Für die Fusion zwischen der Frankfurter und der New Yorker Börse gibt es viele gute Gründe. Aber schwer wird sie dennoch - denn viele Amerikaner sind außer sich.
Jim Cramer steht der Schrecken ins Gesicht geschrieben. "Die Deutschen kommen", ruft er und reißt die Arme in die Höhe. Hektik ist das Markenzeichen des früheren Hedgefonds-Managers, wenn er wochentags seine Börsenshow auf CNBC moderiert. Doch am Mittwoch wirkt Cramer nicht einfach überdreht. Er wirkt fassungslos. "Werden wir bald die deutsche Fahne vor der wichtigsten, ur-amerikanischsten Immobilie der Stadt sehen?" fragt er. Wenn selbst die Seele des amerikanischen Kapitalismus nicht mehr heilig sei, was dann? Cramer stöhnt: "Alles in diesem Land steht zum Verkauf."
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"Werden wir bald die deutsche Fahne vor der wichtigsten Immobilie der Stadt sehen?", fragt sich Ex-Banker Jim Cramer fassungslos. Halb so wild, wie unser Bild der Nyse vom 24. September 2008 zeigt: alles schon mal dagewesen. (© dpa)
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Die Pläne der Deutschen Börse, die New York Stock Exchange (Nyse Euronext) zu kaufen, haben die amerikanische Finanzszene in Aufruhr versetzt. Es geht hier nicht um das Schicksal eines Unternehmens, das den Aufbruch in eine neue Ära der Weltwirtschaft verschlafen hat. Es geht um das Herz der Wall Street, um den Bezugspunkt der Hassliebe, die Amerika mit den Finanzmärkten verbindet.
Da spielt es keine Rolle, dass der Deal noch gar nicht unter Dach und Fach ist. Mittlerweile warnen Experten gar, der Coup könne scheitern. Bereits Ende 2008 hat Reto Francioni, der Chef der Deutschen Börse, mit der Nyse vergeblich über einen Zusammenschluss verhandelt. Börsen sind nationale Symbole, da geht es um Gefühle, weniger um Zahlen. Immer geht es auch um Pöstchen und Standorte. Schon jetzt wird auch die unternehmerische Sinnhaftigkeit der geplanten Fusion in Frage gestellt.
"Wir haben völlig überrascht und mit großer Bestürzung von diesem Fusionsvorhaben erfahren. Wir haben große Vorbehalte gegen das Projekt", sagte ein Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat der Deutschen Börse. Die Stimmung der Mitarbeiter im Unternehmen ist sowieso schlecht, sie leiden unter den ständigen Sparprogrammen.
Mit der Mega-Transaktion würde der weltgrößte Börsenbetreiber entstehen. Die Deutsche Börse soll mit 60 Prozent die Führung übernehmen, der Frankfurter Konzern ist am Markt derzeit 15,6 MilliardenEuro wert, Nyse Euronext kommt auf 9,9 MilliardenEuro. Die beiden Konzerne erhoffen sich durch die Fusion eine Kostenersparnis von 300 Millionen Euro. Vor allem im IT-Bereich soll vieles auf einer einzigen Plattform konzentriert werden.
Aus zwei Monopolisten wird einer
Die Aufsichtsbehörden müssen den Deal, wenn er denn vorliegt, aber erst genehmigen. Manche Experten rechnen mit Problemen, vor allem weil nach der Fusion durch die Deutsche-Börse-Tochter Eurex und die Nyse-Tochter Liffe die mit Abstand weltweit größte Derivatebörse entstehen würde. "Andererseits haben diese beiden Börsen schon jetzt jeweils in ihrem Derivate-Bereich in Europa eine Marktdominanz von 93 Prozent", sagt Richard Burkhardt, Fondsmanager der Bank Mainfirst. "Somit würde die Fusion nur dazu führen, dass aus zwei Monopolisten einer wird."
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Kuriose Schilder (4)
Selbstkritik? Das hätte ich von Ihnen nicht erwartet, Respekt!
