Post-Chef Zumwinkel räumt ein, dass der lukrative Verkauf von Aktien unmittelbar nach der Entscheidung zum Post-Mindestlohn falsch war.
"Ich verstehe die öffentliche Kritik und weiß jetzt, dass der Zeitpunkt inmitten einer intensiven politischen Diskussion falsch war. Diese Tragweite meiner Entscheidung habe ich nicht bedacht - und das bedauere ich heute sehr", zitierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Dienstagausgabe) Zumwinkel am Montag vorab aus einem Manuskript für die Mitarbeiterzeitung Premium Post. Zu seinem Aktienverkauf hat Zumwinkel bislang keinen Kommentar abgegeben, obschon es vor allem aus der Politik barsche Kritik hagelte.
Klaus Zumwinkel: "Bei den Geschäftskunden wird es richtig ernst" (© Foto: AP)
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Zumwinkel hatte vergangenen Montag Post-Aktien verkauft und dabei rund 2,24 Millionen Euro erlöst. Zuvor war der Kurs der Post-Aktie gestiegen, nachdem die Koalition in Berlin sich über die Einführung eines Mindestlohns in der Post-Branche von bis zu 9,80 Euro die Stunde geeinigt hatte. Die Post-Konkurrenten sehen sich durch die Pläne in ihrer Existenz gefährdet.
Der Post-Vorstandschef stimmte dem Bericht zufolge außerdem seine Belegschaft auf einen weiterhin harten Wettbewerb ein. "Bei den Geschäftskunden wird es richtig ernst. Da greift die Konkurrenz ein Umsatzvolumen von fünf Milliarden Euro an", zitierte ihn die Zeitung.
Kuriose Schilder (4)
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Nein, ich werde keine Spiegel-Berichte lesen :)
Davon abgesehen: Zumwinkel wäre ein schlechter Manager, wenn er sich zuerst um die paar Niederländer kümmern würde, anstatt seinen Angestellten in Deutschland zu Hilfe zu eilen.
Außerdem gibts in den Niederlanden einen Mindestlohn.
Wenn der nicht hoch genug ist, dann soll sich doch bitte der
ehemalige Staatsmonopolist TNT darum kümmern. Aber der "investiert" lieber im Ausland und ist dann ganz betrübt, wenn ebenda auch Mindestlöhne eingeführt werden. :)))
@Raffinade:
"Schließlich hat er den Aktienkurs nicht durch die Ankündigung von Massenentlassungen (oder Lohnsenkungen) nach oben getrieben, sondern durch einen Mindestlohn, der letztendlich auch den Angestellten der Post AG nützt."
Lesen Sie doch mal den Spiegel- Bericht über DHL- Arbeiter in Holland... die bekommen dort noch nicht mal die Hälfte des hierzulande geplanten Briefzusteller- Mindestlohns!
Zumwinkel sollte lieber schleunigst sehen, wie er den DHL- Ausbeuter-Schandfleck Holland (siehe den SPIEGEL-BERICHT bzgl. DHL in Holland) vom Hals bekommt.
... aber jetzt so mitten am Vormittag ist dazu keine Zeit. Abends, aber da gehts ja nicht mehr.
Paging