Das Jahr beginnt mit einer frohen Botschaft: Fast alle Arbeitnehmer werden von Abgabensenkungen profitieren. Konkret heißt das, Durchschnittsverdienern bleiben jährlich bis zu 160 Euro mehr in der Tasche - das ist mehr, als die Steuersenkungen 2013 abwerfen.
Die Nettojahreseinkommen der Arbeitnehmer in Deutschland werden im neuen Jahr um bis zu 160 Euro höher ausfallen als 2011. Grund sind eine Reihe kleinerer Änderungen im Steuer- und Abgabenrecht, die dem Bürger einzeln betrachtet wenig bringen, sich zusammengenommen aber durchaus im Portemonnaie bemerkbar machen werden. In vielen Fällen bringen sie sogar mehr ein als die für 2013 angekündigten Steuersenkungen, über die Union und FDP zwei ganze Jahre lang gestritten hatten.
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Was vom Lohne übrig blieb: Das neue Jahr bringt höhere Nettoeinkommen - Spitzenverdiener sind nicht im Vorteil gegenüber Beziehern mittlerer Gehälter. (© dpa)
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Dass sich zum Beginn eines neuen Jahres zahlreiche Kleinigkeiten im Abgabenrecht ändern, ist üblich. Oft halten sich Be- und Entlastungen dabei in etwa die Waage, sodass die Bürger die Neuregelungen kaum mitbekommen.
Diesmal jedoch werden die allermeisten Arbeitnehmer von den Gesetzesänderungen profitieren, wie der Ökonom Frank Hechtner von der Freien Universität Berlin (FU) für die Süddeutsche Zeitung errechnet hat. Hauptnutznießer sind demnach Beschäftigte mit einem Jahresbruttolohn zwischen 24.000 und 66.000 Euro.
Wichtigste Änderungen in der Rentenversicherung
Die wichtigsten Änderungen des Jahres 2012 ergeben sich in der gesetzlichen Rentenversicherung. Hier sinkt der Beitragssatz, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen in die Rentenkasse einzahlen, von insgesamt 19,9 auf 19,6 Prozent des Bruttogehalts. Allein das bringt einem Durchschnittsverdiener netto etwa 60 Euro mehr im Jahr. Gleichzeitig können die Beschäftigten einen größeren Teil ihrer Aufwendungen für die Altersvorsorge von der Steuer absetzen.
Außerdem wird in diesem Januar zum ersten Mal die Erhöhung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags von 920 auf 1000 Euro regulär in der Gehaltsabrechnung berücksichtigt. Darauf hatten sich die Koalitionsparteien vergangenes Jahr im Steuervereinfachungsgesetz verständigt.
Normalverdiener profitieren genauso wie Spitzenverdiener
Anders als bei Steuersenkungen üblich, profitieren Besser- und Spitzenverdiener von den Änderungen zum Jahreswechsel 2011/2012 nicht mehr als die Bezieher kleiner und mittlerer Gehälter. Im Gegenteil: Für Wohlhabende beträgt der Vorteil nur maximal 65 Euro. Der Grund ist, dass zum 1. Januar die sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung gestiegen sind, und zwar um 1350 auf 45.900 Euro in der Kranken- und Pflegeversicherung sowie um 1200 auf 67.200 Euro in der Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Wer oberhalb dieser neuen Grenzen verdient, muss also ab sofort für über 1000 Euro, die bisher beitragsfrei waren, Sozialabgaben zahlen. Dadurch wird der Vorteil durch die Beitragssatzsenkung ins Gegenteil verkehrt. Die höhere Bemessungsgrenze in der Renten- und Arbeitslosenversicherung gilt allerdings nur für die alten Bundesländer. In Ostdeutschland bleibt das bisherige, ohnehin schon niedrigere Limit von 57 600 Euro unangetastet.
Für viele Bezieher mittlerer Einkommen werden die Änderungen zum Jahresbeginn sogar mehr einbringen als die für 2013 angekündigten Steuersenkungen. Diese werden die Bürger nach Hechtners Berechnungen im Durchschnitt um lediglich 76 Euro entlasten. Erst mit Inkrafttreten der zweiten Steuerreformstufe Anfang 2014 werden sich die Entlastungsbeträge merklich erhöhen.
Für einzelne Bevölkerungsgruppen sind aber auch 2012 schon Erleichterungen möglich, die deutlich über 160 Euro hinausgehen und die in den Berechnungen des FU-Ökonomen noch nicht berücksichtigt sind: Wer etwa Kinder betreuen lässt, kann die Kosten dafür künftig von der Steuer absetzen, ohne dem Finanzamt erläutern zu müssen, ob die Betreuung - beispielsweise wegen Krankheit oder Berufstätigkeit - notwendig war.
