Zumindest in dieser Disziplin holen wir den Titel: Fast zwei Drittel der Bundesbürger schränken ihren Energieverbrauch zugunsten der Umwelt ein.

95 Prozent der Deutschen bemühen sich nach eigenen Angaben um Umweltschutz im Alltag, indem sie Energie oder Wasser sparen oder den Müll trennen. Damit liegt Deutschland europaweit in der Spitzengruppe, aber nicht ganz vorn, wie eine veröffentlichte EU-Umfrage von TNS Infratest ergab. In Luxemburg und Belgien etwa gaben 97 Prozent der Befragten an, in den vergangenen 30 Tagen eine oder mehrere Maßnahmen für den Umweltschutz ergriffen zu haben.

Anzeige

Spitze sind die Deutschen aber beim Energiesparen. 62 Prozent der Umfrage-Teilnehmer in der Bundesrepublik gaben an, im Monat vor der Befragung ihren Verbrauch zugunsten der Umwelt eingeschränkt zu haben. Das sei mehr als in jedem anderen EU-Land, meldeten die Meinungsforscher.

Umweltfreundliches Reisen

Auch auf das Auto verzichten die Deutschen aus Umweltschutzgründen häufiger als andere Europäer: In Deutschland bekannten sich dazu 29 Prozent, im EU-Schnitt nur 17 Prozent. Wassersparen ist hingegen in anderen EU-Ländern ein größeres Thema als in Deutschland. Während sich in Zypern 67 Prozent der Befragten darum bemühen, in Frankreich 58 Prozent und auf Malta 54 Prozent, sind es hierzulande nur 38 Prozent.

Auch beim Verzicht auf Wegwerfprodukte und dem umweltfreundlichen Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln liegen die Bundesbürger mit jeweils 31 Prozent etwa beim EU-Durchschnitt, während Luxemburger (56 Prozent), Belgier (48 Prozent) und Iren (46 Prozent) sich hier besonders aktiv zeigen. TNS Infratest hat nach eigenen Angaben 26.700 Personen in allen 27 EU-Mitgliedsländern anhand einer Liste von acht möglichen Maßnahmen zum Umweltschutz befragt.

Leser empfehlen 

(sueddeutsche.de/AP/jw)