"Mediator" - und mehr nicht: Bundespräsident Wulff will bei Sarrazins Rückzug aus dem Vorstand der Bundesbank nur als Vermittler gewirkt haben.
Im Streit um die Rolle von Bundespräsident Christian Wulff bei der Entlassung Thilo Sarrazins aus dem Bundesbankvorstand haben Präsidialamt und Notenbank ihr Vorgehen verteidigt. Der Chef des Bundespräsidialamts, Lothar Hagebölling, wies einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zurück, wonach er der Bundesbank die Bedingungen für einen freiwilligen Amtsverzicht Sarrazins "diktiert" haben soll. Ein solches Vorgehen wäre heikel, da die Bundesbank auf ihre politische Unabhängigkeit bedacht ist. Sein Amt habe lediglich die Rolle eines "Mediators" übernommen und beiden Seiten Gelegenheit gegeben, Lösungsansätze zu beraten, erklärte Hagebölling.
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Thilo Sarrazin - wie wurde sein Rückzug aus dem Vorstand der Bundesbank wirklich vorbereitet? (© AP)
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"Die zwischen der Bundesbank und Herrn Dr. Sarrazin erzielte Einigung spiegelt den Willen beider Verhandlungspartner wider", so der Staatssekretär. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen soll es Gespräche zwischen allen drei Beteiligten gegeben haben, also nicht nur zwischen dem Präsidialamt und Sarrazins Anwalt, sondern auch zwischen dem Amt und der Bundesbank sowie den Konfliktparteien direkt. Laut Präsidialamt wurden alle inhaltlichen Vereinbarungen, also etwa die Höhe von Sarrazins Pension und die Rücknahme der gegen ihn erhobenen Vorwürfe, zwischen den Vertragspartnern ausgehandelt.
Die Bundesbank unterstützte am Mittwoch diese Darstellung. Sie habe mit Sarrazin eine einvernehmliche Lösung gefunden, die der Vorstand einstimmig gebilligt habe. Die Bundesbank danke "dem Bundespräsidialamt für seine Vermittlung im Vorfeld dieser Regelung". Tatsächlich spricht einiges dafür, dass zunächst das Präsidialamt und die Bundesbank untereinander ausloteten, welche Angebote man Sarrazin unterbreiten könnte. Hagebölling verschwieg allerdings, dass Bundespräsident Wulff unter erheblichem Druck stand: Er hatte der Bundesbank indirekt Sarrazins Rauswurf empfohlen und damit nach Meinung von Kritikern seine Kompetenzen überschritten und die Unabhängigkeit der Notenbank angetastet. Hätte die Bank das Amtsenthebungsverfahren vorangetrieben, hätte sich Wulff zudem entscheiden müssen, ob er dem Gesuch stattgibt. Da die Rechtslage unklar war, hätte Wulff im für ihn schlimmsten Fall eine Niederlage vor Gericht kassiert.
In Finanzkreisen hieß es, Sarrazin selbst habe ein Interesse daran, die Bundesbank in dem Verfahren als Instrument der Politik darzustellen. In den Kreisen wurde auch darauf verwiesen, dass die Entscheidung, Sarrazin trotz vorzeitigen Ausscheidens eine Pension für die gesamte fünfjährige Amtszeit zuzuerkennen, für den Steuerzahler eine relativ günstige Lösung sei. Schließlich habe die Möglichkeit bestanden, dass Sarrazin sein volles Gehalt bis 2014 bekommt. Dies hätte weit mehr als eine halbe Million Euro gekostet. Sarrazin selbst erklärte in der Bild-Zeitung, er sei zurückgetreten, um Wulff nicht in eine ausweglose Situation zu treiben. "Wäre ich stur geblieben, hätte das den Bundespräsidenten - weil er sich so weit vorgewagt hatte - und das Staatsamt beschädigt", sagte der SPD-Politiker. Das aber habe er als langjähriger Staatsdiener nicht gewollt.
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(SZ vom 16.09.2010/mel)
Ägypten
Seit Bestehen des Amtes "Bundespräsident" hat niemand dieses Amt so beschädigt, wie Herr Wulff. Und er hat dafür nur knapp hundert Tage benötigt. Glückwunsch.
Ob es sein Urlaub und seine Freundschaft mit einem Ex-Drückerkolonnenche, der die Leute um ihre Ersparnisse brachte oder seine vorschnellen Äußerungen zu der Love-Parade in Duisburg oder sein Benehmen im Fall Sarrazin,
niemand hat dem Amt des BuPrä mehr geschadet, als der BuPrä. Von einem Präsidenten dritter Wahl kann man vermutlich nicht mehr erwarten.
Wir wissen zwar jetzt, dass weder die Bundesbank noch der Bundespräsident unabhängig sind (die nennen sich nur so), aber ändern wird sich dadurch nichts. In Hannover an der Leine und jetzt an der Leine von Mutti. Was soll's.
Vorausschickend muss ich sagen, dass ich vor der Wahl des Bundespräsidenten Herrn Wulff für einen geeigneten Kandidaten gehalten habe. Diese Meinung muss ich allerdings kräftig revidieren. In der Causa Sarrazin hat er sich kaum öffentlich geäussert zu mindest kam davon nichts in den Medien. Ein Bundespräsident hat ein Präsident aller zu sein und hätte gerade hier in die Diskussion eingreifen müssen. Das hat er nicht gemacht. In welcher Funktion sieht sich Herr Bundespräsident? Im braven Unterschreiben von Gesetzen? Das kann ein Affe wesentlich billiger.
Wer über Haushaltssanierung spricht muss auch mal die ûberversorgung von Poltikern zur Sprache bringen. Wieviele Bundespräsidenten im Ruhestand versorgen wir denn. Und wenn ihre Ehefrauen gestorben sind, dann heiraten sie junge Damen. Oder machen das schon vorher. Sogar Altbundeskanzler erfreuen sich so.
Ich empfehle das Zölibat für Politiker.
Der Stasi heißt hier "Ministerium für Inneres".
Und Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix!
Mutti: Hallo Chris, hier ist Mutti (Angela Merkel)
Wulff: Hallo Mutti, was liegt an?
Mutti: Du kennst doch Thilo Sarrazin? Seine thesen sind unerträglich!
Wulff: Was soll ich machen? ich kann ihn nicht rauswerfen.
Mutti: Doch, kannst Du, es darf nur nicht so aussehen, als ob.
Wulff: Laß mich nachdenken .......
Mutti: Denk schneller, es pressiert!
Wulff: Ich habs! Ich diktiere der bundesbank die Bedingungen für die Entlassung von Sarrazin!
Mutti: Gutes Hundchen. (Mutti legt auf).
................ "Neutraler" angesehen werden will? Ich glaube aber schon, dass er sehr mitgemischt hat, dass Sarrazin die Bundesbank verlässt, insbesondere musste er ja für das Merkel handeln.
Abgesehen davon ist es natürlich sehr gut, dass Sarrazin seinen Posten niedergelegt hat!
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