Von H. Leyendecker, M. Hesse

Datenaffäre bei der Deutschen Bank: SZ-Informationen zufolge soll Vorstandsmitglied Hermann-Josef Lamberti Ziel von Bespitzelungsaktionen gewesen sein.

In der Datenaffäre bei der Deutschen Bank ist erstmals der Name eines Managers bekannt geworden, der Ziel von Bespitzelungsaktionen geworden sein soll.

Lamberti, Deutsche Bank, Foto: AP

Hermann-Josef Lamberti ist Chief Operating Officer bei der Deutschen Bank. (© Foto: AP)

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Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung aus Finanzkreisen handelt es sich um Hermann-Josef Lamberti, der als Chief Operating Officer im Vorstand für das Tagesgeschäft und die IT verantwortlich ist.

Auftrag an Kanzlei vergeben

Die Deutsche Bank kommentierte dies nicht. Sie hatte am Freitag über mögliche Verstöße in der Abteilung Konzernsicherheit berichtet und erklärt, sie habe eine Kanzlei sowie die Finanzaufsicht eingeschaltet.

Das Institut versicherte, Kundendaten seien nicht betroffen, auch gehe es vermutlich nur um wenige Fälle.

Einer dieser Fälle ist offenbar Lamberti, der seit 1999 dem Vorstand angehört. Keine Informationen gibt es bisher darüber, wer die Bespitzelung veranlasst hat und welches Ziel die Nachforschungen hatten.

Die Datenaffäre dürfte ein Thema bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank an diesem Dienstag sein.

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(SZ vom 26.05.2009/mel)