Ab in die Tonne: Forscher haben herausgefunden, dass ein Ein-Personen-Haushalt 1600 Kilo Müll anhäuft, während in einem Vier-Personen-Haushalt pro Kopf nur 1000 Kilo Abfall produziert werden.
Wer alleine lebt, verbraucht laut einer Studie mehr Energie, produziert mehr Abfall und konsumiert mehr als ein Mitglied in einem Haushalt mit mehreren Personen.
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Demnach fallen bei allein Lebenden in England und Wales jährlich 1600 Kilogramm Müll an, während in einem Vier-Personen-Haushalt pro Kopf nur 1000 Kilogramm Abfall produziert werden, berichten Forscher des University College London (UCL) im Fachblatt "Environment, Development and Sustainability".
An der erhöhten Müllproduktion in Single-Haushalten ist demnach vor allem der große Anteil von Verpackungen schuld. Alleinlebende verbrauchen 42 Prozent mehr Verpackungen als Familien, heißt es in dem Bericht.
Daran ist wiederum der erhöhte Konsum von Produkten in Ein-Personen-Haushalten schuld. Sie konsumieren 38 Prozent mehr Produkte als Familien, vor allem bei Waschmaschinen, Kühlschränken, TV-Geräten und Stereo-Anlagen greifen Singles öfter zu. Der Studie zufolge sind allein lebende Männer zwischen 35 und 45 Jahren die größten Konsumenten.
In ein Personen-Haushalten wird 55 Prozent mehr Strom und 61 Prozent mehr Gas verbraucht.
Der Anstieg der Single-Haushalte sowie deren wachsender Wohlstand und Konsum könnte nach dem Bericht zu einer Umweltkrise führen. "Die Zunahme von jüngeren, wohlhabenden Singles hat zunehmend gravierende Auswirkungen auf die Umwelt", erklärte Jo Williams von der UCL Bartlett School of Planning. Früher seien verwitwete Haushalte mit knappem Budget und sparsamem Lebenswandel die typischen Ein-Personen- Haushalte gewesen.
In Großbritanien ist in den vergangenen 30 Jahren die Zahl der Single-Haushalte sprunghaft auf 18 Prozent gestiegen. Die Forscher prognostizieren sogar, dass die Ein-Personen-Haushalte bis 2026 ein Drittel aller Haushalte ausmachen werden.
(dpa)