Bücher als Blickfang Sanfte Pflege und viel Luft

Viele Leseratten träumen vom eigenen Bibliothekszimmer mit Folianten bis unter die Decke. Doch dieser Traum scheitert in der Realität meist am fehlenden Platz.

Doch auch in kleineren Wohnungen lassen sich für die eigenen Bücherbestände Regal- oder Schranklösungen finden, die zudem noch als repräsentativer Blickfang dienen können. Bücherregale gibt es mit oder ohne Rückwand. "Mit Rückwand stehen die Bücher geschützter und können nicht hinter das Regal fallen", erläutert Sabine Nold von Ikea im hessischen Wallau den Vorteil. Eine Alternative zur offenen Präsentation im Regal seien Bücherschränke mit Glastüren.

Bücher als Blickfang

Traumhafte Platzverhältnisse für Bücher: im sanierten Rokokosaal der Anna-Amalia-Bibliothek zu Weimar

(Foto: Foto: AP)

Regalwände lassen sich sehr variabel gestalten. Sollen nur Bücher Platz finden, reichen meist 15 oder 18 Zentimeter tiefe Bretter. So gehe weniger Wohnfläche verloren. Das sei ein Vorteil gerade in kleinen Wohnungen, sagt Achim Hannott vom Verband der Deutschen Möbelindustrie in Bad Honnef in Nordrhein-Westfalen. Regalwände können auch mit Schrank- oder Schubfächern für alles, was man nicht offen zeigen möchte, ausgestattet werden. In diesem Fall müsse das Regal allerdings mehr Tiefe haben.

Für Literaturfreaks mit besonders vielen Büchern und wenig Platz bieten sich Schiebe-Regal-Systeme an. "Vor dem eigentlichen Bücherregal ist zusätzlich ein weiteres Schiebeelement angebaut, das sich beliebig beiseite ziehen lässt", erläutert Vanessa Paschen vom Hersteller Paschen in Wadersloh in Nordrhein-Westfalen, der sich auf Bibliotheken spezialisiert hat. In solchen Systemen könnten dann erheblich mehr Bücher untergebracht werden.

Bücher brauchen Luft

Für Bücherwände bis unter die Decke sind professionelle Bibliotheksleitern hilfreich. "Leitern sind für sehr hohe Räume geeignet, damit Bücher sicher oben verstaut werden können", sagt Paschen. Solche Leitern gebe es zum Anlegen oder auf Schienen zum Hin- und Herfahren.

Nicht nur für wertvolle Originalausgaben, Bildbände, Lexika oder alte Ausgaben bieten sich Bücherschränke an. Sie haben den Vorteil, dass die Bücher nicht so schnell einstauben können, sagt Nold.

"Bücher brauchen eine gute Luftzirkulation, um den natürlichen, nicht zu verhindernden Alterungsprozess durch sachgerechtes Aufbewahren wenigstens zu verlangsamen", erklärt Silvia Frank vom Deutschen Hausfrauenbund in Karlsruhe.