Ganz neu ist diese Gedenkmünze mit einem Hamburger Wahrzeichen. Das Geldstück taucht häufig im Geldbeutel auf - und zeigt den "Michel", den Turm der Michaeliskirche in der Hansestadt.

Diese Münze taucht häufig in den Geldbeuteln und Ladenkassen auf: 2008 hat das Bundesland Hamburg den Vorsitz im Bundesrat - deshalb ist ein Motiv aus der Hansestadt auf der Rückseite der Zwei-Euro-Gedenkmünze aus Deutschland abgebildet.

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Der Hamburger Michel, Wahrzeichen der Hansestadt. (© Screenshot: sueddeutsche.de)

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Zu sehen ist die Hamburger St. Michaelskirche. Der im Volksmund auch schlicht "Michel" genannte Bau gilt als evangelische Hauptkirche Hamburgs und bietet 2500 Menschen Platz.

Fertiggestellt wurde sie in ihrer heute bekannten Form im Jahre 1762, nachdem der Vorgängerbau 1750 durch einen Blitzeinschlag zerstört worden war.

Charakteristisch ist der 132 Meter hohe Turm an der Westseite des Gebäudes. Er prägt die Silhouette der Stadt und galt Seefahrern lange als Orientierungsmarke.

Der Hauptteil des Turmschaftes wurde aus Kostengründen nicht in Stein ausgeführt, sondern bestand ursprünglich aus einer kupferverkleideten Holzkonstruktion. Im Sommer 1906 fing der Turm nach Lötarbeiten Feuer und brannte samt Kirchenschiff bis auf die Grundmauern nieder.

Das Gotteshaus wurde danach wiederaufgebaut, der Holzturm aber durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. In einer Höhe von 82 Meter befindet sich die Turmplattform, auf der Besucher einen weiten Ausblick über die Stadt haben. Man erreicht sie zu Fuß über 453 Stufen oder mit einem Fahrstuhl.

Die Turmuhr ist mit einem Durchmesser von acht Metern die größte in Deutschland. Die Münze wurde gestaltet vom Münchner Designer Erich Ott, der sich mit seinen ineinander verwobenen Initialen (Œ) auf den Geldstücken verewigt hat. Ausgegeben wurde die Münze in einer Auflage von etwa 30 Millionen Stück.

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(SZ vom 03.06.2008/jkr)