Vier Milliarden Euro fehlen den Krankenkassen im kommenden Jahr - die Zeche zahlen die Versicherten. Von der Politik ist das durchaus gewünscht.
Irgendwie klingt die Zahl gar nicht mehr so schlimm - allerdings nur für jene, die ihre Vorgeschichte kennen. Vier Milliarden Euro fehlen den gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr. Zu diesem Ergebnis kam der Schätzerkreis.
Den gesetzlichen Krankenkassen fehlt im kommenden Jahr ein Betrag von vier Milliarden Euro. (© Foto: AP)
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Dennoch: Vier Milliarden Euro sind viel Geld und das Milliarden-Loch dürfte dazu führen, dass mehrere Millionen gesetzlich Versicherte mit Zusatzbeiträgen rechnen müssen. Einnahmen von 171,1 Milliarden Euro stünden Ausgaben von 174,3 Milliarden Euro gegenüber, hieß es aus dem Schätzerkreis.
Vor zwei Monaten war das Defizit noch viel höher. Da ermittelten die Schätzer ein Loch von 7,5 Milliarden Euro in den Kassen der gesetzlichen Versicherungen. Allerdings hat in der Zwischenzeit die Bundesregierung angekündigt, den Zuschuss aus Steuermitteln über bisherige Zusagen hinaus um 3,9 Milliarden auf 15,7 Milliarden Euro zu steigern. Hinzu kam, dass sich seit der letzten Schätzung die konjunkturellen Aussichten gebessert haben.
"Ich habe den Eindruck, dass die wirtschaftliche Entwicklung wieder etwas besser verläuft", sagte der Chef der Barmer Ersatzkasse, Johannes Vöcking, im Westdeutschen Rundfunk. Für das Jahr 2010 sei er zuversichtlich. Langfristig werde es aber bei allen Kassen Zusatzbeiträge geben. Es gelte das Gebot: sparsam bei Leistungsausgaben.
Sich allein auf die Einnahmenseite zu konzentrieren, werde jedoch nicht reichen, sagte Doris Pfeiffer, die Vorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Kassen. In den für Beitragszahler wirtschaftlich schwierigen Zeiten, könne es nicht sein, dass die Einnahmen von Pharmaindustrie, Ärzten und Krankenhäusern ungebremst steigen. "Die Regierungskoalition muss auch die Ausgabenseite in den Blick nehmen. Wenn es nicht gelingt, die Ausgaben bei gleichbleibender Versorgungsqualität zu senken, dann müssen viele Krankenkassen die erwartete Milliardenlücke durch Zusatzbeiträge schließen", sagte Pfeiffer.
Zusatzbeiträge ab Februar
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) betonte in der Berliner Zeitung, die geplante Gesundheitsreform ziele auch auf die Kosten ab. "Niemand im System, ob Ärzte, Apotheker, Pharmahersteller, Krankenhäuser oder Krankenkassen bekommt einen Freibrief." Zur Reform gehöre auch die Ausgabenseite. "Die Beitragsgelder müssen effizient verwendet werden."
Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass Zusatzbeiträge oberhalb von acht Euro in der Regel vermieden werden könnten. Will eine Kasse in finanzieller Notlage mehr verlangen, muss sie eine Einkommensprüfung der Mitglieder vornehmen. Die Extraprämie darf ein Prozent des Einkommens nicht überschreiten.
Zum 1. Februar werde eine Reihe von Kassen diesen Obolus erheben, sagte Barmer-Chef Vöcking. "Klar ist natürlich, dass auf lange Sicht das ist von der Politik so angelegt alle letztendlich mit einem Zusatzbeitrag kommen werden der eine später, der andere etwas früher." Die Konstruktion des Gesundheitsfonds sieht vor, dass alle Kassen zusammen etwas weniger Geld bekommen als benötigt, so dass die Versicherungen über den Zusatzbeitrag in Wettbewerb miteinander treten.
