Schlechte Stimmung an den Handelsplätzen: In Asien, USA und Europa fallen die Kurse - die Angst vor der Schweinegrippe drückt die Indizes ins Minus.

Die Angst vor der weltweiten Ausbreitung der Schweinegrippe hat den Dax am Dienstag zur Eröffnung ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex verlor in den ersten Handelsminuten zwei Prozent auf 4604 Punkte. Belastet wurden die europäischen Aktienmärkte Händlern zufolge zudem von einem Bericht des Wall Street Journal, wonach die US-Geldhäuser Bank of America und Citigroup noch mehr Kapital benötigen könnten.

Börse Frankfurt, ddp

Negative Kursentwicklung: Die Angst vor der Schweinegrippe drückt den Dax ins Minus. (© Foto: ddp)

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In diesem Umfeld konnten sich die zuletzt gefragten Aktien der Deutschen Bank trotz eines Milliarden-Gewinns im ersten Quartal nicht halten und gaben 3,5 Prozent nach. Commerzbank-Aktien verloren 4,5 Prozent.

Schlechte Stimmung

Sorgen um den Zustand der US-Geldhäuser Bank of America und Citigroup belasteten auch die Börsen in Asien. Der japanische Aktienmarkt baute seine Verluste aus. Zuvor hatte bereits die Sorge vor den wirtschaftlichen Auswirkungen der Schweinegrippe für schlechte Stimmung an den Handelsplätzen gesorgt.

In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,7 Prozent auf 8493 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 2,5 Prozent im Minus bei 811 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten tiefer.

Zulegen konnten an den asiatischen Börsen wegen der Folgen der Schweinegrippe die Aktien von Pharmaunternehmen und Mundschutz-Herstellern, während die Papiere von Fluggesellschaften unter Druck gerieten. Die Papiere des Pharmaherstellers Chugai Pharmaceutical stiegen um 1,9 Prozent. Dagegen verloren die Anteilsscheine von Cathay Pacific Airways in Hongkong drei Prozent. Anleger befürchten einen Rückgang der Passagierzahlen für die von der Wirtschaftskrise ohnehin schon gebeutelte Luftfahrt-Branche.

Dow Jones im Minus

In New York war der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Vorabend mit 0,6 Prozent im Minus bei 8025 Punkten aus dem Handel gegangen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor ein Prozent auf 857 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,9 Prozent nach und schloss bei 1679 Punkten.

Der Euro verlor im Devisenhandel in Fernost deutlich gegen den Yen und lag mit 124,76 Yen auf dem tiefsten Stand seit sieben Monaten. Der Dollar notierte ebenfalls tiefer bei 95,92 Yen. Ein Euro wurde nahezu unverändert bei 1,3006 Dollar bewertet.

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(sueddeutsche.de/Reuters/kaf/tob)