Die Commerzbank unterhält längst eine Abladestelle für faule Wertpapiere. Das Institut bestreitet aber, dass diese Kreditmüllkippe bereits eine sogenannte Bad Bank darstellt.
Die mit milliardenschweren Abschreibungen kämpfende Commerzbank hat bereits eine interne Abwicklungsgesellschaft für faule Wertpapiere. Das zweitgrößte deutsche Geldhaus betonte allerdings, es handele sich dabei um keine "Bad Bank", wie sie derzeit in der Bankenbranche diskutiert werde.
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Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main: Der Bedarf an Kreditmüllkippen gleich welcher Art wächst. (© Foto: dpa)
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"Das ist lediglich ein Bereich im Kreditportfoliomanagement der Investmentbank, den es schon länger gibt", sagte ein Sprecher am Donnerstag.
Die Mitarbeiter in dem Bereich kümmerten sich darum, Wertpapier- und Kreditrisiken abzubauen und nicht-strategische Portfolios zu reduzieren. Finanzkreisen zufolge existiert der Bereich bereits seit 2007 in der Dresdner Bank, die die Commerzbank Anfang des Jahres übernommen hat.
Orientierung an der Dresdner Bank
Das Handelsblatt hatte vorab berichtet, die Commerzbank habe eine interne Bad Bank für toxische Wertpapiere gegründet. Das Modell dieses Bereichs bei der Commerzbank orientiere sich an der Dresdner Bank, die eine derartige Abwicklungsgesellschaft 2002 gegründet hatte, um riskante Wertpapiere und Kredite abzubauen.
Der Restrukturierungsexperte Vijay Radhakishun sei als Leiter dieser Gruppe benannt worden. Radhakishun sei über mehrere Jahre bei der Deutschen Bank in New York als Spezialist für forderungsbesicherte Wertpapiere (ABS) beschäftigt gewesen.
Commerzbank-Chef Martin Blessing lehnt eine bundesweite zentrale Bad Bank, also eine große Abladestelle für riskante Wertpapiere, ab. Die Lösung für die angeschlagene Bankenbranche liege eher in "individuellen, institutsspezifischen Bad Banks", sagte Blessing.
Insbesondere für Staatsanleihen brauche die Branche eine rasche Lösung. Diese Papiere verlieren angesichts der Verwerfungen an den Märkten teilweise stark an Wert, was zu Abschreibungen in den Bankbilanzen führt und schließlich das Eigenkapital belastet. Auf die Frage, ob die Commerzbank eine eigene Bad Bank für solche Papiere brauche, lehnte Blessing eine Antwort ab.
Wie aus Finanzkreisen zu hören ist, denkt die Commerzbank derzeit über eine Bad Bank nach. Möglich ist informierten Personen zufolge auch ein mit der Bundesregierung abgestimmtes gemeinsames Vorgehen mit der angeschlagenen Münchener Immobilienbank Hypo Real Estate.
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(sueddeutsche.de/Reuters/pak/mel)
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Falls mein Lösungsansatz praktisch nicht durchführbar sein sollte ...
dann liegt es an "charakterstarken Vorbildern" - "und die fehlen uns" ... :-((
"Kindergarten... Herzlichen Dank für den erhellenden Beitrag"
Ich weis nicht was Rangrücktrittserklärung ist?
Ich nehme mal an ihr Beitrag ist als Spaß zu verstehen. Ansonsten wäre er eine ziemliche Beleidigung ihrerseits. Und davon gehe ich mal nicht aus. :-)
manipulierbar ja, aber nicht beliebig. Die Bilanzierungsregeln sind schon sinnig, können aber auch unsinnig angewendet werden. Das ist so wie mit einem Küchenmesser, dass einmal ein nützliches Utensil und einmal als Waffe eingesetzt werden kann.
Erst mal guten Morgen !
Die Diskussion ueber eine "Bad Bank" - keiner weiss wofuer das "gut", im Vergleich zu "bad" sein soll.
Wie waere es denn mit einer "Bad Bank" fuer "Bad Banker", also so eine Art Schule oder Akademie damit die Damen und Herren mal lernen wie man mit Geld generell und dem Geld anderer Leute umgeht.
Wenn man diese Personen so lange aus dem Verkehr zoege, bis kompetentes Personal den Muell abgetragen hat, koennten sich die nachgeschulten wieder versuchen zu beweisen (Probezeit). Natuerlich, zum Beispiel unter staatlicher Aufsicht.
Ich saehe das als Privatinstitut, Internat, das durch monatliche Gebuehren aus dem Privatvermoegen der Banker finanziert wird.
Wie bei jedem Eliteinstitut sollten die Gebuehren entsprechend hoch sein.
Auch sollte die reine Teilnahme nicht einen automatischen Abschlusserfolg voran stellen.
So koennte man eine neue Qualitaet von Arbeitseinstellung und Moral kreiren -
ohne Steuermilliarden zu verpulvern um unfaehiger Leutes Hintern auszuputzen.
Ich finde Ihren Lösungsansatz super, aber halte ihn für nicht durchführtbar.
Die Menschen sind das Problem und nicht das System. In unserem System ist fast niemand in der Lage den Begriff massvoll zu definieren. Ich meine Massvoll in Bezug auf Einkommen. Wer heute 1 Mio verdient möchte morgen 2 Mio verdienen und im nächsten Jahr 5 usw. Diese Gier führt zu Übertreibungen am oberen Ende mit verheerenden Folgen. Wir haben aber auch Personenkreise am unteren Ende unsere "sozialen" Marktwirtschaft die es sich im sozialen Netz gut gehen lassen.
Leider ist es in unserem Systen mit Demokratie und sozialer Marktwirtschaft so, dass man sich mit Geld und entsprechenenden Verbindungen auch Recht und Schutz erkaufen kann. Erkaufen ist viellecht nicht das richtige Worte, aber so hinbiegen das es nochmal gerade gut geht.
Ein System lebt von charakterstarken Vorbildern und die fehlen uns.
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