Jubel an den Börsen: Die Rettungsplänen für die Finanzmärkte entfachen in Frankfurt und New York ein Kursfeuerwerk. Dax und Dow Jones legen jeweils um mehr als elf Prozent zu.
Mit kräftigen Gewinnen haben die Börsen von Europa bis Asien am Montag auf die Rettungspläne für die schwergebeutelten Finanzmärkte reagiert. Händler sprachen von einem regelrechten Aufatmen unter Börsianern. Die von zahlreichen Regierungen und Notenbanken beschlossenen Hilfsmaßnahmen würden das gegenseitige Vertrauen im Bankensektor wieder herstellen.
400 Milliarden Euro lassen die Börse feiern: Das Rettungspaket für die Banken sorgt für Kurssprünge. (© Foto: AP)
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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss bei 11,2 Prozent auf 9399 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 11,7 Prozent auf 1004 Zähler zu. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 11,8 Prozent auf 1844 Punkte.
"Wir könnten jetzt erleben, dass der Markt sich langsam stabilisiert", sagte ein Analyst. "Natürlich sind da noch einige offene Fragen zu den Plänen. Gehen wir zu weit? Werden wir alle zu Sozialisten? Aber unter dem Strich haben wir nun etwas bekommen, was das Vertrauen wiederherstellt."
Erholung bei Morgan Stanley
Der Aktienkurs von Morgan Stanley schoss mehr als 50 Prozent auf etwa 14,95 Dollar in die Höhe, nachdem die japanische Großbank Mitsubishi UFJ (MUFG) Anteile im Wert neun Milliarden Dollar gekauft hatte. An den US-Börsen waren in der vergangenen Woche trotz mehrfacher Dementis wiederholt Sorgen aufgekommen, die Finanzspritze der Japaner an die US-Bank könnte platzen.
Auch die Papiere von General Motors legten nach Berichten über Fusionsgespräche mit der ehemaligen Daimler-Tochter Chrysler einen Kurssprung von mehr als 30 Prozent auf etwa 6,40 Dollar hin.
Der Dax schnellte um 11,4 Prozent auf 5062,45 Punkte in die Höhe. Prozentual war dies der größte Tagesgewinn in der 20-jährigen Geschichte des Dax. Auch in London, Paris und Zürich ging es deutlich nach oben. In Hongkong schloss der Hang-Seng-Index mit einem Plus von 10,2 Prozent.
Europaweit Kursgewinne
"Erholung nach dem Blutbad", überschrieb die Schweizer Bank Vontobel ihren morgendlichen Marktkommentar. Der Dax legte nach dem Absturz vom Freitag von fast sieben Prozent am Montag bis zum späten Mittag zeitweise um über zehn Prozent zu. Ein sattes zweistelliges Plus verbuchten unter anderem Finanztitel wie Hypo Real Estate und Commerzbank. MDax und TecDax gewannen 11,96 beziehungsweise 13,14 Prozent hinzu.
Der EuroStoxx50 sprang im Mittagshandel um 5,54 Prozent auf 2556,02 Zähler nach oben. Am Freitag war der Leitindex der Eurozone zeitweise noch auf den tiefsten Stand seit Juli 2003 abgerutscht. Der Stoxx 50 gewann 5,82 Prozent auf 2216,43 Zähler. Der französische CAC-40-Index legte um 5,87 Prozent auf 3362,94 Punkte zu. Der Londoner FTSE 100 gewann 4,42 Prozent auf 4106,00 Punkte.
Trotz milliardenschwerer Finanzspritzen des britischen Staates brachen jedoch die Aktien von HBOS und Royal Bank of Scotland (RBS) am Montag erneut ein. Die Papiere der beiden Institute verloren in der Spitze jeweils rund ein Drittel auf 83 beziehungsweise 49,6 Pence.