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(sueddeutsche.de/dpa/tob/pak)
Griechenland in der Schuldenkrise
Das Kernproblem ist die Lüge. Jedes Jahr gibt es mal eine gute und dann wieder eine Horrormeldung. Macht sich ganz gut und lenkt vom Hauptproblem ab. Man diskutiert ein bißchen und dann bleibt alles wie es war. Der Bundesrechnungshof hat einen Zipfel des Problems angesprochen bzw. kritisiert. Die Gehälter der Vorstände. Ein Zipfel deshalb, weil man bewusst weggelassen hat, dass man nur einen Vorstand braucht und nicht über 200, mit all ihren Anhängseln. wie u.a. Aufsichtsräte. Erstaunlicherweise nimmt keine Partei im Bundestag das Thema mal unter die Lupe. Wahrscheinlich sitzen einige Parlamentarier in den Aufsichtsräten. Eine einzige Kasse würde Milliarden einsparen und mehr werden grundsätzlich nicht benötigt. Alles was an sogenannten Reformen gemacht wurde, hat die Beiträge erhöht und die Leistungen gekürzt. Man darf gespannt sein, ob unser doch junger Minister sich dieses Problems mal annimmt oder ob die Lobby auch hier wieder stärker ist..
1. Die Zahlen stammen von einem SCHÄTZERKREIS!
Keine fundierten Fakten liegen zugrunde, sondern eine Schätzung derer, denen ein Gesetz zum legalen Raub geschaffen wurde.
Aber anstatt die 1,9% geschätzte Mehrkosten durch interne Einsparungen, wofür bei solch einem aufgeblasenen Verwaltungsapparat und überbezahlten Vorständen *polemier* genug Spielraum wäre, auszumärzen, bedient man sich eben weiter ohne jedes Maß. Ist ja erlaubt und so vorgesehen. Wettbewerb, so n Quatsch. Alle erheben den Beitrag, weil erlaubt, "Kunde" braucht gar nicht erst zu wechseln, die Spirale hat begonnen.
2. "Es gelte das Gebot: sparsam bei Leistungsausgaben." Aber nur bei denen an die Versicherten.
okay, das Gesundheitssystem ist alles andere als optimal.
Aber man sollte sich mal eines vor Augen führen: an einem normalen Montagmorgen sitzt 13% der Bevölkerung in einem Wartezimmer!
Der normale Versicherte hat ja die Einstellung: ich zahle da jeden Monat ein, dann will ich auch was davon haben und nutzt das System wo er kann. Für jedes Zipperlein wird zum Arzt gerannt. Kein Wunder das die Kosten explodieren, würden die Leute ein bisschen mehr Augenmaß und Eigenverantwortung beweisen wäre schon viel gewonnen. Ist klar das sich die Pharmaindustrie freut, wenn das Volk alles schluckt was ihm verordnet wird. Der Patient ist ja fast schon entäuscht wenn er beim Onkel Doktor keine Pillen verschrieben bekommt.
Grüße
und mehr und mehr Geld fliesst in den Apparat von dem der Patient nichts hat. Löst doch die sinnlosen gesetzlichen Krankenkassen auf und ersetzt sie durch eine. Das ist völlig ausreichend, da letztlich die Leistungen gleich sind, wenn man keine zusätzlichen Beiträge für Zusatzleistungen will. Das heutíge System ist barock!! Vollkommen überholt mit einer Vielzahl von Gallionsfiguren, die nur Geld kosten.
Und was macht unser unerfahrener Gesundheitsminister? Dumm daher schwätzen.
Ich verstehe die Patienten, die immer mehr zahlen für ein immer weniger und immer schlechtere Leistungen!!!
Allein im ersten Halbjahr 2009 wurden Medikamente im Wert von 15,8 Milliarden Euro in Deutschland durch niedergelassene Ärzte verordnet. (Dies sind rund eine Milliarde Euro beziehungsweise knapp sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum!)
D.h. eine Festlegung von Preisobergrenzen, die sich am europäischen Niveau orientieren könnte, würde die Beitragszahler um 3 bis 6 Milliarden Euro sofort entlasten!- Davon ausgehend, dass durch das Zulassungsverfahren Medikamente auf die Therapie bestimmter Krankheiten beschränkt werden, obwohl sie auch für die Therapie anderer Krankheiten geeignet wären - nur um bestehende hochpreisige Medikamente zu schützen - wären weitere Entlastungen für die Solidargemeinschaft der Beitragszahler denkbar!
Würde, wie in anderen europäischen Länder üblich, für Medikamente ein ermäßigter MwSt.- Steuersatz von 7 % gelten, würden sich die Medikamentenkosten (je nach Einbezug verschreibungspflichtiger bzw. nicht-verschreibungspflichtiger Medikamente) um bis zu 3 Milliarden Euro für die Kassen, sprich Beitragszahler, verringern!
D.h. die Beitragszahler werden in Deutschland ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, damit andere ihr Geld machen können!- Und die Politik(er) schauen tatenlos zu...
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