Jahrelang war das Gehalt von Josef Ackermann für viele Bürger der Inbegriff exzessiver Manager-Vergütung - jetzt könnte sich das ändern.
Ausgerechnet die Ackermann-Lohntüte für 2008 könnte dazu beitragen, die aufgeheizte Diskussion um Bonuszahlungen zu versachlichen.
Das Beispiel Deutsche Bank zeigt, dass die Vergütungssysteme deutscher Konzerne alles in allem funktionieren (© Foto: AP)
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Der Chef der Deutschen Bank hat nur noch ein Zehntel seines Vorjahresgehaltes verdient, eine erfolgsabhängige Vergütung gab es für den gesamten Vorstand nicht.
Überflüssige Selbstdarstellung
Das ist einerseits selbstverständlich, da die Deutsche Bank 2008 fast vier Milliarden Euro Verlust gemacht hat.
Insofern ist es überflüssige Selbstdarstellung, dass Ackermann bereits Ende des Jahres großspurig einen Bonusverzicht ankündigte. Das Beispiel Deutsche Bank zeigt aber auch, dass die Vergütungssysteme deutscher Konzerne alles in allem funktionieren. Sie orientieren sich zumindest zum Teil an mittelfristigen Erfolgen und in schlechten Zeiten fällt für die Manager deutlich weniger ab.
Man mag auch Grundgehälter von mehr als einer Million Euro als unanständig empfinden. Es ist aber Sache der Eigentümer, dafür zu sorgen, dass Manager sich an ihren Unternehmen nicht bereichern. Ackermann liegt dem deutschen Steuerzahler nicht auf der Tasche.
Dort wo die Bürger als Bankaktionäre jetzt mit am Tisch sitzen, pochen sie wie bei AIG zu Recht auf ein Ende der Bonus-Exzesse. Leistungsbezogene Vergütung generell per Gesetz zu beschneiden, sollten sich die Regierungen dagegen verkneifen.
(sueddeutsche.de/hgn)
Kuriose Schilder (4)
Krämerseelen, für die Kohle , möglichst unermeßlich viel davon und immer noch mehr, das wahre Ziel ist. Solche Bewunderer eines Ackermännchen, der von Tuten und Blasen wohl auch keine Ahnung hat, dieser schwyzer Langsamschalter , Experte wie Zumwinkel, Esser, Pierer, Funke, Sinn u.a. ,alle "bewundernswerte" ? Langweiler was zeichnet sie aus , ausser Kohle ? auf solche neidisch ? ?Du lieber Himmel , ist der Esser mit 30 Mio schöner geworden ? Was hat die Welt diesen Eliten zu verdanken ? Ein Chaos ,so abstrus wie die Gedankenwelt dieser Psychopathen !
stayla, wen meinen Sie hier? Etwa die korrupten und unfähigen Banker Funke und Klein, die uns den Schlamassel eingebrockt haben. Oder die Typen Zumwinkel, Mehdorn und von Pierer ?
Meinen Sie, dass diese Vögel im Ausland einen Job bekommen würden?
Keine Sorge, die bleiben uns. Solche Vögel hat das Ausland selbst.
In dem Kommentar von Herrn Hesse finden sich trotz der Kürze so einige Widersprüche! Wenn er zum Beispiel schreibt, Zitat :" Das Beispiel Deutsche Bank zeigt aber auch, dass die Vergütungssysteme deutscher Konzerne alles in allem funktionieren ", dann ist die Wahrnehmung der Bürger eine Andere. Ich erinnere nun an die bevorstehenden Prozesse des Herrn Funk und diverser Investment- Banker der Dresdner Bank. Auch der allgemeine Hinweis, dass die Eigentümer dieser Gesellschaften bzw. deren Aufsichtsräte die Einkommen bestimmen, ist wohlfeil, weil unrealistisch. Und das aus verschiedenen Gründen. Immerhin ist es die Unsitte, dass Aufsichtsräte der einen gleichzeitig Vorstände Anderer Firmen sind. Man nennt das Über-Kreuz - Funktionen. Hinzu kommt, dass Großaktionäre bei der Einkommenspolitik mitunter andere Ziele verfolgen. Das Beispiel AIG dient wohl kaum als Beispiel, weil es die öffentliche Meinung bis hinauf zum Präsidenten war, die zur Umkehr gezwungen haben. Mit dem " am Tisch sitzen der Bürger " hat das, mit Verlaub nichts zu tun!
wird leider mit zuviel Neid geführt.
Sollten wir weitermachen und die Bundesregierung strebt weiter in Richtung Begrenzung
der Managerbezüge, sind demnächst die intellektuellen in unserem Lande bald nicht
mehr anzutreffen. Die tatsächliche Leistungs- wie Networkingelite macht sich dann aus dem Staub und wird ihre Brötchen in anderen Landen verdienen.
Das ist gerade zu 'Krisenzeiten' kein guter Anreiz den deutschen Unternehmen etwas gutes zu tun bzw. diese wieder auf Erfolgskurs zu bringen/zu halten.
Eigentlich ist es schade dass es keine erfolgsabhängige Vergütung für Herrn Ackermann gibt, denn der einzige "Erfolg" der Deutschen Bank des letzten Jahres bestand aus knapp 4 oder 5 Mrd. Miese. Nach dieser Logik müsste doch auch die erfolgsabhängige Vergütung von Herrn Ackermann negativ sein. Verrechnet mit seinem normalen Gehalt könnte mit Glück am Ende sogar die schwarze 0 stehen. Da leider in diesem Jahr die erfolgsabhängige Vergütung ausgesetzt wurde, geht der gute Mann mit einer läppischen Million nach Hause.
Paging