Fast jeder trägt sie mit sich herum, aber nicht alle wissen es: Die Geldkarte, als Chip auf EC-Karten integriert, wird in Deutschland weniger genutzt als in anderen europäischen Ländern. Die deutschen Banken und Sparkassen wollen dies nun ändern. Sie teilen mit: Bei Bargeld zahlen Händler drauf.
Ingo Limburg vom Geldkartenvermarkter Euro Kartensysteme: "Es gibt 68 Millionen Geldkarten in Deutschland. Im Jahr 2007 wurden damit knapp 150 Millionen Euro ausgegeben. Das entspricht 2500 Tonnen Münzgeld, die hätten bewegt werden müssen. Wenn man sich zum Beispiel einen Zigarettenautomaten vorstellt, wird klar, dass hohe Kosten durch Bargeld entstehen: Man muss den Automaten leeren, das Geld zählen, rollen, vorschriftsgemäß verpacken und einzahlen. Außerdem fallen höhere Transaktionsgebühren für den Händler an als bei der Geldkarte. Auch für die Kunden ist die Karte bequemer. Sie müssen nicht so viel Kleingeld mit sich herumschleppen und haben es in der U-Bahn immer passend. Aber nur 75 Prozent der Geldkarteninhaber wissen, dass sie eine haben."
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(SZ vom 10.03.2008)
Bruce Springsteen in Frankfurt
Vor allem verdienen bei Bar-Transaktionen von Mensch zu Mensch die Banken und Sparkassen gewöhnlich nichts.
Zudem der unerträgliche Kontrollverlust: Nicht nur sieht Übervater Staat nicht, was da die Taschen wechselt, die Regulierungsgewalt der Banken mittels Kartentageslimits, -wochenlimits, Onlinetransaktionslimits, Kartensperrung, Öffnungszeiten und genauester Erfassung des aktuellen finanziellen Zustandes des verehrten Kunden wird durch die Existenz des Bargelds immer noch unterminiert.