Die Steuerbehörden wollen weniger Belege sehen, bei Kinderbetreuungskosten sind Rechnungen nicht unbedingt erforderlich - es ändert sich 2008 für Steuerzahler einiges. Ein Überblick.
Anders als vor Jahresfrist, als die Mehrwertsteuer gleich um drei Prozentpunkte angehoben wurde, wird den Bundesbürgern zum 1. Januar 2008 ein "Steuerschock" erspart bleiben. Nennenswerte Steuersenkungen wird es allerdings auch nicht geben. Immerhin macht die Bundesregierung beim Bürokratieabbau ernst und streicht zumindest einige überflüssige Vorschriften. Die wichtigsten Steueränderungen im Überblick:
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Nennenswerte Steuersenkungen wird es 2008 nicht geben. Aber immerhin macht die Bundesregierung beim Bürokratieabbau ernst und streicht zumindest einige überflüssige Vorschriften. (© Foto: dpa)
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Steuernummer: Jeder Bürger erhält künftig eine bundeseinheitliche, lebenslang geltende Steuer-Identifikationsnummer. Diese ändert sich auch bei einem Umzug nicht. Gespeichert werden der Name, Tag und Ort der Geburt, Geschlecht, Anschrift und die zuständige Finanzbehörde des Steuerpflichtigen.
Fristen: Alle Steuerzahler, die wegen ihres geringen Verdienstes keine Steuererklärung abgeben müssen, dies aber dennoch tun wollen, können sich künftig mehr Zeit lassen. Die Zweijahresfrist entfällt. Wer in den vergangenen sieben Jahren keine Erklärung abgegeben hat, aber noch Ansprüche gegenüber dem Fiskus hat, kann das jetzt nachholen. Grundsätzlich bleibt es aber sinnvoll, die Steuererklärung möglichst rasch zu erledigen.
Kinderbetreuungskosten: Wer Ausgaben für Dienstleistungen, Kinderbetreuung oder Handwerkerleistungen hat, ist nicht mehr verpflichtet, Rechnungen und Kontoauszüge mit der Steuererklärung einzureichen. Im Zweifelsfall können die Finanzbeamten die entsprechenden Belege allerdings nachfordern.
Handwerkerleistungen: Ausgaben für Haushaltshilfen oder Handwerker können künftig bis zu bestimmten Höchstbeträgen auch dann von der Steuer abgesetzt werden, wenn die Leistung im Ausland erbracht wurde, also beispielsweise in einem selbstgenutzten Ferienhaus. Bisher galt das nur für das Inland.
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Christopher Lee zum 90.
Also ganz ehrlich gesagt, die großartigen Maßnahmen zum Bürokratieabbau habe ich in dieser Auflistung nicht gefunden. Ob es dazu wirklich kommen wird, wage ich auch zu bezweifeln. Bei der Fülle an Bürokratie, die bei uns herrscht, würde es mich aber auch wundern, wenn ein Teilabbau überhaupt auffallen würde. Wann traut sich endlich eine Regierung daran, unser Steuersystem wirklich zu vereinfachen, so dass es einmal jeder verstehen kann? Ich habe nichts gegen Steuerberater. Jeder Berufszweig sollte seine Daseinsberechtigung haben. Aber ein Steuersystem sollte schon so durchschaubar sein, dass der Steuerzahler auch ohne Hilfe seines Steuerberaters durchblicken kann.
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24/7 Kommentieren auf szenso.de
das ist ein sehr guter Artikel, der bisel Licht an die dunklen Seiten des Finanztschungels bringt...kompliment fuer den Journalisten.
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So, aber das wars mit Kommentieren. Mehr shreibe ich nicht, und dies aus Protest gegen die unsinnige Zeitbeschränkung der Kommentarfunktion von 8Uhr bis 19Uhr.
wurden die Beitragsbemessungsgrenzen nach oben angepasst, die Steuertabellen jedoch bleiben. Wodurch man im Mittel mehr Steuern bezahlt und jede Lohnanpassung dem individuellen Spitzensteuersatz unterworfen ist. Ganz toll, danke auch. Sowas nennt sich kalte Steuerprogression.
Achja, die Krankenkasse ist durch die Erhöhung der Bemessungsgrenze auch teurer geworden, zumindest sobald man beim Brutto oberhalb der Grenze liegt. Gleiches bei der Rentenversicherung, mehr Beitrag für die gleiche und zweifelhafte Gegenleistung...
haben wir jetzt durch die kalte küche die personenkennziffer. ein abermaliger verfassungsbruch. aber das bedeutet heute ja nicht mehr viel...
Regelrecht ein Bein ausgerissen hat sie sich. Ganz toll.