Die Deutsche Post will ihren Aktionären in den kommenden Jahren immer höhere Dividenden ausschütten. Für dieses Jahr soll die Dividende von 75 auf 90 Cent je Aktie steigen.

In einem Fünfjahres-Zeitraum will die Deutsche Post die Dividendenausschüttung an ihre Aktionäre verdoppeln, kündigte Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel am Donnerstag in Frankfurt an. Nach 3,2 Milliarden Euro in den vergangenen fünf Jahren würden - ausgerichtet am Gewinnwachstum - über die kommenden fünf Jahre voraussichtlich 6,4 bis 6,6 Milliarden Euro ausgeschüttet werden.

Bild vergrößern

Ende des Jahres läuft das Briefmonopol der Deutschen Post aus. Deren Chef rechnet aber weiter mit guten Geschäften. (© Foto: ddp)

Anzeige

Die Risiken nach dem Auslaufen ihres Briefmonopols Ende 2007 hält Zumwinkel für begrenzt. Der Post-Chef veranschlagte das Risiko einer Gewinnminderung im Briefgeschäft durch die stärkere Konkurrenz auf etwa 10 bis 20 Prozent im Jahr - rund 200 bis 400 Millionen Euro. "Das ist die maximale Gefährdung."

Auf der Kostenseite gebe es auch beim Personal - etwa bei den Beschäftigten mit befristeten Verträgen - viel Spielraum, um auf mögliche Einbrüche bei Sendungsmengen zu reagieren, sagte Zumwinkel.

Der verschärfte Wettbewerb werde vor allem bei der Geschäftspost ausgetragen werden. Hier gehe es um ein Drittel des gesamten deutschen Briefmarkts und ein Umsatzvolumen von etwa fünf Milliarden Euro. Insgesamt steuert das Briefgeschäft nach wie vor mehr als die Hälfte zum Betriebsergebnis des weltweit breit aufgestellten Logistik-Konzerns bei.

Leser empfehlen 

(dpa/woja/mah)