Wer traut sich noch, beim Zähneputzen das Wasser laufen zu lassen oder täglich ausgiebig zu baden? Vielleicht gar nicht so verkehrt, sagen einige.
Wer traut sich noch, beim Zähneputzen das Wasser laufen zu lassen oder täglich ausgiebig zu baden? Steigende Wasserkosten sind für manchen Verbraucher die eine Sache.
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Sicher kein wahrer Wasserverschwender: Ein Elefantenbaby erhält seine erste Dusche im Tierpark. (© Foto: dpa)
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Mittlerweile ist Wassersparen für viele Deutsche aber auch aus Gründen des Umweltschutzes selbstverständlich. Der seit Jahren sinkende Wasserverbrauch hat allerdings Kritiker.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin vertritt die Ansicht, dass ein weiter sinkender Verbrauch mehr Probleme als Nutzen schafft: Das Abwasser fließe schlechter ab, die Kanäle würden verrotten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin dagegen hält Wassersparen für richtig.
Mehr als 5000 Liter - am Tag
"Wir haben in Deutschland zwar derzeit kein Wasserproblem", räumt der Naturschützer Rüdiger Rosenthal ein. "Aber wir haben auch nicht das Geld, um das Abwassersystem umfassend zu sanieren." Der schonende Umgang mit Wasser bleibe daher richtig. Denn je weniger der Mensch in den Naturhaushalt eingreife, desto besser sei es für die Umwelt. Außerdem spreche der in Deutschland zu erwartende Klimawandel gegen einen bedenkenlosen Wasserverbrauch.
Dieses Argument unterstützt eine neue Studie zum "Wasser-Fußabdruck" durch den World Wildlife Fund (WWF): Die Kennzahl berücksichtigt nicht nur den individuellen Verbrauch, sondern auch das bei der Lebensmittelherstellung und in Industriegütern enthaltene "virtuelle Wasser", teilt die Umweltstiftung mit Deutschlandsitz in Frankfurt/Main mit.
Im Ergebnis kommt jeder Deutsche demnach auf einen täglichen Wasser-Abdruck von 5288 Litern - das entspricht etwa 25 Badewannenfüllungen. Der WWF mahnt daher Umstellungen in den Produktionsprozessen an. Neben den Privathaushalten hätten Industrie und der Agrarsektor den größten Anteil an der Summe.
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Rekord in Deutschland
werfen doch eigentlich die alte Henne-Ei-Frage auf, oder kennt jemand jemanden, der/die sich vor ein paar Jahr(zehnt)en in einem Lebensmittelmarkt im Winter nach Erdbeeren oder im Herbst nach Tomaten für 4 Markt das Kilo gefragt hat? Wohl kaum. Diese Produkte waren irgendwann da und wurden von den abgrundtief bösen deutschen Verbrauchern latürnich gekauft, ohne daß sich diese für 0,014 Cent Gedanken darüber gemacht hätten, zu welchen Weltuntergangspreisen diese Produkte hergestellt wurden. Ich kann mir auch vorstellen, daß die Zahl derer, die gefordert haben daß Krabben zum Pulen vom Nordseestrand nach Marokko gekarrt oder gar kein Witz, leider nach Vietnam und zurück geschippert werden müssen, damit sie ein paar Pfennige billiger seien (übersetzt: damit der Produzent massiv Lohnkosten spart), eher überschaubar war, usw. usf. Das alles tun die Akteure der Globalisierung, der segensreichen, aus dem selbsen Grund, aus dem der Hund seinen Schw (eif oder anz, das ist hier die Frage) leckt: Weil ers kann. Und zwar auch, ohne sich über Konsequenzen Gedanken zu machen
Die Fachleute der Abwasserwirtschaft behaupten, dass durch
den verringerten Verbrauch von Wasser in den Haushalten die
Reinigung der Abwasserkanäle gefährdet sei und die Abwassersysteme
deshalb vermehrt kostenaufwendig zu reinigen seien.
Was passiert eigentlich in den Abwassersystemen, wenn Gebäude
für längere Zeit nicht bewohnt werden ? Zum Beispiel während des Urlaubs.
