Keulenschlag für die Anleger: Die Finanzprobleme von Dubai lassen Investoren aus den Aktien fliehen. Sie fürchten, dass die Probleme des Golfemirates eine Kettenreaktion hervorrufen könnten.
Die Zahlungsnöte des einstigen Boom-Emirats Dubai haben am Freitag die Börsen in Asien erschüttert. Geplagt von der Furcht vor einer neuen Finanzkrise trennten sich die Anleger in Tokio vor allem von Bankwerten.
Die Probleme Dubais werden "nicht ohne Folgen für Investitionen in den Emiraten bleiben" - sagt ein Top-Banker. (© Foto: Reuters)
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Auch in Europa waren die Kurse stark gefallen, in den USA hingegen blieben die Börsen am Donnerstag aufgrund eines Feiertags geschlossen. Allerdings signalisierte der Future auf den S&P, dass es bei den US-Börsen ebenfalls kräftig abwärts gehen dürfte.
Vor allem Banktitel betroffen
Der japanische Nikkei-Index gab um mehr als drei Prozent nach und schloss auf dem niedrigsten Stand seit vier Monaten. Das Börsenbarometer beendete damit die fünfte Woche in Folge mit einem Minus.
Der Dollar stürzte auf ein 14-Jahres-Tief. Japans Regierung und Notenbank zeigten sich besorgt über die Turbulenzen auf dem Devisenmarkt und signalisierten ihre Bereitschaft zum Eingreifen.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 3,2 Prozent im Minus bei 9081 Zählern. Auch der Ölpreis rutschte ab: Ein Barrel Rohöl verbilligte sich um mehr als drei Dollar auf 74,93 Dollar.
"Die Panik ist wieder ausgebrochen", sagte Francis Lun von Fulbright Securities. Die Sorgen über Auswirkungen der Geldnöte Dubais ließen vor allem Banktitel einbrechen.
In Tokio verloren Mitsubishi UFJ Financial 2,2 Prozent, während HSBC Holdings und Standard Chartered in Hongkong um jeweils rund sechs Prozent absackten. Auch Baufirmen wie Obayashi in Japan gerieten mit Dubai ins Wanken: Wegen drohender Probleme mit Projekten in dem Emirat wurde der Konzern heruntergestuft und an der Börse kräftig abgestraft - die Titel fielen 8,7 Prozent.
Die Regierung des Emirats begründete die Bitte um Zahlungsaufschub mit einer notwendigen Restrukturierung ihres Staatsfonds und des Immobilienunternehmens Nakheel.
Das Konglomerat will seine Schulden nach Regierungsangaben nun erst ein halbes Jahr später, bis zum 30. Mai 2010, zurückzahlen. Nakheel hätte bis Dezember Schuldverschreibungen in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) begleichen müssen.
Anleger befürchten, dass nun andere Golfstaaten zum Verkauf großer Aktienbestände gezwungen sein könnten, um Löcher zu stopfen. In der Region tätige Banker sprachen von einem erheblichen Imageschaden für die Golfstaaten. "Das wird nicht ohne Folgen für Investitionen in den Emiraten bleiben", sagte ein Top-Banker.
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(sueddeutsche.de/Reuters/hgn)
Venizelos kritisiert IWF-Chefin
ROFL, der ist gut!
Der letzte Furz von Jo "Mr DB" Ackermann sorgte allerdings dafür, dass der Wert meines Depots innerhalb Stundenfrist um 20% gesunken ist, weil nicht der Bauer sondern die Anal-ysten das immaginäre Gasleck sahen.
Was meinen "Denkfehler" anbelangt, klären Sie mich bitte auf: wer hat die derzeitgen Zügel des Marktes in der Hand? Die Finanzglückritter, nicht die Wirtschaft! Die "Erwartungen" der Zocker decken sich in keinster Weise mit den Realitäten in der wahren Welt, aber die wahre Welt wird an den Hirngespinnsten der Anal-ysten gemessen. Das kann nur schiefgehen, weil Anal-ysten per Definition nicht den Hauch einer Ahnung haben, was wirklich draußen abläuft. Sie sitzen in ihrem Elfenbeinturm und stürzen alle in Verderben mit ihrem tagtäglich praktizierten Unsinn.
