Neun Jahre waren Daimler und Chrysler zusammen. Nun gehen beide Unternehmen wieder getrennte Wege. Was in der gemeinsamen Zeit alles geschah.
7. Mai 1998: Daimler-Benz und Chrysler fusionieren zum weltumspannenden Autokonzern.
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Oktober: Verkaufsstart des Zweisitzers Smart.
27. März 2000: Für rund vier Milliarden Mark steigt DaimlerChrysler beim japanischen Autohersteller Mitsubishi Motors ein.
26. Juni: DaimlerChrysler erwirbt für 428 Millionen Dollar zehn Prozent der Hyundai Motor Company und vereinbart eine Allianz in der Nutzfahrzeugsparte.
26. Oktober: Die US-Sparte des DaimlerChrysler-Konzerns schreibt im dritten Quartal rote Zahlen. Das Minus beträgt 600 Millionen Euro.
30. Oktober: Konzernchef Jürgen Schrempp sagt in einem Interview, er sehe die Fusion beider Autokonzerne nicht als Zusammenschluss unter Gleichen.
17. November: Mit einem Führungswechsel in der US-Sparte will der Autobauer Probleme bei Chrysler in den Griff bekommen. Chrysler-Chef Holden wird abgelöst und durch Nutzfahrzeugvorstand Dieter Zetsche ersetzt.
27. November: Der US-Milliardär Kirk Kerkorian reicht eine Klage über neun Milliarden Dollar gegen DaimlerChrysler ein. Der drittgrößte Einzelaktionär wirft Schrempp darin vor, die Aktionäre belogen zu haben.
22. August 2003: Im Streit um die Fusion stimmt DaimlerChrysler einem Vergleich mit Klägern in den USA zu. Die Einigung hat allerdings keine Auswirkungen auf die Schadenersatzklage Kerkorians.
7. April: Aktionäre werfen der Konzernführung mit Blick auf die Dauerprobleme bei Chrysler und dem schwer angeschlagenen japanischen Partner Mitsubishi auf der Hauptversammlung ein Scheitern der Vision von der Welt-AG vor.
23. April: DaimlerChrysler lässt seinen hochverschuldeten japanischen Partner Mitsubishi fallen. Der Aufsichtsrat stellt sich geschlossen hinter Schrempp.
23. Juli: Der DaimlerChrysler-Vorstand setzt sich nach einem Verhandlungsmarathon mit seinem Sparpaket von jährlich 500 Millionen Euro durch. Im Gegenzug wird mit dem Gesamtbetriebsrat eine Beschäftigungssicherung bis 2012 für die 160.000 Mitarbeiter in Deutschland vereinbart.
29. Juli: Der bisherige Leiter der Nutzfahrzeugsparte, Eckhard Cordes, wird neuer Mercedes-Chef. Cordes' Nachfolger wird der bisherige Smart-Chef Andreas Renschler.
10. Februar 2005: Mercedes ist nach überraschend starkem Gewinneinbruch das neue Sorgenkind bei DaimlerChrysler.
4. März: Schrempp bringt Chrysler-Chef Zetsche und Mercedes-Topmanager Cordes als mögliche Kandidaten für seine Nachfolge ins Gespräch.
1. April: DaimlerChrysler gibt ein drastisches Sparprogramm für Smart bekannt.
7. April: Die Milliardenklage Kerkorians wird vom US-Gericht in Wilmington abgewiesen.
28. Juli: Schrempp kündigt überraschend seinen Rücktritt zum Jahresende an. Sein Nachfolger wird Zetsche.
28. September: Mercedes streicht in den folgenden zwölf Monaten 8.500 Jobs in Deutschland.
11. November: Der Autobauer steigt nach fünf Jahren endgültig bei Mitsubishi Motors aus.
24. Januar 2006: DaimlerChrysler streicht 6.000 Stellen in der Verwaltung und im Management.
25. März: Der Autokonzern stoppt die Produktion des Smart Forfour.
28. Juni: DaimlerChrysler plant die Smart-Einführung in den USA für Anfang 2008.
15. September: Wegen der erwarteten hohen Verluste bei der US-Sparte senkt Zetsche seine Gewinnprognose für das laufende Jahr.
