Kurz vor dem langen Pfingstwochenende klettern die Benzinpreise in Deutschland auf ein neues Jahreshoch. Energie-Experten und der ADAC befürchten, dass sie weiter steigen. Denn der Ölpreis geht weiter nach oben.
"Wir beobachten immer wieder, dass vor langen Wochenenden und dem Beginn der Reisezeit die Preise noch einmal anziehen", sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel am Montag in München. Die Preise für Benzin seien derzeit "sowieso schon auf einem sehr hohen Niveau. Auch wenn der Ölpreis wieder gestiegen ist, wäre noch Luft nach unten."
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Hölzel riet den Autofahrern, sich bewusst günstigere Tankstellen wie freie Anbieter oder Tankstellen großer Supermärkte zu suchen.
Am vergangenen Wochenende waren die Preise durchschnittlich auf 1,42 Euro für einen Liter Super gestiegen. Zu Wochenbeginn gab der Preis wieder leicht nach und liegt aktuell bei 1,41 Euro pro Liter. Das ist ein neuer Jahreshöchststand, der nur noch wenige Cent unter dem Allzeithoch von September 2005 liegt. Mitunter werden für einen Liter Super-Plus bis zu 1,50 Euro und für einen Liter Super 1,44 Euro verlangt.
Experten stimmen dem ADAC zu: Der Preisanstieg ist wohl noch nicht vorbei. "1,60 Euro für Superbenzin ist realistisch", sagte Michael Bräuninger vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut laut Bild-Zeitung. Der steigende Energiebedarf der boomenden Wirtschaft schlage durch, sagte er.
Verantwortlich für die hohen Benzinpreise ist der steigende Ölpreis: Im Computerhandel an der New Yorker Rohstoffbörse wurden am Dienstag mit 66,27 Dollar pro Barrel wieder drei US-Cent mehr gezahlt. Am Vortag hatte der Preis bereits um 1,33 Dollar zugelegt.
Damit setzte sich der Preisanstieg der vergangenen Woche fort. Als Ursachen machten Marktkenner Versorgungsprobleme in den USA beim Benzin aus, und auch die kritische Lage im Förderland Nigeria. In dem westafrikanischen Land wurde eine Förderanlage des französischen Total-Konzerns zerstört.
Als Grund für das hohe Preisniveau hatte die Industrie zuvor auf hohe Wiederbeschaffungspreise am Rotterdamer Ölmarkt verwiesen. Als tiefere Ursache der hohen Preise gilt aber die ungestüme US-Nachfrage nach Benzin, die von den dortigen Raffinerien nicht mehr gestillt werden kann. Der Dieselpreis lag am Montag bei 1,16 Euro pro Liter.
(sueddeutsche.de/dpa/AP)
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Der ADAC fürchtet doch schon seit Jahren (sehr medienwirksam) immer wieder vor allem vor Ferienzeiten dass die Benzinpreise so hoch sind.
Der Vorschlag bewusst günstigere Tankstellen wie freie Anbieter oder Tankstellen großer Supermärkte zu suchen ist schon zynisch, wenn man beachtet, dass man bei einer Markentankstelle Rabatt bekommt wenn man dort tankt und seine ADAC-Mitgliedskarte vorzeigt...
Es kommt ja auch besser an zu jammern als alternative Kraftstoffe wie Autogas zu fördern oder zumindest öfter in den Medien zu erwähnen.
Die Alternative zum hohen Benzinpreis ist längst am deutschen Markt etabliert:
Es fahen ca 150 000 Autos mit Autogas.
Große Hersteller wie Opel bieten mittlerweile Modelle mit Autogasanlagen an.
(Subaru, Chevrolet, Lada machen das schon seit Jahren- Caddilac, Kia, Fiat, Ford (Transit) und der VW Sharan haben nachgezogen).
über 1250 Umrüster bieten Ihre Dienste an und rüsten Otto-Motoren mit einer Gasanlage um.
Jeden Tag machen ca 3 neue Autogastankstellen auf (ohne Medienecho).
Man kann in Deutschland an ca 2500 Autogastankstellen ab 0,459 Euro/Liter tanken!
Im Schnitt kostet Autogas 0,639 Euro und das seit Monaten.
Die Preise bleiben konstant bzw. sind leicht rückläufig, egal wie hoch die Benzinpreise klettern!
Jammern kann teuer werden.
Handeln kann die Umwelt schonen.
Alternativen schaffen auch Arbeitsplätze!
... die von immer mehr Herstellern angeboten werden... :-(
3 bis 5 Liter Hubraum sind keine Seltenheit. Dann die Fahrzeuggewichte - bis zu 2 Tonnen werden als "PKW" durch unseren Großstadt-Dschungel bewegt. Von Fahrzeugen, die ursprgl. für militärische Einsatzzwecke gedacht waren, mittlerweile aber im zivilen Straßenverkehr ihre Kreise ziehen (Hummer...), ganz zu schweigen.
PS- und Hubraum-Protzerei ist ja auch das Verkaufsargument der Hersteller. Von 3- bzw. 5-Liter-Autos hält man in den Entwicklungsabteilungen eher nichts... :-(
Aber meine Vorredner haben schon recht, wenn sie den Spritpreis als immer noch nicht zu teuer bezeichnen.
Wann fangen wir denn an, dass wir konsequent auf Autofahrten verzichten und auf ÖPNV oder Fahrrad umsteigen? Wir haben's doch selbst in der Hand.
Und wenn irgendwann nur noch die Reichen und Superreichen sich Autofahren leisten können, dann fallen die Gewinne der Mineralölkonzerne schneller in den Keller, als wir "Aral" oder "BP" sagen können...
... scheint das Benzin zu sein, wenn ich auf die Straße schaue: Ein Spritschlucker nach dem anderen. Die Straßen dicht, das Gros mit nur einer Person belegt.
Und in der Tat - "Drei Mark Zehn!", welch ein hitorischer Augenblick! 3,10 DM = 1,59 Euro ...
Wie sang Markus schon mal:
Und kost´ Benzin auch "Dreimark Zehn" Sche.ß egal, es wird schon gehn! Ich will Spaß!!!