Deutschland kommt einem Haushalt ohne neue Schulden mit Riesenschritten näher. Die Neuverschuldung des früheren Defizitsünders sinke 2007 auf 0,6 Prozent, prognostiziert die EU-Kommission.
Das Staatsdefizit werde 2007 im Vorahresvergleich um 1,1 Prozentpunkte auf 0,6 Prozent sinken, teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel in ihrem Frühjahrs- Konjunkturgutachten mit. Im kommenden Jahr soll die Neuverschuldung dann nur noch 0,3 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) betragen.
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Damit hat die größte Volkswirtschaft Europas eine dramatische Schuldenwende geschafft, wie Experten berichteten.
EU-Währungskommissar Joaquín Almunia will den früheren Defizitsünder bald aus dem laufenden Defizit-Strafverfahren entlassen. Einen Vorschlag will er in Kürze machen - dieser muss dann noch von den EU- Finanzministern gebilligt werden.
Vorrang für Defizitabbau
Die Finanzminister waren vor einem Monat übereinkommen, zusätzliche Einnahmen aus dem kräftigen Wirtschaftsaufschwung müssten mit absolutem Vorrang dem Abbau von Defiziten und Schulden dienen.
Damit hatten sie Steuerentlastungen im großen Stil indirekt eine Absage erteilt. Die Kommission rechnet inzwischen für Deutschland mit einem Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von 2,5 Prozent und im kommenden Jahr von 2,4 Prozent. Für 2007 ist sie damit etwas optimistischer als die Bundesregierung, die mit plus 2,3 Prozent rechnet.
Für ganz Europa setzte die EU-Behörde die Wachstumsziele ebenfalls nach oben. Die Euro-Zone werde im laufenden Jahr um 2,6 Prozent wachsen, im kommenden Jahr um 2,5 Prozent. Für die gesamte EU werden sogar 2,9 Prozent (2007) und 2,7 Prozent (2008) angenommen.
(sueddeutsche.de/dpa)
Ägypten
Immer her mit den Mogelpackungen! Da freut sich der Herr Krause, weil er weniger Schulden macht. Er hat 10 000 EUR Miese. Dann erzählt er seiner verblüfften Gattin freudestrahlend, er sei so gut wie saniert, weil er statt 100 EURONEN nur noch 50 NEUE Schulden macht. Na toll! Da "hat" er ja dann plötzlich 50 EURO "über", die er anderweitig verballern kann. Bei dieser Argumentation wird dem Herrn Krause die werte Gattin, gesunden Geist vorausgesetzt, "den Vogel zeigen". Wenn sein Gurkenhandel, den er mal angenommen habe, auch nur ein wenig schlechter gehen sollte, dann wird ihm die Bank den Hahn abdrehen. Aber ein Staat kann doch nicht pleite gehen! Doch. Da braucht ein kleimer Krieg am Golf nur das öl ein Jahr lang knapp und teuer werden lassen oder ein größeres Erdbeben Tokio heimsuchen, so dass Japan sein Geld aus den USA für den Wiederaufbau abziehen muss. Das Weltwirtschaftsystem ist, besonders in den USA, auf Schulden gebaut und ein äußerst labiles Gebilde! Bei Herrn Krause wird dann halt ein Kuckuck geklebt, bei uns Bürgern übernimmt das Abkassieren die Inflation. Da in der Politik, im Gefasel der Analysten und im Journalismus aber "der ganz normale Wahsinn" herrscht, redet man von einer "dramatischen Wende". Das zieht einem wirklich den Stecker! Wo - um Gottes Willen- soll diese "Wende" denn in Sicht sein? Da warten wir doch seit dem dicken Kohl drauf.