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(SZ vom 02.01.2012/str)
Analyse des DFB-Kaders
Sagen Sie, sind Sie vorsätzlich so begriffsstutzig oder können Sie nicht anders?
Nochmal zum mitschreiben: Selbst wenn die Bemessungsgrenze bei 1 Mrd Euro im Jahr wäre, so würde IHR persönlicher Rentenanspruch und der Ihrer Oma dadurch nicht höher. Die Rente kennt im Gegensatz zur Krankenversicherung keine Solidarkomponente. Viel einzahlen = viel Rente, wenig einzahlen = wenig Rente.
Auch wenn alle Beamte und Selbstständige spontan einzahlen müssten, der Anspruch eines Rentners und dessen Rente ändert sich dadurch nicht. Sie würden bestenfalls 'heute' den Beitragssatz senken, aber dafür 'morgen' Ausgaben durch erworbene Ansprüche generieren.
Was die PKV angeht: Ich könnte jederzeit in die private Krankenkasse, mein Versicherungsfuzzi würde feiern.
Wenn Sie sich jedoch
* die Kostensteigerungen der letzten 10 Jahre ansehen,
* die potenziellen Kosten einer Familie bei maximal 250€ Arbeitgeberzuschuss berücksichtigen (wir sind schließlich nicht alle Beamte mit Familienzulage und in der Höhe unbegrenzter Beihilfe)
* die je nach Tarifentwicklung ggf. fälligen Altersbeiträge bei zugleich besch***** niedriger Rente
... so ist die PKV eine Kostenfalle für gesetzlich Versicherte im Alter. Sie sind in einem Tarif nahezu gefangen und Ihrer Versicherung ausgeliefert. Dass diese Art der Versicherung reichlich unsozial ist kommt oben drauf, ist jedoch nicht ausschlaggebend.
Wieviel ich hier schreibe dürfen Sie ruhig mir überlassen. Bin seit rund 6 Jahren dabei und habe nicht wie manche Vielschreiberlinge mit einem Zweit- und Drittaccount gearbeitet. Den meisten Blödsinn liest man mit den selben Fehlern und Behauptungen unter verschiedenen Nicks öfter. Offenbar ein Guttenberg-Effekt.
Ihre Beiträge entbehren nicht einer gewissen Komik:
"Zudem scheint es Ihnen nicht beizubringen sein, dass eine Bemessungsgrenze bei der Rentenversicherung in Summe nichts bringt. Heute höhere Zahlungen gleich morgen höhere Ansprüche."
Das ist komplett widersprüchlich. Es gibt heute schon eine Bemessungsgrenze. Unsolidarisch ist es natürlich auch, weil viele Gut- und Sehrgut-Verdiener überhaupt nicht in die Rente einzahlen.
Auch bei Krankenversicherungen ist es so, dass höhere Einzahlungen nicht höhere Leistungen bedingen. Wie eine Gesellschaft ihre Rente regelt, ist nicht an Naturgesetze gebunden. Wenn sich die Reichen und Superreichen nicht aus der Steuer auch am besten herausziehen könnten, wäre gegen eine Rente mit größerem Steueranteil nichts einzuwenden.
Bei der Krankenversicherung erklären Sie uns nun endlich Ihren Ärger: Sie gehören zu den "Unglücklichen", die viel verdienen und deshalb überdurchschnittlich zahlen müssen, weil sich die Nochbesserverdiener, zu denen Sie scheint's nicht gehören, ganz aus der gesetzliche Krankenversicherung verabschiedet haben. Da ist aber schade.
Weil Sei sich an die Reichen nicht rantrauen, hacken Sie auf denen rum, die durchschnittlich und unterdurchschnittlich verdienen. Sie haben unsere Solidarsysteme in der Tat so gut verstanden, dass Sie geradezu auserwählt sind, sie anderen zu erklären.
Merken Sie denn nicht, dass Sie zu den Leistungsträger der Gesellschaft gehören, denen man ständig einredet, dass die Abgaben für "die Leistungsträger" reduziert werden müssen, Sie aber zu denen gehören, die immer größere Teile übernehmen und immer weniger Leistungen erhalten?