Weil die Schweine des Bauern furzen, befürchten die Börsen ein Gaselck beim Bauern, obwohl der alles als völlig normal ansieht. Die Anal-ysten stufen das Ranking des Bauern negativ ein aufgrund der Falschbewertung, da er ja angeblich ein Gasleck hat und runieren ihn damit. Das es ein Schweinefurz war, interessiert niemanden, weil ein Anal-yst diese Meldung rausgab und nicht der Bauer.
Klingt nach 99 Luftballons? Richtig, ist auch so.
"Nun ja, wenn es denn so wäre, dann dürften Extremausschläge wie diese hier eigentlich nicht so deutlich auftreten wie sie es tun, oder?"
Doch, gerade dann. Besteht die kurzfristige Erwartung, dass die Börsenkurse fallen werden (z.B. weil Investitionen in Dubai sich nicht armotisieren oder weil Dubai's Fonds Aktien verkaufen werden), dann gibt es einen Ausschlag an der Börse. Gebremst werden kann solch ein Ausschlag durch langfristige Investoren, denen es eher um die Anteile selbst oder auch die langfristige Entwicklung geht. Aber versetzen Sie sich mal in die Lage von so einem: Er weiß, dass wir derzeit volatile Börsen haben, die auf Meldung sehr heftig reagieren. Also verkauft er auch, um a) seine langfristigen Ziele ggf. ohne allzu großen Verluste ändern zu können und b) später ggf. günstiger neu kaufen zu können. Ich jedenfalls würde mir überlegen, das so zu machen, wenn es sich mit meinen sonstigen Interessen an Macht im gekauften Konzern und der Konkurenz anderer langfristiger Investoren vereinbaren lässt. Auch die eher langfristig ausgelegten Investoren handeln dann vernünftig, wenn sie kurzfristig reagieren.
"hrer Antwort kann ich nur entnehmen, dass es sich hierbei eher um irgendeine Textstelle in einem Lehrbuch für Wirtschaftsversteher handelt."
Nein, ich hatte sie mir selbst ausgedacht ;-p
"Solange das Gesamtwohlergehen der einzelnen Wirtschaften sowie der gesamten Weltwirtschaft alleine an irgendwelchen Einschätzungen irgendwelcher Anal-ysten aufeghängt ist, wird sich definitiv nichts ändern."
Sehen Sie, da ist der Denkfehler. Das Gesamtwohlergehen der einzelnen Wirtschaften und der Weltwirtschaft ist nicht allein an den Einschätzungen von Analysten zu den Börsenkursen aufgehängt. Nur die Finanzwirtschaft ist daran aufgehängt.
Das führt natürlich sekundär zu Auswirkungen auch für die reale Wirtschaft, weil Teile der Realwirtschaft am Tropf der Finanzwirtschaft hängen. Aber wegen ein bisschen auf und ab an der Börse wird nicht gleich der gesamten Wirtschaft der Hahn komplett zugedreht, wenn die Banker ihrerseits nicht in gänzlich irrationale Panik geraten. Und für solche Panik taugen bei weitem nicht alle Börsenturbulenzen.
Nicht jedes furzende Schwein führt dazu, dass der Bauer gleich ein Gasleck befürchtet ;-)
Nun ja, wenn es denn so wäre, dann dürften Extremausschläge wie diese hier eigentlich nicht so deutlich auftreten wie sie es tun, oder? Diese hier haben weder mit Langfristigkeit noch mit kurzfristigen Erwartungen etwas zu tun.
Ihrer Antwort kann ich nur entnehmen, dass es sich hierbei eher um irgendeine Textstelle in einem Lehrbuch für Wirtschaftsversteher handelt. Soweit ist die Theorie ja auch bekannt, nur sieht die Praxis eben völllig anders aus.
Solange das Gesamtwohlergehen der einzelnen Wirtschaften sowie der gesamten Weltwirtschaft alleine an irgendwelchen Einschätzungen irgendwelcher Anal-ysten aufeghängt ist, wird sich definitiv nichts ändern. Nicht wir kleine Schlucker messen den Börsenwerten mehr Bedeutung zu als sie verdienen; nein, das gesamte Zockersystem an den Börsen ist darauf aufgebaut. Das(!) ist das Verheerende daran.
Ich weiß nur eins: Der nächste Bailout wird ein globaler
Endlich wieder eine Meldung, die den Dachs zittern läßt und unsere Zocker erfreut.
Auf zur weiteren Geldvernichtung der Anleger!
Paging