Alles nur dummes Zeug! Das Beispiel Galileo zeigt, dass die weiter finanziell ausgeblutete Mittelschicht nun für die Managementfehler oder -verweigerungen vom Galileosystem aufzukommen hat. Da bleibt für den Hauptzahler, die einst staatstragende Mittelschicht kein halber Cent für Entlastung übrig. Zusätzlich zahlen wir also auch noch den Unternehmensanteil (den den Rest haben wir ja eh schon steuerfinanziert) und am Ende gehört uns (dem Staat) gar nichts; er muss das teuere Gelumpe dann a) selber kaufen und b) Abnahmemärkte mit staatlicher Kaufverpflichtung schaffen. Langsam beginne ich grundständiges Verständnis für Verstaatlichgungen auf breiter Front zu entwickeln; und die Dummschwätzer mit ihrem "Privat geht alles besser" holen am Besten nicht zu langatmigen Erklärungsversuchen aus. Die Zeit ist um! Und die nächsten Wahlen werden es beweisen. Das Augen reiben kommt erst noch; versprochen ist versprochen!
Kinder?
Das haben Männer und Frauen in der Vergangenheit entschieden: Besser etwas weniger.
Und das finde ich völlig richtig! Und zwar in Bezug auf Lebensqualität und Umwelt.
Nur weil bei uns durch weniger Kinder die Arbeitslosigkeit drastisch fallen wird, sind wir als erste Nation ins Plus gekommen und die Löhne werden steigen.
Das zeigen schon die ersten Tarifverhandlungen.
An unbedingt mehr Kindern haben nur katholische Kirche und Unternehmer ein Interesse.
Erstere - nein da halt ich mich zurück - denn es war schon immer ein Skandal (siehe Philippinen und Suüdamerika)
Letztere, weil dann die Löhne niedrig und die Lohnarbeiter schön folgsam sind.
Die sozialen Folgen zahlen die Arbeitenden ja sowieso selber.
Und die Rentenkassen, das werden wir sehen, werden auch wieder voll werden wenn van der Leyen sie nicht im Interesse ihres Klientels und der Wirtschaft wieder leert.
Denn sie waren nicht leer weil wir zu wenig Kinder hatten, sondern weil Kohl mit den Rentenkassen die Wiedervereinigung bezahlt hat.
Wie geil ist denn die Argumentation, bitte?
Kinderbetreuung ist also 'Leyens Klientel? Ich dachte, Kinder sind unser aller Klientel! Und deren Betreuung ist in D erbaermlich. Also WENN investiert wuerde, dann waere es in diesem Bereich nicht falsch.
Aber dass man ueberhaupt auf die Idee kommen kann das 'jetzt in geringerem Ausmass NICHT vorhandene Geld' irgendwo hineinzutun, klingt sehr nach Politik. Selbst bei 0.6 oder gar 0.3 Prozent Defizit werden die Schulden mehr, das einzige was kleiner wird ist die erste zeitliche Ableitung der Schulden, sie wachsen langsamer...
Gruss
SH
Ich glaub nicht, dass wir uns über ein fehlendes Defizit freuen werden.
Als für Insider vor einem Monat klar war, dass wir kein Defizit haben werden ging's los.
Von der Leyen wie Carry von King of Queens war zur Stelle und erklärte uns, dass wir jetzt gefälligst Geld auszugeben hätten - und zwar für sie und ihre Klientel.
Z.B. Kitas wenn wir jetzt ganz ganz viele bauen würden, dann würden endlich auch mal die Frauen arbeiten gehen, die das eh nicht vorhaben und hatten - die einen Mann ergattern konnten, und sich bisher ihr Hausfrauendasein von uns allen bezahlen lassen.
Die würden dann arbeiten und dann würden wir von den 12 Mrd. auch 0.9 Mrd wieder zurückkriegen.
Super Geschäft - aber OK so ist Carry.
Problem ist nur, wenn wir jetzt wie Bekloppte Kitas bauen in denen dann laut GEW 100.000 Frauen (sic!) eingestellt werden müssen (halbtags selbstverständlich) dann haben wir in einigen Jahren Miet-, Lohn-, Arbeitslosen- und Rentenkosten bei leerstehenden Kitas.
Und das zu Zeiten, wo es uns vielleicht nicht so gut gehen wird.
Da waren schöne Zeiten, als wir noch Staatsdefizit hatten.
Da kam keiner auf so einen Schwachsinn.