Der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed zeigt, dass das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten weiter rückläufig ist. Zudem geben die Verbraucher weniger aus.

In den USA hat sich die Wirtschaft nach Einschätzung der amerikanischen Notenbank in weiten Teilen des Landes weiter abgeschwächt.

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Neun von zwölf Distrikten hätten über eine abschwächende oder schwache wirtschaftliche Aktivität berichtet, hieß es in dem von der US-Notenbank (Fed) in Washington veröffentlichten Konjunkturbericht ("Beige Book"). Zudem hätten sich auch die Konsumausgaben in den meisten Regionen der USA abgeschwächt.

An den Finanzmärkten gab es mit der Veröffentlichung des Konjunkturberichts allerdings keine nennenswerten Kursbewegungen.

Die US-Wirtschaft leidet laut dem Bericht im Frühjahr weiter unter den Folgen des "Debakels" auf dem Immobilienmarkt und der Krise an den Finanzmärkten.

Keine Besserung im Bausektor in Sicht

Das Verarbeitende Gewerbe sei wie auch andere Bereiche der US-Wirtschaft durch die steigenden Energiepreise und die hohen Rohstoffkosten unter Druck geraten. Die Möglichkeiten, höhere Kosten an die Verbraucher weiter zu geben, seien nicht immer gegeben, hieß es weiter.

"Die wirtschaftlichen Rahmenbedingen haben sich weiter verschlechtert", stellten die Währungshüter fest. So dürfte sich auf dem Bausektor keine Verbesserung der Lage einstellen.

Die Mehrheit der Distrikte der US-Notenbank rechnen daher weiter mit einem Rückgang beim Bau neuer Häuser. Auch der Absatz von Neuwagen dürfte in den meisten Distrikten schwächer ausfallen.

Viele Volkswirte rechnen mittlerweile mit einem Abrutschen der US-Wirtschaft in die Rezession. Demnach sei es in den ersten drei Monaten zu einer "Kontraktion der wirtschaftlichen Aktivitäten" gekommen, sagte ein Experte.

In den kommenden Monaten dürften die Rückgänge aber wieder abebben. Der Bericht habe aber einmal mehr die Herausforderungen herausgestellt, denen sich Notenbank-Chef Ben Bernake bei der Bekämpfung einer tiefen Rezession gegenüber sieht, hieß es weiter.

Unterdessen wurde bekannt, dass die US-Inflation weiterhin auf hohem Niveau verharrt. Im März kletterten die Verbraucherpreise in der weltweit größten Volkswirtschaft binnen Monatsfrist um 0,3 Prozent, nachdem sie im Vormonat stabil geblieben waren. Die jährliche Inflationsrate blieb unverändert bei 4,0 Prozent.

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(sueddeutsche.de/dpa-AFX/hgn/mel)