Und dann werden Sie zornig auf diejenigen, die's schlechter getroffen haben als Sie, die weniger verdienen und natürlich auch weniger einzahlen. Vielleicht ist Ihnen wirklich nicht zu helfen, aber bitte, geben Sie dafür nicht denen die Schuld, die überhaupt einzahlen bzw. gar nicht die politisch Macht und Raffinesse haben, sich davor zu drücken.
PS: Wenn ich mir die Zahl der Beiträge angucke, scheinen Sie der mit der meisten freien Zeit zu sein. Gell.
Sie haben offenbar nicht viel zu tun und verstehen nicht wirklich, wie sowohl unser System als auch Systeme in anderen EU Staaten funktionieren.
Zudem scheint es Ihnen nicht beizubringen sein, dass eine Bemessungsgrenze bei der Rentenversicherung in Summe nichts bringt. Heute höhere Zahlungen gleich morgen höhere Ansprüche. Und zwar von Ihnen heute bezahlt und künftig für Sie. Sprich: Null Solidaranteil bei der Rente. Wenn man von etwa 1/3 Steuerzuschuss absieht.
Bei der Krankenversicherung werd ich ihnen nicht nochmal alles durchkauen, mehr als doppelt bis dreimal so viel zahlen wie statistisch kosten reicht mir persönlich, noch mehr empfinde ich als bodenlose Frechheit.
In unserem GesundheitsUNwesen möchten Sie sich bitte die Modelle Irlands (steuerfinanzierte Grundversorgung, Haus/Fachärzte Semi-Privat), Englands (nahezu komplett steuerfinanziert) und Schweiz (Kopfpauschale) sowie der Niederlande (Kopfpauschale plus Sozialversicherung 7% bis 3k€) ansehen. Sie können gerne ausrechnen, was ein Arbeitsloser/Geringverdiener, Normalverdiener und ein Gutverdiener in diesen Längern effektiv für die "Gesundheit" abdrücken muss.
Die Kernprobleme unseres GesundheitsUNwesens mit einem undurchsichtigen und für den Patienten nicht sichtbaren Abrechnungsmodell, dreifach-Verwaltung (Arzt, kassenärztliche Vereinigung, Krankenkasse) werden in Folge erst gar nicht angegangen. Wäre ja noch schöner, wenn an die Kasse gestellte Forderungen (Rechnungen) durch Patienten sogar nachprüfbar wären.
Ihre Beziehungen zu unseren Solidarsystemen scheinen dann doch etwas ambivalent zu sein.
Dass Sie die fehlenden Grenzbeitragssätze und eine grundsätzliche Solidaritätspflicht in anderen Ländern dann doch ganz angemessen finden, hindert Sie deshalb auch nicht, gegen jene anzuschimpfen, die sie auf Ihre Argumentationsfehler aufmerksam gemacht haben.
Ich sehe, dass das Samenkorn bei Ihnen bereits keimt und vertraue auf die Zeit. Wenn Sie der Furor erschöpft hat, werden Sie vermutlich auch wieder zu rationalen Schlüssen in der Lage sein.
Dass speziell ich die Ärzte zu Millionären mache, nehme ich demutsvoll auf meine Kappe, und kann nur beschämt anmerken, dass auch die Pharma-Industrie mehr als gut von mir lebt. Wenn Sie mir Ihre Kontonummer mitteilen, werde ich auch gerne Sie in Geld schwimmend machen.
Zu ihren Kommentar von 12:37 Uhr
Dass die Schweizer ein solidarischeres Rentensystem pflegen, haben Sie in Ihrem Folgekommentar selbst klargestellt. Bei uns wird die Solidarität stattdessen von der Rente aufs Steuersystem umgelagert. Dass wir auch Rentner nicht verhungern lassen, ist bis dato noch gesellschaftlicher Konsens.
Holland hat nach meinem Kenntnisstand 100€ je Erwachsenem zuzüglich(!) 7% vom Gehalt bis 30k€ p.a.
Wir haben etwa 40 Millionen im arbeitsfähigen Alter, 20 Mio Kinder, 20 Millionen Rentner. Macht etwa 60 Millionen Beitragszahler zu je 100 Tacken monatlich - das wären 72 Mrd. Rund die Hälfte der Gesamtausgaben der GKV.
Laut Wikipedia lagen die durchschnittlichen Kosten je privat Versichertem etwa bei 3750€ je Nase und Jahr. Rund 8 Millionen Versicherte und 30 Mrd Beitragssumme. Quelle: Wikipedia mit "private Krankenvollversicherung". Gesetzlich ist es mit dem Kassenanteil weniger wie halb so teuer.
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