HBOS-Werte litten Börsianern zufolge darunter, dass Lloyds TSB das Umtauschverhältnis für die Papiere bei der geplanten Übernahme gesenkt hat. Die Stimmung bei RBS brachte ein Händler folgendermaßen auf den Punkt: "Keine Dividende in den nächsten fünf Jahren, kein Wachstum, keine tolle Investition."
Die britische Regierung hatte angekündigt, sich unter Auflagen für insgesamt 37 Milliarden Pfund an RBS, HBOS und Lloyds zu beteiligen. Zu den damit verbundenen Auflagen gehört die Fusion der beiden Letzteren. Lloyds verloren 2,5 Prozent auf 184,7 Pence.
Die asiatischen Handelsplätze lagen überwiegend im Plus. In Tokio blieb der Aktienhandel wegen eines Feiertags geschlossen. In Hongkong schloss der Hang-Seng-Index um 1515,29 Punkte höher bei 16.312,16 Punkten. In Shanghai drehte der Composite-Index nach anfänglichen Verlusten ins Plus und ging mit Gewinnen von 3,7 Prozent bei 2073,57 Punkten aus dem Handel.
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Bruce Springsteen in Frankfurt
Schickedanz, Thurn und Taxis, Springer und Konsorten zahlen viel Steuern, schaffen Arbeitsplätze mit ihren Unternehmen und damit kann man Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose ein menschenerträgliches Auskommen sichern.
Haben wir die, für Sie so verabscheunugswürdigen Leute nicht mehr im Land, dann ja, sehe ich schwarz für uns alle ........................
Wenn Sie die Reichen in unserem Land verjagen, was haben Sie dann erreicht, außer der der kurzzeitigen Befriedigung ihres "Gerechtigkeitsfrustes"???
Zitat benutzer1100: "Tut mir leid, aber Sie haben absolut keine Ahnung von der Macht unseres Finanz-Ministers und seinen Freunden bei der EZB, denn diese zwingen jede auch noch so große deutsche Bank in die Knie wenn es denn sein muß. "
Herr Steinbrück kann vielleicht Sozialhilfeempfänger oder Arbeitslose in die Knie zwingen, die eh nichts haben.
Bei Schickedanz, Thurn und Taxis, Springer und Konsorten sieht das ganz anders aus. Spuren da Finanzminister oder Bundeskanzler(in) nicht so richtig, gibt's das nächste Mal keine Wahlkampfspenden (und auch keine netten Bestechungsgefälligkeiten - aber das nur am Rande) mehr, und schon am nächsten Tag startet eine gegen den betreffenden Politiker eine Kampagne der Springer-eigenen Bildzeitung, die dem Leser in das Hirn trommeln, diesen Politiker doch ab nun bitte ganz fürchterlich zu finden und ihn bzw. seine Partei nie mehr zu wählen.
Ja, ja bei Ihnen naht jeden Tag der Untergang und die Traumvorstellung, dass "Die Linke." die Macht in Deutschland übernimmt.
Träumen Sie weiter und weiter und weiter................................
""Welchem Autobauer nutzt zum Beispiel ein Put auf einen DAX-Wert, wenn er Devisen absichern will? ""
Dem Autobauer würde fresh Money zufließen, wenn er das am DAX-Höchststand gemacht hätte, aber Spaß beiseite, bedenken Sie doch, dass wir ein Export-Land sind und unsere Unternehmen bei Auslandsaufträgen diese Termin-Geschäfte als Versicherung gegen Verluste tätigen müssen.
....und das andere ist natürlich Casino-Royal, sehr bunt, aber für Zocker und Hasadeure ein Heidenspaß... :o)))
"...denn diese zwingen jede auch noch so große deutsche Bank in die Knie wenn es denn sein muß."
Warum haben die es nicht mit der Hypo-Real-Estate getan? Warum hat man gemeint, mit Milliarden die IKB retten zu müssen? Sie könnten vielleicht in die Knie zwingen, aber sie tun es nicht, wie man sieht.
Paging