Die guten Konditionen gelten jedoch nicht für alle. Wer wenig Erspartes hat, muss mehr zahlen.
Die Finanzkrise hat auch ihr Gutes. Zumindest für Bauherren und Hauskäufer. Die Banken locken mit niedrigen Bauzinsen. Da freut sich der Immobilienkäufer. Im Schnitt zahlt man etwa 4,5 Prozent Zinsen für ein zehnjähriges Hypotheken-Darlehen, so die Statistik des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken. Zuletzt konnte man im Jahr 2006 so günstig an Geld kommen. Und vor 15 Jahren kostete ein solcher Kredit sogar sieben Prozent und mehr.
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Wer sich nun voller Euphorie auf die Suche nach dem passenden Häuschen machen möchte, sollte sich noch einmal besinnen. Experten warnen immer wieder davor, sich überstürzt ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. Das hat manchen schon in den finanziellen Ruin getrieben. Ein Hauskauf ist nun mal nicht mit der Anschaffung eines Fernsehers oder auch eines Autos zu vergleichen. Und wie so oft im Leben hat auch die Billigphase beim Baugeld den einen oder anderen Haken.
Viel Eigenkapital ebnet viele Wege
So mögen einige glauben, dass die beworbenen Konditionen für jeden gelten. Das ist in der Regel nicht so. "Man spricht darum auch von Schaufenster-Konditionen", sagt ein Sprecher der Direktbank ING-Diba. Manche Fachleute sind der Ansicht, dass einzelne Institute während der Finanzkrise deutlich risikobewusster geworden sind. "Zum Beispiel, wenn es um das Bewerten einer Immobilie geht", sagt Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen: "Manche Banken rechnen dabei konservativer als sonst."
Die Folge: Der Kunde muss einen Risikoaufschlag bei den Zinsen zahlen. Thomas Hofer vom Verband deutscher Pfandbriefbanken glaubt aber nicht, dass sich an der Finanzierungspraxis der Banken grundsätzlich etwas geändert hat: "Der Wettbewerb ist groß. Und das wirkt sich positiv auf die Konditionen aus."
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Ihre Befürchtung mag nicht unbegründet sein. Für jemanden, der überlegt ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, um selbst darin zu wohnen, ist sie jedoch nur mäßig relevant. Und zwar nur für die Überlegung auf den Preisverfall zu warten, um dann günstig zu kaufen. Gleichzeitig gibt es im Moment aber auch Stimmen, die vor einer Inflation warnen. Dann wird das angestrebte Häuschen auf einmal wieder unerreichbar. D.h. die relevante Größe ist die Preisentwicklung von Immobilien verglichen mit der allgemeinen Inflation.
Wenn man mal in einer Immobilie wohnt und bereits einen ordentlichen Teil abbezahlt hat, und Immobilienkauf und -verkauf nur noch tätigt, um eine gegen eine andere auszutauschen, ist es reichlich egal, wie sich die Preise landesweit entwickeln. Verliert die aktuelle Eigentumswohnung in den nächsten 15 Jahren wegen einer allgemeinen Entwicklung an Wert, wird dann auch das Häuschen günstiger sein.
Tja und wer einmal im Eigentum wohnt und garnicht mehr vor hat umzuziehen, dem können Preisverfälle ohnehin egal sein, wenn er nur die Tilgung immer leisten kann.
Beim Punkt "Immobilien als Geldanlage" sind natürlich alle Ihre Überlegungen relevant.
Im Grunde werden immer noch viel zu viele Darlehen ausgereicht. Die Hypo-Banken in Deutschland leben schließlich davon. Der Markt ist aber genauso übersättigt wie der Automarkt.
Hypo-Banken sind genauso überholt und von gestern wie Steinkohlebergbau und Automobilkonzerne, nur merkt es immer noch niemand.
In ein paar Jahren stehen auf Grund des demografischen Wandels viele Häuser in Deutschland massiv leer. Ganze Landstriche werden entvölkert sein.
Man fragt sich, warum überhaupt der Immobilienbau immer noch gefördert wird. Auch dort wird man bald "Abwrackpräimien" zahlen, vermutlich wird zukünftig der Abriss gefördert. für Gebäude, deren Aufbau man heute noch fördert.
Es war noch nie die Stärke der Deutschen, vorausschauend zu sein. Schilda liegt nun mal in Deutschland.
Natülich verlangt die Bank Risiko-Aufschläge bei schlechter Bonität, und natürlich wird der Bankrott des Kunden in Kauf genommen, was übrigens recht rentabel für die Banken ist denn mit Gebühren und Verzugssinsen kann man mit der Zwangsversteigung ohrdentlich Kasse machen . Im Falle der USA wollten leider nur zuviele Banken gleichzeitig Kasse machen und haben dumm jeden rausgeschmissen der auch nur ein bisschen im Verzug ist, und somit der Markt zusammen gebrochen ist, und leere Häuser nunmal auch den Banken keinen Gewinn bringen.
Fazit die Faustregel man soltte etwa ein drittel Eigenkapital/Eigenleistung einbringen sollte man beherzigen.
Vielen Dank für die sachliche Aufklärung.
"Nebenbei: Interhype gibt uebrigens bei den Beispielhaften 300'000 Euro eine Differenz von 0,44% zwischen 100% und 80% Darlehen aus.Agenor"
Eine Hundertprozent-Finanzierung ist ja ohnehin Harakiri - und die Ursache für die Finanzkrise in den USA schlechthin!
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