Das Börsendebüt des Hamburger Hafens ist geglückt: Die Erstnotiz lag mit 59,00 Euro um 11,32 Prozent über dem Ausgabepreis von 53,00 Euro.

Die Aktien der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) wurden am Freitag auf dem Frankfurter Parkett zu einem Preis von 59 Euro gehandelt. Das war ein Plus von mehr als elf Prozent im Vergleich zum Ausgabepreis von 53 Euro. Es ist der größte Börsengang dieses Jahres.

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Von den Einnahmen von rund 1,2 Milliarden Euro bekommt das Unternehmen jedoch nur einen Bruchteil, der in die Hafeninfrastruktur fließen soll. Die HHLA betreibt drei Containerterminals in Hamburg sowie je eines in Lübeck und im ukrainischen Odessa. Der Konzern ist die Nummer eins im größten deutschen Seehafen und auf Wachstumskurs.

Mit dem Börsengang hat die Hansestadt als bisherige Eigentümerin 30 Prozent des Hamburger Hafens an private Eigentümer verkauft. Gut ein Fünftel der Aktien seien dabei an Kleinanleger und Mitarbeiter gegangen, teilte die HHLA mit. Die Nachfrage war mehr als zehn Mal so hoch wie die Zahl der angebotenen Aktien.

Gute Aussichten für Logistikbranche

Der Vorstandsvorsitzende der HHLA, Klaus-Dieter Peters, ist zufrieden mit dem Börsenstart. "Wir haben die Investoren in den vergangenen Wochen von der Nachhaltigkeit unserer Strategie überzeugen können", sagte Peters. Der Ausgabepreis sei seiner Ansicht nach sehr vernünftig gewesen. Mit rund 20 Prozent sei der Anteil der Privatinvestoren ungewöhnlich hoch gewesen.

Auch von Seiten der Mitarbeiter habe es reges Interesse gegeben. "Fast alle Mitarbeiter haben HHLA-Aktien gezeichnet", sagte Peters. Börsianer teilten den Optimismus, den der deutlich höhere Aktienkurs ausstrahlt. "HHLA muss man haben", hieß es aus dem Börsensaal. Die Aussichten für die Logistikbranche in den kommenden Jahren seien sehr positiv und hiervon werde der Hamburger Hafen überproportional stark profitieren.

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(dpa/AFP/woja/mah)