Von Klaus Ott

Die Krise hinterlässt Spuren: Der Wert der BayernLB ist in den vergangenen Monaten offenbar massiv gesunken - darunter leiden auch die bayerischen Sparkassen.

Der Unternehmenswert der finanziell stark angeschlagenen Bayerische Landesbank (BayernLB) ist in den vergangenen Monaten drastisch gesunken. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat der Freistaat Bayern gegenüber der Europäischen Union (EU) in Brüssel den Unternehmenswert der Landesbank mit einstweilen nur noch 935 Millionen Euro beziffert.

Folge der Finanzkrise: Die BayernLB hat massiv an Wert verloren. (© Foto: ddp)

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Zu dieser vorläufigen Einschätzung war die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in einer Untersuchung gekommen. Eine endgültige Zahl soll erst im Frühjahr 2009 vorliegen. Bis dahin sollen noch weitere Wirtschaftsprüfungsgesellschaften die Landesbank unter die Lupe nehmen.

Der Freistaat lässt sich die Rettung der Landesbank zehn Milliarden Euro kosten. Diese Kapitalzufuhr muss von der EU-Kommission genehmigt werden. Der Freistaat muss der EU deshalb diverse Angaben zur BayernLB machen, unter anderem über den Unternehmenswert. Das bayerische Finanzministerium wollte sich am Mittwoch dazu auf Anfrage nicht äußern.

Aus Sparkassenkreisen hieß es nach einer Versammlung des Sparkassenverbandes, man müsse Einlagen in Höhe von etwa 400 Millionen Euro bei der Landesbank abschreiben. Die meisten Sparkassen in Bayern könnten das voraussichtlich gut verkraften. Die Sparkassen betreiben mit dem Freistaat die Landesbank.

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(SZ vom 18.12.2008/tob)