Just: Man sollte vorsichtig mit dem Inflationsargument sein. Es gibt zwar zahlreiche Studien und Untersuchungen zu dem Thema, aber keine wirklich befriedigenden Ergebnisse. Hinzu kommt, dass das regionale Risiko einer Immobilieninvestition natürlich bleibt. Man denke doch nur an die neunziger Jahre in Deutschland. Da haben einige Immobilien im Osten 40 Prozent an Wert verloren.

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Immobilien bergen immer auch spezielle Risiken. Das erleben die Eigentümer in anderen Ländern gerade. Immerhin: Wer sein Geld langfristig in Häuser und Wohnungen investiert, hat häufig eine bessere Rendite erzielt als die allgemeine Teuerung. Für kurzfristige Käufe gilt dies nicht so häufig.

SZ: Nehmen wir an, jemand möchte sein Geld langfristig in Immobilien anlegen. Worauf sollte er vor allem jetzt beim Kauf achten?

Just: Zunächst einmal sollte die Immobilie in einem Ballungsraum hinreichend zentral liegen. Es ist außerdem wichtig, dass verschiedene Wirtschaftsbranchen dort ansässig sind. Das mindert die Risiken eines Strukturwandels. Zudem sollte die Immobilie flexibel nutzbar sein, so dass sie für die demographischen Veränderungen und die energetische Erneuerung umgebaut werden kann.

Bedacht werden muss weiter, dass Regionen mit einem sehr hohen Industrieanteil von der aktuellen Rezession besonders schwer getroffen sind. Wer selbst in die Immobilie einzieht, sollte am besten zusätzlich prüfen, ob es an dem Standort noch andere mögliche Arbeitgeber gibt.

SZ: Und mit welcher Art von Immobilien kommt man denn am besten durch die Krise?

Just: Die Zahl der Haushalte wächst weiter. Das heißt, auch die Nachfrage nach Wohnungen nimmt weiter zu. Auf der anderen Seite geht das verfügbare Einkommen zurück. Zwangsläufig werden viele Interessenten daher eher nach kleineren Wohnungen Ausschau halten. Luxusimmobilien lassen sich während der Krise vermutlich nicht mehr so leicht verkaufen.

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