Sinkende Steuereinnahmen, höhere Ausgaben für die Sozialkassen und die Sanierung der Landesbanken machen sich mit großer Wucht bemerkbar.
Es ist das größte Minus seit fünf Jahren: Das Defizit im Haushalt von Bund und Ländern wuchs in den ersten sechs Monaten auf 15,4 Milliarden Euro.
Der Bund bekommt nicht nur weniger Geld - er muss auch mehr ausgeben. (© Foto: ddp)
Anzeige
Im ersten Halbjahr 2008 hatten die öffentliche Haushalte noch einen Überschuss von 3,1 Milliarden Euro verzeichnet. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt.
Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise brachen vor allem die Steuereinnahmen deutlich ein. Zugleich mussten Bund und Länder mehr Geld für Sozialleistungen wie Wohngeld oder Hartz-IV ausgeben.
Minus noch größer
Auch zusätzliche Ausgaben für die Landesbanken wie die Bayerische Landesbank schlugen negativ zu Buche. Zuletzt hatte das Defizit im ersten Halbjahr 2004 mit minus 18,4 Milliarden Euro höher gelegen.
Die Statistik berücksichtigt nur den Kernhaushalt ohne Sonderhaushalte wie den Bankenrettungsschirm oder staatliche Investitionsfonds. Inklusive dieser Ausgaben werde das Minus noch höher ausfallen, sagte ein Statistiker. Die Daten dafür werden erst im September veröffentlicht.
Im sogenannten Kernhaushalt des Bundes stieg das Defizit gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 13,1 auf 14,7 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr summierten sich die Ausgaben auf 151,7 Milliarden Euro, das waren 0,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2008. Die Einnahmen sanken im gleichen Zeitraum um 0,6 Prozent auf 137,1 Milliarden Euro.
Dafür waren vor allem sinkende Einnahmen aus der Einkommen- und Körperschaftsteuer verantwortlich.
In den Haushalten der Länder standen im ersten Halbjahr den Ausgaben von 143,7 Milliarden Euro Einnahmen von 128,3 Milliarden Euro gegenüber. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 gab die öffentliche Hand 7,2 Prozent mehr aus und nahm 6,4 Prozent weniger ein. Die Ausgabensteigerung ist laut Statistiker vor allem auf die staatlichen Finanzhilfen für die Bayerische Landesbank zurückzuführen.
Die niedrigeren Einnahmen resultierten überwiegend aus gesunkenen Steuereinnahmen der Länder.
Die ostdeutschen Länder schnitten dabei wesentlich besser ab als Westdeutschland. Die neuen Länder verbuchten noch einen Überschuss, der sich auf 0,8 Milliarden Euro belief. Im ersten Halbjahr 2008 waren es allerdings noch 2,0 Milliarden Euro gewesen. In den westdeutschen Flächenländern schnellte das Defizit dagegen auf 14,2 Milliarden Euro hoch, nach einem Überschuss von 0,6 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2008.
- Thema
- Steuern und Abgaben RSS
- Appell der Bundesbank "Erheblich schlechtere Staatsfinanzen" 20.08.2009
- Finanzkrise US-Etatdefizit durchbricht Billionen-Barriere 14.07.2009
- Bundesetat verabschiedet 310 Milliarden Euro neue Schulden 24.06.2009
- Zweiter Nachtragshaushalt Noch mehr Schulden 20.05.2009
- Steuer- und Abgabenlast Deutschland schröpft die Geringverdiener 11.05.2010
- FDP und die Steuerschätzung Der Tag, an dem die Rechnung kam 06.05.2010
- Steuerschätzer: Milliardenloch Entlastungen? Keine Chance! 04.05.2010
(sueddeutsche.de/dpa/hgn/mel)
Christopher Lee zum 90.
Auszug aus dem wichtigsten Buch das heuer die interessierte Leserschaft erreicht.
