Wenn es um den letzten Willen geht, wird oft gestritten. Muss das sein? Zehn Gebote, wie man Wirbel nach dem eigenen Tod vermeidet.
Klar geht es schon auch ums Geld. Bei dem verzweifelt suchenden Playmate Anna Nicole Smith zum Beispiel um etliche Millionen Dollar, die ihre Tochter erbte. Oder bei den zerstrittenen Brüdern Gucci um das Familienunternehmen, das Vater Guccio Gucci hinterlassen hatte. Es geht um Geld, aber vor allem geht es um enttäuschte Liebe, verwehrte Wertschätzung, uralte Familienkonflikte. Und ganz oft um das Gefühl, zu kurz gekommen zu sein im Leben. Immer schon.
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Das Testament kann auf einen simplen Zettel geschmiert werden - dennoch gibt es viel zu beachten. (© dpa-tmn)
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Wenn jemand stirbt, hinterlässt er viele Dinge, angesammelt in einem ganzen Leben. Und diese Lebensdinge werden verteilt unter denen, die zurückgeblieben sind, auch sie angesammelt in einem ganzen Leben. Viele Zurückgebliebene versuchen dann, Bilanz zu ziehen: Was war er mir, der da gegangen ist? Hat er den Bruder mehr geliebt als mich? Hat er mich geschätzt, geliebt, mir stets genug gegeben? Kurz: Wie bin ich da unterm Strich rausgekommen aus dieser Beziehung?
Nicht selten führen solche Fragen dazu, dass ums Erbe gestritten wird. Emotional, irrational, zerstörerisch. So ließ zum Beispiel die Ex-Ehefrau den letzten verbliebenen Gucci-Erben umbringen, da sie Angst gehabt haben soll, dass er das Erbe mit seinen jungen Geliebten verprasst statt es den gemeinsamen Töchtern zu hinterlassen.
In der Serie "Die großen Erbfälle. Geld - Macht - Hass" hat die Süddeutsche Zeitung in den vergangenen Monaten 35 Fälle vorgestellt, in denen sich Prominente ums Erbe stritten, in denen Testamente Ungewöhnliches regelten oder ganz und gar nicht das Gewünschte erzielten.
Da gab es den Fall des Schauspielers James Dean, der jung verunglückte und alles ausgerechnet dem Vater hinterließ, den er immer so gehasst hatte. Oder den Maler Picasso, der kein Testament machte, aber dafür viele Frauen liebte, die sich danach um sein Geld und irgendwie auch noch um seine Liebe stritten.
Auch die ganz normalen Menschen machen Fehler beim Vererben. Und im oberbayerischen Traunstein muss dann Richter Ludwig Kroiß diese ausbaden. Er ist Direktor des Amtsgericht und zuständig für Nachlassfragen. Jedes Jahr entscheidet er über Hunderte Erbschaften.
Er ist dabei, wenn Geschwister, Töchter, Söhne, Ehepartner und Freunde die Bilanz aufmachen: Wie bin ich da unterm Strich rausgekommen aus dieser Beziehung? Wenn es Streit gibt, ruft er die Beteiligten oft zusammen an einen Tisch, zum Reden. "Nicht selten hilft das und wir finden eine Einigung", erklärt er.
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Wave-Gotik-Treffen in Leipzig
in unserer familie gings auch ums eingemachte, und das war nicht einmal viel. das schlimmste sind persönliche anfeindungen, unterstellungen und diffamierungen der erben untereinander.