Die Deutsche Bank kann nichts erschüttern: Trotz Börsenschwäche schreibt das Institut von Josef Ackermann einen Milliardengewinn.
Die Deutsche Bank schreibt trotz schwacher Börsen Milliardengewinne. Im zweiten Quartal verdiente das größte deutsche Institut netto 1,2 Milliarden Euro nach 1,1 Milliarden Euro vor einem Jahr. Analysten hatten nur mit einem Überschuss von 1,03 Milliarden Euro gerechnet.
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Verdiente im abgelaufenen Quartal prächtig: die Deutsche Bank. (© ag.ddp)
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Die Verunsicherung der Anleger wegen der Schuldenkrise in Europa bremste allerdings die Erträge im Kerngeschäft Investmentbanking. Diese Sparte habe sich dem branchenweiten Trend nicht entziehen können, sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann in Frankfurt in einer Mitteilung.
Mit Blick auf das wirtschaftliche Umfeld, zeigte sich der Deutsche-Bank-Chef aber zuversichtlich. Er rechne mit einer weiteren Belebung der Weltwirtschaft. Rückschläge seien zwar nicht ausgeschlossen. Die Sorgen darüber, dass die Industriestaaten zurück in eine Rezession gleiten, klängen jedoch ab.
Risikovorsorge sinkt deutlich
Dagegen musste die Deutsche Bank deutlich weniger Geld für faule Kredite zurücklegen: Die Risikovorsorge sank im Jahresvergleich auf 243 Millionen Euro von einer Milliarde Euro.
Vor Steuern stieg der Gewinn um 16 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro und lag damit knapp unter den Erwartungen der Analysten.
Von eitel Sonnenschein kann aber trotz der guten Quartalszahlen keine Rede sein. Die Bank sieht die für 2011 angepeilten zehn Milliarden Euro Gewinn vor Steuern in Gefahr, wenn die Zinsen noch länger niedrig bleiben.
"Während einige der Faktoren in Bezug auf das Wettbewerbsumfeld mit unseren Annahmen übereinstimmen oder diese übertroffen haben, haben andere das erwartete Niveau noch nicht erreicht, insbesondere hinsichtlich der Normalisierung des Zinsniveaus", heißt es im Zwischenbericht zum zweiten Quartal.
Keine konkrete Prognose für 2010
Dagegen werde das Ergebnisziel durch die Neuordnung des Investmentbanking und die diversifizierten Erlösströme im klassischen Bankgeschäft gestützt, hieß es in einer Analystenpräsentation von Finanzvorstand Stefan Krause.
Für 2010 gab die Bank weiter keine konkrete Prognose ab. In der Präsentation wies die Bank ausdrücklich darauf hin, dass sie auf ein sich veränderndes Umfeld mit Kapitalmaßnahmen reagieren könne.
Für weitere Zukäufe könne sie 309 Millionen Aktien aus dem genehmigten Kapital und weitere 249 Millionen Papiere aus bedingtem Kapital einsetzen. Wie und wann sich die neuen Eigenkapitalregeln für die Branche auf die Deutsche Bank auswirkten, sei offen.
In einer Analystenpräsentation wies die Deutsche Bank zudem die Ergebnisse des europaweiten Bankenstresstests bei den Staatsanleihen aus. Das Engagement in den sogenannten PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien) belief sich auf rund 10 Milliarden Euro.
Gesunde Kernkapitalquote
Das war deutlich mehr, als die Deutsche Bank Ende Mai auf ihrer Hauptversammlung veröffentlicht hatte. Die europäischen Aufseher benutzen einen weiter gefassten Begriff für staatliches Engagement.
Allerdings hatte die Deutsche Bank den Großteil der Bestände tatsächlich im so genannten Handelsbuch stehen, das bei den Belastungstests untersucht worden war.
Bei dem Test waren 91 europäische Banken untersucht worden, sieben Institute fielen bei der Veröffentlichung der Ergebnisse vergangenen Freitag durch. Die Deutsche Bank schnitt mit einer Kernkapitalquote (Tier 1) von 9,7 Prozent als eine der besten deutschen Banken ab. Im zweiten Quartal wies das Institut eine Kernkapitalquote (Tier 1) von 11,3 Prozent aus.
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(sueddeutsche.de/Reuters/mel/pak)
Ermittlungen zu Neonazi-Trio
Die Milliardengewinne der Banken sind auch ein Ergebnis der bei Kundeneinlagen eingesparten Zinsen. Wer als Kunde für sein Geld nur 0,5 % oder für längerfristige Anleihen nur 2 % Zinsen erhält, ermöglicht den in billigem EZB-Geld schwimmenden Geldinstituten horrende Gewinne. Den Aktionären winken steigende Dividenden.
Die Risiken für Schrottanleihen trüben nicht mehr die Bilanzen. Für sie garantiert der Staat, ggf. finanziert vom Steuerzahler. Das begünstigt einen von Reichen bejubelten Aufschwung, von dem Arbeitnehmer und Mittelstand nichts verspüren.
...denn schließlich zocken laut SPIEGEL die Herren ohne Moral und Gewissen von Goldman Sachs, Bank of America, Citi Group, Deutsche Bank, Morgan Stanley und J.P. Morgan seit über einem Jahr in groteskem Ausmaß an den Warenterminbörsen mit Agrarrohstoffen wie Kakao, Weizen und Sojabohnen. Dazu wurden CCOs = Collateralized Commodity Obligations aufgelegt, die eine ähnliche Funktionsweise haben wie die Ramschkredite für amerikanische Immobilien.
Die Verteuerung der Grundnahrungsmittel sowie der drohende Hungertod von Millionen Menschen wird dabei billigend in Kauf genommen - Hauptsache, die eigene Kasse stimmt!
Widerwärtig!
Mill. für Deutsche Bank, Mio Boni für Ackermann ....
Das geht aber nur weil der Steuerzahler HRE (nach Ackermanns Merkel-Beratung 2008) übernommen hat. Sonst hätte die Dt. Bank Verluste nach allen Abschreibungen.
Diese Art von Selbsbeweihräucherungs-"Erfolgsmeldungen" durch Ackermann sind für mich als Steuerzahler nur noch zum Ko......
"Gewinne, Gewinne, Gewinne!"
Fragt sich nur: Für wen? Und wem dient es?