Dann entfallen die "Spülmengen" für längere Zeit völlig und weil der
Sommerurlaub in den Schulferien genommen wird handelt es sich nicht
nur um Einzelfälle.
Ich habe noch nie festgestellt, dass während der Schulferien
Spülfahrzeuge die fehlenden Wassermengen zur Reinigung der
Kanäle ersetzen !!!
Genau so sollte es sein: Also nicht auf die immer noch mehr Leistung und noch mehr Features versprechende Werbung der Hersteller rein fallen, sondern nur dann neue Geräte anschaffen, wenn man sie wirklich braucht und dann einigermassen sinnvoll einsetzt.
Am Schlimmsten ist da sicher die Spieleindustrie. Um sich zu unterhalten oder die sowieso relativ beschränkte Lebenszeit zu vertun, sollte man nicht tage-, wochen-, monate-, jahrelang nur immer vor so einer blöden Kiste hocken und die immer noch tolleren Spiele immer wieder zu spielen, bis sie langweilen, man das neueste an Soft- und Hardware "braucht" und wieder nur sinnlos Ressourcen verschwendet. Abgesehen davon, dass man sich selbst dabei auch verschwendet.
Wierum genauso beim Obst:
Was brauche ich im März schon einen Erdbeerkuchen? Damit ich im Juni, wenn es die heimischen Früchte gibt, keine Lust mehr drauf habe? Lieber 2 Monate länger drauf freuen und dann das Essen, was bei uns wächst und zwar ohne künstliche Bewässerung.
Und in Bezug auf mein Macbook Beispiel möchte ich betonen, daß ich mir in dieser Hinsicht wohl kaum etwas vorzuwefen haben. Ich surfe im Internet auf einem neun Jahre alten IBM-Notebook, das dafür durchaus noch schnell genug ist, und durchschnittlich nur etwa 30 Watt verbraucht. Für Spiele, Videobarbeitung etc habe ich einen großen PC, den ich aufgrund des höheren Stromverbrauchs (60W im Leerlauf) nur selten benutze. Und dabei wird's auch erstmal bleiben, solange das Noti fürs www noch schnell genug ist. Eine Neuanschaffung rechnet sich da einfach nicht, weder wirtschaftlich, noch ökologisch.
Mit der Veröffentlichung eines solchen Wasserabdrucks sollte man nicht den tatsächlichen Haushaltswasserverbrauch mit dem der gesamten sonstigen Produktion weltweit vermischen. Wasser sparen im Haushalt bringt nichts, wie hier schon geschrieben wurde.
Aber: Jeder sollte wissen, dass der gedankenlose Konsum das ist, was uns diese gewaltigen Probleme beschert.
Beispiel: MacBook. Die Diskussion darüber ob ein Alu-MacBook besser ist als eines aus Kunststoff oder andere PC-Gehäuse verdecken, dass natürlich die gesamte Computerindustrie darauf aus ist, dass jeder seinen Rechner möglichst alle 2 bis 3 Jahre gegen einen neuen tauscht und der alte kommt weg. Was nützt ein Alu-MacBook, wenn es noch so lange äußerlich haltbar ist, aber sein Innenleben scho nach wenigen Jahren hoffnungslos veraltet ist. Microsoft ist damit auf die Nase gefallen: Man wollte unbedingt ein leistungshungriges Vista-Betriebssystem in den Markt drängen, aber die meisten PC-Benutzer (Unternehmen!) haben sich dem verweigert, weil die "alten" Rechner mit XP immer noch schnell und problemlos ihre Arbeit verrichteten.
Beispiel: Erdbeeren (und anderes Obst)
Brauchen wir hier die exotischsten Früchte. Und brauchen wir Erdbeeren im März, wenn wir hier auch 2 Monate lang Saison haben? Man sollte auch einmal überlegen, wieviele von den spanischen Erdbeeren aus dem dürren Andalusien hier bzw. in Mittel- und Westeuropa tatsächlich gegessen werden und wieviele einfach weggeworfen werden, weil sie nach ein paar Tagen im Supermarkt nicht mehr frisch sind.
Hier wird ein gewaltiger Raubbau betrieben. Jedem der solche Erdbeeren im März haben will, sollten sie im Hals stecken bleiben.
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