Börsenchef Francioni unter Druck: Die Hedge-Fonds sind unzufrieden mit dem Aktienkurs. Die Aufsichtsratssitzung am Montag könnte für Francioni ungemütlich werden.

Fallende Aktienmarktumsätze und ein Kurseinbruch von 40 Prozent bei der Deutschen Börse rufen einem Pressebericht zufolge erneut die Hauptanteilseigner des Konzerns auf den Plan: "Die Hedge-Fonds machen derzeit massiv Druck, damit sich der Vorstand des Aktienkurses annimmt", schreibt das Handelsblatt unter Berufung auf Finanzkreise.

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Am Montag könnte es ungemütlich werden für Reto Francioni (© Foto: ap)

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Weil die kurstreibende Wirkung des Sparplans aus dem Herbst 2007 wegen der Finanzkrise verpufft sei, würden die seit drei Jahren in ihrer Beteiligung an der Börse gefangenen Fonds langsam nervös werden. Dies dürfte auch auf der Aufsichtsratsitzung am Montag ein Thema sein.

Unbequeme Partner

Die Hedge Fonds TCI und Atticus hatten sich 2005 in das Unternehmen eingekauft. Kurz nach ihrem Einstieg zwangen sie Francionis Vörgänger Seifert zum Rücktritt und setzten eine aggressive Ausschüttungspolitik durch.

Die Folge war ein Höhenflug der Aktie. Ende 2007 saßen die Fonds beim Topkurs von 136 Euro auf einem Buchgewinn von geschätzt vier Milliarden Euro, berichtet das Blatt.

Für Atticus und TCI ist die Entwicklung bei der Deutschen Börse ein Problem, weil ihre Aktienpakte von jeweils mehr als zehn Prozent für einen schnellen Verkauf zu groß sind. Stückchenweise können sie diese aber auch nicht abstoßen, da ansonsten der Aktienkurs einzubrechen droht.

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(dpa/dpa-AFX/jpm/jkr)