Der Ölpreis beherrscht die Tagesordnung: Die G-8 Staaten fordern eine kurzfristige Ausweitung der Ölproduktion - Finanzminister Steinbrück möchte die Transparenz des Marktes verbessern.

Angesichts stetig steigender Preise fordert Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) mehr Transparenz auf den Ölmärkten. Dazu müssten unter anderem Raffinerie- und Förderkapazitäten klar bekanntgegeben werden, sagte der Minister in Brüssel nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen des Eurogebiets.

Der steigende Ölpreis bereitet Steinbrück Sorgen. Er möchte die Transparenz des Marktes erhöhen. (© Foto: AFP)

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Steinbrück will dadurch den Einfluss von Spekulanten zurückdrängen. Gleichzeitig wandte er sich gegen den französischen Vorschlag einer Deckelung der Mehrwertsteuer auf Mineralölprodukte. Marktsignale könne man auf Dauer nicht dämpfen. Man müsse vielmehr dazu übergehen, effizient mit Energie umzugehen und sich von Energieimporten unabhängiger zu machen.

Inflationsdruck

Unterdessen haben die Staats- und Regierungschefs der acht größten Industriestaaten die Erdöl produzierenden Länder aufgefordert, ihre Produktionskapazitäten "kurzfristig" zu steigern. Auf dem G-8-Gipfel im japanischen Toyako äußerte sich die Staatengruppe am Dienstag besorgt über die steigenden Öl-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise.

Der hieraus resultierende Inflationsdruck sei eine "ernste Gefahr" für das globale Wirtschaftswachstum. Nach Angaben aus der japanischen Delegation einigten sich die acht wichtigsten Industriestaaten auf verstärkte Maßnahmen gegen den Anstieg der Ölpreise. Einzelheiten wurden bisher allerdings nicht bekannt.

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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/jpm/mel)