Bauherren mit viel Eigenkapital bekommen bei Banken und Sparkassen die besseren Zinskonditionen.
Relativ gesehen ist Baugeld immer noch preiswert. Zinsbindungen von 15 und von zehn Jahren kosten mit effektiv fünf Prozent in etwa gleich viel. Da ungefähr liegt der Durchschnittswert aller von der Frankfurter FMH-Finanzberatung ermittelten Kreditangebote.
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Bleibt die Inflationsrate wegen des hohen Ölpreises hoch, wird Baugeld teurer werden. Deshalb besser jetzt den Traum vom Eigenheim Wirklichkeit werden lassen, bevor die Zinsen weiter steigen. (© Foto: ddp)
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Und wie das bei Durchschnittswerten so üblich ist: Einige Geldgeber gehen mit Dumpingangeboten an den Markt, die deutlich darunter liegen. Andere langen ordentlich zu und fordern inzwischen mehr als sechs Prozent. Weshalb Baugeld relativ preiswert ist: Im Schnitt der vergangenen Jahrzehnte kosten Hypothekendarlehen sowohl mit zehn- als auch 15-jähriger Zinsbindung deutlich mehr als sieben Prozent.
Baugeld hat sich verteuert
Doch absolut gesehen stellt sich die Situation schon ganz anders dar. Denn wegen der weltweiten Finanzkrise, viel mehr aber noch wegen um sich greifender Inflationsängste sind die Renditen lang laufender Schuldpapiere in den vergangenen Monaten spürbar gestiegen. Entsprechend hat sich auch Baugeld verteuert; bei langfristiger Zinsbindung bis zu einem Prozent.
Wer also nicht im vergangenen Jahr seine eigenen vier Wände finanzieren konnte, sondern dies in diesen Wochen tun möchte, der zahlt je 100.000 Euro Baukredit bis zu einen Tausender mehr. Und das Jahr für Jahr. Leider dürfte sich das Warten auf bessere Zinszeiten wenigstens vorerst für Immobilieninteressenten und Finanzierer nicht auszahlen.
Eigenheimfinanzierung unter Dach und Fach bringen
Bleibt die Inflationsrate wegen des hohen Ölpreises und anhaltend teurer Grundnahrungsmittel hoch, wird Baugeld eher teurer als billiger. Experten wie Robert Haselsteiner, Vorstand des Münchner Darlehensbrokers Interhyp AG, raten deshalb zur Eile und jetzt noch schnell die Eigenheimfinanzierung unter Dach und Fach zu bringen, bevor die Zinsen weiter zulegen.
Zwar können sich Bauherren nicht gegen das Umfeld an den Zinsmärkten stemmen, doch sie haben zumindest eine Stellschraube, den Preis des Baugelds zu drücken. "Indem sie nämlich möglichst viel Eigenkapital einsetzen", bringt FMH-Chef Max Herbst die naheliegende Strategie auf den Punkt.
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