Von Von Simone Gröneweg

Die guten Konditionen gelten jedoch nicht für alle. Wer wenig Erspartes hat, muss mehr zahlen.

Die Finanzkrise hat auch ihr Gutes. Zumindest für Bauherren und Hauskäufer. Die Banken locken mit niedrigen Bauzinsen. Da freut sich der Immobilienkäufer. Im Schnitt zahlt man etwa 4,5 Prozent Zinsen für ein zehnjähriges Hypotheken-Darlehen, so die Statistik des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken. Zuletzt konnte man im Jahr 2006 so günstig an Geld kommen. Und vor 15 Jahren kostete ein solcher Kredit sogar sieben Prozent und mehr.

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Wer sich nun voller Euphorie auf die Suche nach dem passenden Häuschen machen möchte, sollte sich noch einmal besinnen. Experten warnen immer wieder davor, sich überstürzt ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. Das hat manchen schon in den finanziellen Ruin getrieben. Ein Hauskauf ist nun mal nicht mit der Anschaffung eines Fernsehers oder auch eines Autos zu vergleichen. Und wie so oft im Leben hat auch die Billigphase beim Baugeld den einen oder anderen Haken.

Viel Eigenkapital ebnet viele Wege

So mögen einige glauben, dass die beworbenen Konditionen für jeden gelten. Das ist in der Regel nicht so. "Man spricht darum auch von Schaufenster-Konditionen", sagt ein Sprecher der Direktbank ING-Diba. Manche Fachleute sind der Ansicht, dass einzelne Institute während der Finanzkrise deutlich risikobewusster geworden sind. "Zum Beispiel, wenn es um das Bewerten einer Immobilie geht", sagt Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen: "Manche Banken rechnen dabei konservativer als sonst."

Die Folge: Der Kunde muss einen Risikoaufschlag bei den Zinsen zahlen. Thomas Hofer vom Verband deutscher Pfandbriefbanken glaubt aber nicht, dass sich an der Finanzierungspraxis der Banken grundsätzlich etwas geändert hat: "Der Wettbewerb ist groß. Und das wirkt sich positiv auf die Konditionen aus."

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