Nachdem zuvor die Börsen in Tokio und Schanghai eingebrochen sind, rutscht auch der Dax zum Wochenauftakt ins Minus. Analysten fürchten, der Abwärtstrend könnte sich beschleunigen.

Der Dax folgt den asiatischen Börsen ins Minus: Belastet von den schwachen Vorgaben sind die deutschen Aktienindizes am Montag mit deutlichen Kursverlusten gestartet. Der Leitindex Dax sackte um 1,40 Prozent auf 6721 Punkte ab.

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Den Händlern in Frankfurt steht eine turbulente Woche bevor. (© Foto: dpa)

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"Die Probleme rund um Subprime sind alles andere als ausgestanden. Jetzt hängt alles davon ab, wie die Fed reagiert." Die US-Notenbank, die vergangene Woche die Zinsen drastisch gesenkt hatte, will am Dienstag und Mittwoch über die weitere Geldpolitik beraten.

Siemens-Titel waren mit minus 3,03 Prozent auf 81,32 Euro der schwächste Wert im Dax. Nach Informationen der Süddeutsche Zeitung könnte der Technologiekonzern bis zu fünf Jahre von der US-Regulierungsbehörde SEC überwacht werden, falls Siemens eine Vereinbarung mit der SEC bezüglich des Schmiergeldskandals erreiche.

Gegen den Trend legten die im Nebenwerte-Index MDax gelisteten Aktien von Wincor Nixdorf 0,4 Prozent auf 56,51 Euro zu. Der Geldautomaten-Hersteller hatte für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2007/2008 einen kräftigen Gewinnanstieg bekanntgegeben.

"Der Abwärtstrend scheint sich zu beschleunigen", sagte Marktanalyst Christian Schmidt von der Helaba. "Dies unterstreicht, dass die Erholung von Ende vergangener Woche nur technisch war."

"Nach der Fortis-Nachricht werden wieder einmal die Finanzwerte besonders stark unter Druck geraten", betonte ein anderer Börsianer. Das belgisch-niederländische Institut hatte am Wochenende wegen Belastungen aus der Subprime-Krise seine Gewinnerwartungen für 2007 um eine auf drei Milliarden Euro gesenkt.

Im vorbörslichen Geschäft des Handelshauses Lang & Schwarz gehörten die Aktien von Commerzbank, Allianz und Hypo Real Estate mit einem Minus von jeweils rund drei Prozent zu den größten Dax-Verlierern.

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(Reuters/woja/sonn)