"Dass der deutsche Staat alles andere als üppig mit finanziellen Mitteln ausgestattet ist, zeigt sich auch, wenn man einmal seine wichtigste Kostenkomponente, die Personalausgaben, betrachtet. In der öffentlichen Diskussion herrscht der Eindruck, dass es bei uns viel zu viel Beamte und öffentliche Arbeiter und Angestellte gibt, die deshalb den ganzen Tag kaum etwas Vernünftiges zu tun haben. Ein Blick auf die Entwicklung des Personalstandes von Bund, Ländern und Gemeinden zeigt jedoch, dass sich dort in den beiden letzten Jahrzehnten eine Menge verändert hat. Von 1991 bis 2007 sind 1,8 Millionen Vollzeitarbeitsplätze im ÖD gestrichen worden. Das entspricht einem Personalabbau von 42 Prozent; bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden ist sogar jeder zweite Arbeitsplatz entfallen. Die zusätzlichen rund 250 000 Teilzeitjobs sind hierfür nur ein sehr kleiner Ausgleich. Dass der deutsche Staat in dieser Hinsicht kein grundlegendes Problem aufweist, zeigt sich auch im Benchmarking mit anderen Ländern. Die öffentlichen Personalausgaben belaufen sich in Deutschland im Jahr 2008 auf 6,8 Prozent des BIP. KEIN anderes vergleichbares Land gibt so wenig Geld für sein Personal im öffentlichen Dienst aus."
Ein Staat, der also immer mehr Arbeitsplätze abbaut muss andererseits immer mehr Arbeitsplätze retten.
Quelle:European Economy, Statistical Annex Spring 2008
Ein Staat der also immer mehr Arbeitsplätze abbaut muss immer mehr Arbeitsplätze retten und finanzieren.
Quelle:European Economy, Statistical Annex, Spring 2008
Auszug aus dem wichtigsten Buch das heuer die interessierte Leserschaft erreicht.
"Dass der deutsche Staat alles andere als üppig mit finanziellen Mitteln ausgestattet ist, zeigt sich auch, wenn man einmal seine wichtigste Kostenkomponente, die Personalausgaben, betrachtet. In der öffentlichen Diskussion herrscht der Eindruck, dass es bei uns viel zu viel Beamte und öffentliche Arbeiter und Angestellte gibt, die deshalb den ganzen Tag kaum etwas Vernünftiges zu tun haben. Ein Blick auf die Entwicklung des Personalstandes von Bund, Ländern und Gemeinden zeigt jedoch, dass sich dort in den beiden letzten Jahrzehnten eine Menge verändert hat. Von 1991 bis 2007 sind 1,8 Millionen Vollzeitarbeitsplätze im ÖD gestrichen worden. Das entspricht einem Personalabbau von 42 Prozent; bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden ist sogar jeder zweite Arbeitsplatz entfallen. Die zusätzlichen rund 250 000 Teilzeitjobs sind hierfür nur ein sehr kleiner Ausgleich. Dass der deutsche Staat in dieser Hinsicht kein grundlegendes Problem aufweist, zeigt sich auch im Benchmarking mit anderen Ländern. Die öffentlichen Personalausgaben belaufen sich in Deutschland im Jahr 2008 auf 6,8 Prozent des BIP. KEIN anderes vergleichbares Land gibt so wenig Geld für sein Personal im öffentlichen Dienst aus."
Ein Staat, der also immer mehr Arbeitsplätze abbaut muss
""""Rechthaberei ist eine Ihrer ausgeprägtesten Seiten. """
Na ja, in diesem Thread geht es um das Thema: Das Geld ist weg... und ich sage halt, dann drucken wir wieder welches und gut isses............. :o))
Ich sehe keinen Untergang unseres kapitalistischen Systems, denn: "The show must go on".
Sie haben das Ganze jetzt doch auf eine ganz andere Schiene gebracht und nicht ich.
Nun Sie hoffen darauf daß er Ihnen verzeihen wird.
Mir ist es wurscht.
Ich verhalte mich schon von jeher nicht so wie Sie, ich achte einen jeden und Sie verachten jeden der nicht ganz Ihrer Meinung ist.
Aber Sie können ja weiterhin mir auf meine Seite was schreiben.
Das gehört hier alles nicht hin.
Ach noch was:
Rechthaberei ist eine Ihrer ausgeprägtesten Seiten.
Paging