliches Experiment.
Seltsam. Gerade eine Dekade ist es her, da gab es in den Vereinigten Staaten eine heute geradezu bizarr anmutende Diskussion: Wie sollten die Amerikaner ihrer Regierung künftig noch Geld leihen, wenn das Land derart hohe Überschüsse erwirtschaftet, wie es damals der Fall war. Staatsanleihen, die über 30 Jahre laufen, könnten ohnehin gleich ganz abgeschafft werden - das Land brauche allenfalls nur noch kurzfristig Kredit.
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"Helikopter-Ben": Einst hatte Ben Bernanke empfohlen, notfalls Geld für alle mit dem Hubschrauber abzuwerfen. (© AFP)
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Jetzt müssen die Amerikaner wieder befürchten, dass Anleihen ihrer Regierung knapp werden. Diesmal aber nicht, weil es dem Land so gut geht, sondern weil die US-Notenbank Fed den Markt plündern wird: Bis zum Sommer nächsten Jahres wird die Fed 600 Milliarden Dollar an Anleihen kaufen. Im gleichen Zeitraum dürfte die US-Regierung 1,4 Billionen Dollar neu an Krediten aufnehmen - die Notenbank finanziert also zum großen Teil die Ausgaben der Regierung Obama.
Es ist nicht das erste Programm dieser Art, wohl aber ein besonders gefährliches. Waren die ersten Käufe noch als Notmaßnahme in der Wirtschaftskrise zu verstehen, sind sie jetzt Ausdruck purer Hilflosigkeit: Die Leitzinsen stehen faktisch bei null Prozent - unlängst akzeptierten Anleger kurzfristig gar schon einen negativen Zins. Die Notenbank kann ihr Geld also nicht mehr billiger machen, darum wirft sie jetzt damit um sich.
Das ist das Rezept von Ben Bernanke - und es ist, als hätte er sich ein Leben lang auf diesen Moment vorbereitet. Nicht ohne Grund verspötteln ihn viele als "Helikopter-Ben", weil er einst empfohlen hatte: Wenn es richtig schlecht läuft in der US-Wirtschaft, müsste man Geld für alle mit dem Hubschrauber abwerfen.
Nun ließe sich einwenden: Es läuft doch gar nicht so schlecht in der größten Volkswirtschaft der Welt. Die Rezession ist einigermaßen überstanden, die Inflationsrate tief und die Arbeitslosigkeit erscheint zumindest im internationalen Vergleich beherrschbar.
Doch das sind nicht die Kriterien eines Bernanke. Er fürchtetet vor allem Deflation - also eine Situation, in der Produkte immer günstiger werden - in der aber auch die Löhne fallen und der Konsum einbricht, weil Einkäufe aufgeschoben werden.
Sollte es so weit kommen, könnte die Notenbank im Grunde zuschließen, weil ihre Geldpolitik keine Wirkung mehr zeigte. Mit diesem Problem kämpft Japan seit Jahren. Darum will Bernanke bei den Märkten die Erwartung schüren, dass es zumindest Inflation geben könnte - und es wieder aufwärts geht.
Hinzu kommt, dass sich die US-Notenbank - anders als die Europäische Notenbank - immer auch als Institution versteht, die sich um das Wohlergehen der Wirtschaft zu kümmern hat - und nicht nur um die Stabilität des Geldes.
Wenn also Obama unter Druck gerät, weil eine Arbeitslosenrate von rund zehn Prozent in der Bevölkerung als Beleg für größtmögliches Versagen der Regierung gilt, interessiert sich kaum einer mehr für die Unabhängigkeit der Notenbank, sondern Regierung und Fed machen dann eben gemeinsame Sache. Und das bedeutet: Die Wirtschaft soll mit Geld versorgt werden, egal ob sie es sinnvoll verwenden kann oder nicht. Hauptsache, die Zinsen bleiben tief, Kredite werden großzügig vergeben - und Arbeitsplätze geschaffen.
Ob die Rechnung aufgeht, ist höchst ungewiss. Es fehlt derzeit kein Geld, sondern die Nachfrage nach Kredit. Schlimmer aber noch ist, dass die US-Notenbank das Geld ja gar nicht hat. Sie muss es drucken, selbst wenn sie das nur virtuell macht.
Die Folgen sind indes höchst real. Das Geld flutet die Märkte und es wird seinen Weg eben auch dorthin suchen, wo es keiner braucht. Vor ein paar Jahren floss das billige Geld in die Immobilienmärkte und ließ dort die Preise in abenteuerliche Höhe schnellen, jetzt wird es andernorts die Preise ungerechtfertigt in die Höhe jagen.
Feststellbar ist das bereits in Schwellenländer wie Brasilien, wo sich sowohl Anleihen als auch die Währungen längst stark verteuert haben. So wird Chaos produziert.
Die Milliarden, die die US-Notenbank nach den New Yorker Terroranschlägen 2001 in den Markt pumpten, gelten als eine der wesentlichen Ursachen für die Finanzkrise. Es ist erstaunlich, wie behende die Fed ihre Fehler wiederholt. Besser wäre es, sie würde sich zuweilen ein Beispiel an den Kollegen in Europa nehmen: Einfach mal nichts machen.