Ich finde die psychologische Komponente hier interessant. Wie sich die Gemüter erhitzen, manche sich als "Patrioten" outen, etc. Dabei ist es lediglich eine Fusion von zwei Börsen. Das hat nix mit Emotionen zu tun. Das ist eine Geschäftstransaktion, bei der die Effizient gesteigert werden soll. Punkt. Es geht nicht darum, die deutsche Fahne in New York zu hissen ("hurraah, wir sind gelandent!", o.ä.), es geht auch nicht darum, den Präsidenten zu stürzen... und schon gar nicht darum, die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Ich bin mir im übrigen recht sicher, dass genau die Leute, die jetzt laut aufschreien in New York, die ersten wären, die jubeln, wenn NYSE die Deutsche Börse (oder jede beliebige andere) aufkaufen würde... Eine äußerst ausgesprägte (und widerliche) Doppelmoral.
Genauso wie es ziemlich schnuppe ist ob die Börse nach der Fusion "Deutsche NYSE" oder "Deutsche Börse NYSE Euronext" oder "Pipi Langstrumpf im Wunderland" heißt. Die Kunden werden deswegen sicherlich nicht abspringen: "Ach nee, der Name gefällt mir nicht. Ich lege lieber irgendwo an wo der Name stimmt. Gut, ich zahl zwar mehr Handelsgebühren... Transaktionen erfolgen mit ner Stunde Verzögerung, aber wenigstens klingt der Name schön"... Lächerlich.
Ich bin sicher nicht rassistisch veranlangt. Ich versuche Sie zu verstehen. Und Ihre Unzulänglichkeiten würden natürlich in einem anderen Licht erscheinen, wenn Sie aus einem anderen Kulturkreis zu uns gekommen wären. ich wollte lediglich Verständnis für Sie aufbringen, bevor ich weiter lächle.
Der Amerikaner empört sich darüber, dass wirklich alles zum Verkauf steht ? Der Amerikaner war es doch, der den Kapitalismus ohne Einschränkungen am Liebsten auf der ganzen Welt eingeführt hätte. Der "wahre" Kapitalist, würde doch auch seine eigene Großmutter verkaufen, solange der Profit stimmt. Und dass nun eventuell die Wall Street betroffen ist: Die USA müssen sich dran gewöhnen, nicht mehr "on top" zu sein, da kann es schnell mal passieren, dass man geschluckt wird, anstatt selbst zu übernehmen. So sind nun mal die Regeln im weltweiten Wettstreit der Kapitalisten.
Nachtrag,das ich sie amuesiert haben soll ist mir neu,aber das macht nichts. ( Das gibt es Gratis dazu ) Welcher Landsmannschaft ich angehoere das hatte mich noch niemand gefragt. Was ich gerne wuesste, sind sie etwas rassistisch veranlagt ? Das laesst ihre Frage fuer mich vermuten, auch gibt es mit Foristen die hier schreiben,aber es gibt auch Floristen die streuen nur Blumen. Den Kaschperl gibt es nur in Bayern,bei uns heisste der Kasper und zaehlt nicht zu den Dummen. So nun zum Thema,die beiden Boersen hatten in der Finanz und Bankenkriese beide zu Kaempfen gehabt. Sie sind wie zwei Kranke die etwas genesen sind,Gesund sind sie beide noch lange nicht. Auch denke ich bei dieser Fusieon an das Debakel Daimler-Chrysler und die Folgen,da wurden soviele Milliarden sinnlos verbrannt,oder ? Heute und Gesten haben sie fuer die Forschung bei Daimler gefehlt,ob die zwei Boersen zusammenarbeiten koennen ? Das weiss heute keiner ausser ihnen,hier treffen zwei Geschaeftskulturen aufeinander,wo die Zocker gesessen haben das sollten sie auch wissen. Wie ich schon oeffters gesagt habe,die Welt ist gross und rund,vom Coffeshop aus gesehen, dass geht nicht da fehlt der Weitblick. Alles klar mein bester ?
Paging