Von Catherine Hoffmann

Das ETF-Portfolio Global der ING-Diba investiert in Indexfonds aus aller Welt. Die Idee ist gut, nur billiger könnte es sein.

Wohin mit dem Geld? Die Frage stellt sich immer wieder. Doch in diesem Jahr sind gute Anlageideen besonders gefragt, denn wenn die Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent im kommenden Jahr erst einmal in Kraft getreten ist, wird es schwieriger, das Vermögen zu mehren.

Weniger USA, mehr Schwellenländer - durch die Orientierung am BIP steigen Chancen und Risiken. (© Foto: getty)

Anzeige

Als ideale Lösung preisen Banken Dachfonds an; beinahe täglich kommen neue auf den Markt. Dachfonds investieren in andere Fondspapiere, statt wie herkömmliche Investmentfonds einzelne Aktien zu kaufen.

Auch die ING-Diba, die vor allem durch ihre Tagesgeldangebote bekannt wurde, ist mit einem solchen Produkt am Start. Das ETF-Portfolio Global (WKN: A0MKQK) greift gleich noch einen weiteren Trend auf: hin zu börsengehandelten Indexfonds, im Fachjargon "Exchange Traded Funds" oder kurz ETFs.

Gewichtung nach BIP

Fondsmanager Markus Kaiser hat sich ein einfaches Konzept für sein neues Anlagevehikel ausgedacht. Das Vermögen wird weltweit investiert - in Aktien-ETFs aus sieben verschiedenen Regionen: Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Japan, Emerging Markets und Naher Osten.

Entscheidend für die regionale Aufteilung ist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaften. Sie wird am Bruttoinlandsprodukt (BIP) der einzelnen Länder gemessen. Auf Basis der BIP-Zahlen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das Portfolio einmal im Jahr angepasst. So werden Anleger an der Entwicklung von mehr als 1000 Aktien aus den stärksten Wirtschaftsnationen der Welt beteiligt.

Das ETF-Portfolio Global bietet sich als Alternative zu klassischen weltweit anlegenden Aktienfonds an, die sich meist am MSCI-Welt-Index orientieren. Bei diesem Index beruht die regionale Gewichtung allerdings auf der Marktkapitalisierung der einzelnen Länderbörsen - da haben Industrienationen die Nase vorn, Schwellenländer bleiben weitgehend außen vor.

Orientiert man sich dagegen wie der ING-Fachmann Kaiser an der Wirtschaftsleistung, bekommen die Schwellenländer ein größeres Gewicht im Depot - sie machen dort ein Viertel der Anlage aus. Nordamerika ist dagegen nur mit 30 Prozent vertreten, im MSCI sind es etwa 50 Prozent. Weniger USA, mehr aufstrebende Volkswirtschaften - das kann einer Geldanlage viel Schubkraft verleihen, ist aber auch riskant.

Seite 2: Ein kritischer Blick auf die Kosten

Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite

  1. Sie lesen jetzt Alles unter Dach und Fach
  2. Alles unter Dach und Fach
Leser empfehlen