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(sueddeutsche.de/pak/boe)
McAllister kentert mit Drachenboot
Wieso soll der Goldstandard eingeführt werden, wenn Sie anfangs behaupten, alle Rohstoffe wären längst monopolisiert (zwischen der 3. und 4. Klammer) ?
Die Bürger der USA(und auch die Regierung) leben seit Jahren über ihre Verhältnisse - sie geben mehr Geld aus als sie verdienen. Da geht es ihnen nicht anders als den Griechen. Nur können die Griechen selbst kein Geld drucken.
Nun muss in den USA das selbe passieren wie in Griechenland: Staatsausgaben müssen sinken, Gehälter gekürzt werden. Und das macht Bernanke gerade: Er heitzt die Inflation an und, da es bei 10% (getürkten, real viel mehr) Arbeitslosen kaum Lohnerhöhungen geben wird senkt er indirekt die Löhne. Das ist auch viel unauffälliger als die grichische Methode, aber genauso effizient.
Im übrigen ist die Inflation für eine Gesellschaft in der (fast) niemand Vermögen in der Form von Geld hat (Amerikaner haben durchschnittlich mehr Schulden als Geldvermögen) auch nicht besonders schmerzhaft, abgesehen vom Reallohnverlust. Die eigentlichen Folgen - entwertete $-Vermögen - tragen nämlich die Gläubiger, also wir und die Chinesen - die sich allerdings, im Gegensatz zu uns, wehren.
Im übrigen gilt da der bekannte Spruch eines amerikanischen Finanzministers: Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem.
Bleibt nur eine Lösung: Der Dollar als Leitwährung muss abgeschaft werden, damit sein Wert auch zum amerikanischen Problem wird.
nachdem man den Ahnungslosen 1913 über den Tisch gezogen hatte: " Ich habe mein Land ruiniert, indem ich es der Kreditwirtschaft der Wallstreet ausgeliefert habe ! "
G.Edward Griffin, certyfied Finanzial Planner am Finanzial Planning Institut in Denver :
" Die Kreatur von Jekyll Island ( FED) ,das schrecklichste Ungeheuer, das die internationale Hochfinanz je erfand "
(gemeint ist das hochkonsprative Geheimtreffen der internationalen Hochfinanz auf Jekyll Island 2007( Rockefeller, Rothschild. Warburg, Kuhn &Loeb, Morgan etc - 1 /4 des Weltvermögens war versammelt - die die den teuflischen Plan einer privaten FED mit der Lizenz zum Gelddrucken aus dem Nichts ( Goldstandard weg ) ausbaldowert haben und mit dem "Federal Reserve Act" diesen 1913 unter dem ahnungslosen Wilson durch den Kongress gebracht haben ).
aber eine ganz andere Vorgehensweise. Während die Merkel-Regierung panische Angst vor Staatsverschuldung und Inflation hat, geht ihr Binnenmarkt und die 8,4 Millionen , die Arbeit oder mehr oder besser bezahlte Arbeit suchen am A.... vorbei.
Das wird durch statistische Tricks oder "dann machen wir aus 1 Arbeitsplatz halt 3 Teilzeit-,1-Euro oder 400 Euro-Jobs" vertuscht.
So vermeldet die GfK seit 3 Jahren monatlich eine Belebung des Konsumklimas und der Einzelhandel verzeichnet seitdem ebenso konstant einen Rückgang des Nettokonsums.
Die US-Regierung hat Angst vor hoher Arbeitslosigkeit und Deflation und handelt dementsprechend. Dollar in die Wirtschaft pumpen bis die Pferde wieder saufen.
Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen einer Deflation werden in ihrer Schwere hierzulande kaum wahrgenommen,da man jahrzehntelang immer nur das Gespenst der Inflation vor Augen hatte. Professor Bernanke hat sich akademisch zeitlebens vornehmlich mit der großen Depression der zwanziger und dreißiger Jahre des 20.Jahrhunderts und deren Auswirkungen befaßt und gilt als einer der größten Kenner auf diesem Gebiet.Er kennt das unsägliche Leid dieser langandauernden Krise mit Deflation,welches über seine Landsleute kam und dem Land unbeschreiblichen Schaden zufügte.
Um diese Deflation zu verhindern versuchen,muß er sein bewußt riskantes "Spiel" machen und nimmt dieses Risiko abwägend in Kauf.
Sollte in Folge der Geldflutung wieder Inflation über ein gewünschtes Maß auflodern,so kann er dann sogleich mit erneuten Bonds-Verkäufen überschüßige Liquidität aus dem Mark absorbieren und damit der drohenden Inflation gegensteuern.
Mit seiner berechnend riskanten Vorgehensweise beweist Bernanke viel Mut und Führungsqualität.Ein anderer hätte sich vielleicht tatenlos im Sessel zurückgelehnt und der Dinge - d.h.dem Unglück - geharrt und sich nicht gertraut, sich aus dem Fenster zu lehnen und persönlich alles zu riskieren.
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