Die beiden letzten großen US-Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley hatten Anfang der Woche ihr Geschäftsmodell über Bord geworfen und ihre Verwandlung in gewöhnliche Geschäftsbanken bekanntgegeben.

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Die Börse in Tokio verbuchte am Mittwoch wegen anhaltender Sorgen um das US-Rettungspaket Verluste. Exportwerte wurden zudem von einem stärkeren Yen belastet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am späten Vormittag in Tokio 1,2 Prozent tiefer bei 11.950 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel um 1,3 Prozent auf 1153 Punkte.

Deutsche Händler schauen auf die USA

Ein Bericht über ein geplantes Investment der Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) bei der US-Bank Goldman Sachs verringerte die anfänglichen Verluste der Indizes und trieb SMFG-Papiere mehr als zwei Prozent in die Höhe. SMFG erklärte jedoch, derzeit keine Investitionen bei Goldman zu planen.

Die Aktien von Mitsubishi UFJ Financial stiegen um mehr als drei Prozent, nachdem die größte japanische Bank angekündigt hatte, sich an dem US-Institut Morgan Stanley beteiligen zu wollen. Nomura-Titel legten mehr als vier Prozent zu. Sie profitierten von den Expansionsplänen des größten Brokerhauses Japans: Das Institut will das Europa- und Asiengeschäft der zusammengebrochenen US-Investmentbank Lehman Brothers kaufen.

Zwar laste weiterhin die Unsicherheit wegen des US-Rettungspakets auf dem Markt, sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities. Gestützt werde der Markt jedoch von Nomuras Kauf der Lehman-Sparten sowie von Warren Buffetts Berkshire Hathaways' Entscheidung, in Goldman Sachs zu investieren.

In Frankfurt am Main konzentrieren sich die Händler schon wieder auf die US-Börsen. "Hier wartet alles auf die US-Eröffnung", sagte ein Händler. An den Märkten stehe das Tauziehen um das staatliche US-Rettungspaket für die Banken im Fokus. Der Dax notierte nach der Veröffentlichung des Index um 6070 Punkte und lag damit - wie schon kurz zuvor - leicht über dem Vortagesschluss. Auch der Euro und der Bund-Future reagierten kaum auf die Daten. Die Gemeinschaftswährung pendelte um 1,4675 Dollar, der Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe stieg um 41 Ticks auf 113,72 Punkte. Am Vorabend war der Dax mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 6068 Punkte aus dem Handel gegangen.

Die US-Börsen hatten zwar nach Handelsschluss in Europa ihre Kursverluste noch ausgeweitet, so dass der Dow-Jones-Index mit einem Minus von 1,5 Prozent aus dem Handel ging. Doch die Goldman-Sachs-Aktien legten nachbörslich mehr als acht Prozent zu und zogen so auch die Aktienfutures in New York in die Höhe.

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(sueddeutsche.de/AP/Reuters/dpa/jkr/mel)