14. Februar 2007: Chrysler meldet für 2006 einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro und kündigt an, in Nordamerika 13.000 Jobs zu streichen. DaimlerChrysler schließt eine Trennung von Chrysler erstmals nicht mehr aus. In den folgenden Wochen beginnen Gespräche mit möglichen Käufern. Als Interessenten gelten der kanadische Autoteileproduzent Magna International sowie die Finanzinvestoren Cerberus und Blackstone.
14. Mai: Trennung bei DaimlerChrysler: Der US-Finanzinvestor Cerberus übernimmt die Mehrheit am Autobauer Chrysler. Aus DaimlerChrysler soll nach einer Namensänderung die Daimler AG werden.
(sueddeutsche.de/AP)
Debatte über Urheberrecht
Wie hoch liegen eigentlich die Gesamtkosten, die Herr Schrempf in seiner Zeit als Daimler Chef verursacht hat ? Mitsubishi hat nahezu dauernd Verluste gefahren, Chrysler doch ebenso. Wenn man zu dem Kaufpreis für Chrysler von 36 Milliarden Dollar, die Kosten für Sanierungen und defizitäre Quartale hinzurechnet, kommt man möglicherweise bei knapp 50 ( in Worten : Fünfzig !!) Milliarden Dollar an.
Welch ein grandioser Unternehmensführer ! Dummheit gepaart mit Arroganz und Ignoranz.
Wir können stolz sein auf solche Weltkonzern-Manager !!
... baut benzinfressende Dinos in der die Qualität in den letzten jahren so stark zu wünschen lässt, das ich als ehemaliger Azubi bei MB und späterer Mitarbeiter vor einem Jahr auf Audi umgestiegen bin. Ich habe einen ganzen Aktenortner über Reperaturen bis hin zur Wandlung von 2 Fahrzeugen! MB nein Danke!
ich bin seit jahren in der Automobilbranche tätig, und kenne MB auch von innen. Deshalb hier ein paar Ursachen für den Unsinn.
MB hat mit Personenwagen immer viel Geld verdient, wesentlich mehr als die Kokurrenz. Die Qaulitát der Fahrzeuge war jahrzehntelang (wenn man mal von Porsche absieht) weltweit führend. Während Toyota und Co simple Technik einfach mit einer neuen Karosse weiterenwickeln und sich dann bei der Konkurrenz mit den Techniken bedienen, hat MB ganz wesentlich zur entwicklung des ABS und x andere Sicherheitssyteme beigetragen, dieser Weg ist nicht immer einfach.
Die PKW Sparte hat mit ihren Gewinnen die Aufkäufe und Fusionen nur möglich gemacht, um dann von Herrn Schrempp als Melkkuh benutz zu werden. Durch konsequente Ausbeutung von Lieferanten und eigenen Mitarbeitern hat man die Gewinnspanne vergrössert und die Qaulität vermindert, um mit dem zusätzlichen Gewinn weiter die Grossmachtsträume der Aktionäre und des Vorstands zu nähren. Das dies gegen die Wand lief haben viele Ingenieure und Entwickler sowie Vetriebsexperten vorausgesagt. Anstatt sich bei PSA einzukaufen (der Vertrag stand kurz vor Abschluss), hat man Mitsubishi (kooperiert heute mit PSA). Bei PSA ärgert man sich heute mit FIAT im Nutzfahrzeugsektor herum und mit losen Zusammenarbeiten mit FORD und BMW, wobei letztere wohl für beide gut ist.
Daimler hat wie schon geschrieben erhebliche Chancen das alles auszuwetzen, man sollte nur nicht in die Dramatik verfallen hier schwarz su sehen. Chrysler hat doch schlussendlich riesige Autos mit einer miesen Qaualität und einem gewöhnungsbedürftigen Design gebaut. So was passt nicht zu Mercedes heute nicht und morgen auch nicht.