Bundesinstitut für Risikobewertung Espresso-Maschinen geben giftiges Blei ab

Kaffee aus Siebträgermaschinen kann stark mit Blei belastet sein.

Wer viel Geld für eine Espresso-Maschine ausgibt, erhofft sich davon großen Kaffeegenuss - und bekommt obendrein häufig eine sehr hohe Bleikonzentration im Getränk. Laut einem "Spiegel"-Bericht liegt die Konzentration des giftigen Metalls bis zu hundert mal über dem Richtwert.

Das frische Pulver ins Sieb gefüllt und optimaler Druck, der zusätzlich für den perfekten Kaffeegenuss sorgt: Mit dem Qualitätsargument rechtfertigen viele passionierte Kaffeetrinker erhebliche Kosten für Espressomaschinen. Doch der Kaffee aus der teuren Maschine kann oft eine große Menge giftigen Bleis enthalten.

Das berichtet der Spiegel in seiner Montagsausgabe. In Tests des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hätten zwei von drei Siebträgermaschinen eine hohe Bleifreisetzung gezeigt, berichtete das Nachrichtenmagazin. Die gemessenen Konzentrationen im Zubereitungswasser lagen demnach bis zu hundertfach über dem technischen Richtwert.

Die Tester des BfR erklären sich die Belastung mit der Entkalkung. Demzufolge ist das Blei in verunreinigten Bauteilen enthalten und wird durch die säurehaltigen Entkalkungsmitteln gelöst.

Parallel getestete Kaffeemaschinen mit Kapseln und Pads hätten Blei nur in Spuren abgegeben.