Von Von Oliver Herwig

Energieeffizienz spielt in der Architektur und Stadtplanung eine immer wichtigere Rolle. Die Bayerische Baubehörde hat vorbildliche Projekte ausgezeichnet.

Dass Architekten für ihre Werke regelmäßig Auszeichnungen, Belobigungen und Preise einfahren, ist ein übliches Prozedere. Dass hingegen Bauherren geehrt werden für ihren Mut, ihre Initiative und ihren Wunsch, einen Beitrag zur Baukultur zu leisten, macht das Besondere dieser Auszeichnung aus: Der Bayerische Bauherrenpreis Stadterneuerung förderte 2009 herausragende Beispiele für "energieeffiziente Erneuerung" zwischen Spessart und Karwendel. Die sechs Preisträger in diesem Jahr zeigen: Wirtschaftlichkeit und Architektur schließen sich nicht aus, sondern sind Verbündete.

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Ein Hochhaus der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft im Ingolstädter Piusviertel (© Foto: Ingenieurbüro Koch-Frey-Donaubauer)

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Innenstaatssekretär Bernd Weiß machte bei der Verleihung klar, dass die energetische Sanierung des Bestands eine mehr als lohnende Investition darstellen kann. Altbauten machten "mehr als 90 Prozent der im Gebäudebereich anfallenden CO2-Emissionen" aus, erklärte Weiß und betonte: "Hier liegen noch enorme Energie-Einsparpotentiale."

Und weil ein standardisiertes Wärmedämmverbundsystem an historischen Fassaden nur selten mit Baukultur, Denkmalschutz oder auch nur herausragender Architektur einhergeht, setzt genau hier der diesjährige Bauherrenpreis an: Gesucht wurden nämlich ausdrücklich Projekte, die "durch ihre gestalterische und funktionale Qualität einen herausragenden und modellhaften Beitrag zur Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Baukultur leisten".

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