Katastrophenwoche für Bayerns Ministerpräsidenten Günther Beckstein und seinen Finanzminister Erwin Huber: Nach dem kläglichen Scheitern des Prestigeobjekts Transrapid könnten nun auch noch die Belastungen bei der BayernLB deutlich größer ausfallen als bislang gedacht. Beckstein spricht von vier Milliarden Euro, die möglicherweise abgeschrieben werden müssen.
Was für eine Woche für die CSU: Am Donnerstag wird der Transrapid zu Grabe getragen, nur einen Tag später die nächste Hiobsbotschaft. Die Milliardenabschreibungen bei der angeschlagenen BayernLB könnten fast doppelt so hoch ausfallen als bislang bekannt. Denn: Beckstein hält eine Belastung infolge der internationalen Finanzkrise von rund vier Milliarden Euro für möglich.
Es läuft nicht rund: Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (rechts) und sein Finanzminister Erwin Huber. (© Foto: dpa)
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Die BayernLB selbst hat bisher lediglich Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro mitgeteilt. Beckstein sagte dem Nordbayerischen Kurier, er sei sich sicher, dass die Belastungen deutlich darüber hinausgehen werden.
Mit der Andeutung, dass bei der Bayern LB weitaus mehr Geld abgeschrieben werden muss, erlebt Beckstein den zweiten schwarzen Tag in Folge. Erst war bekannt geworden, dass das für den Freistaat so wichtige Projekt Transrapid eingestellt wird. "Ein schlechter Tag für den Technologiestandort Deutschland. Bayern hat immer gesagt, wir wollen dieses Projekt, aber nicht zu jedem Preis", hatte Beckstein nach dem Scheitern des Milliardenprojekts gesagt.
Grund für das Scheitern des vom früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber forcierten Projekts war eine immense Kostenexplosion. Statt der zunächst 1,85 Milliarden Euro sollte der Transrapid von der Münchner Innenstadt zum Flughafen plötzlich 3,4 Milliarden Euro kosten. Das beteiligte Industriekonsortium streitet nun darüber, wer die Schuld an den nahezu doppelt so hohen Kosten trägt.
Das komplette Subprime-Angebot - einfach wertlos
Die angeschlagene BayernLB müsste praktisch ihr komplettes Subprime-Portfolio für wertlos erklären. Bisher hatte die halbstaatliche Bank Belastungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt.
Informierten Kreisen zufolge sondieren die Eigentümer, der Freistaat Bayern und die bayerischen Sparkassen, bereits Garantien für die BayernLB.
Ein Sprecher der BayernLB wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies auf die Bilanzpressekonferenz der Bank am 3. April.
Weitere Details in der kommenden Woche
Am selben Tag will der Landtag auf Antrag von SPD und Grünen einen Untersuchungsausschuss zur BayernLB einsetzen. Der Bank-Sprecher sagte, das Kreditinstitut werde auf der Bilanzpressekonferenz zu weiteren möglichen Belastungen ausführlich Stellung nehmen.
Bisher ist bekannt, dass Zahlungsausfälle und Wertberichtigungen bei zweitklassigen Immobilienkrediten in den USA das Ergebnis der BayernLB im Jahr 2007 um 600 Millionen Euro gedrückt haben. Dazu kommen noch "rechnerische Buchwertminderungen" von 1,3 Milliarden Euro. Nach Angaben vom Februar machte die Bank einen Betriebsgewinn von einer Milliarde Euro.
(sueddeutsche.de/dpa/ddb-bay/AP/mel/lala)
Debatte über Urheberrecht
herrscht immer noch brutalstmögliche Aufklärung. Vielleicht wird der dortige Herrscher bald zur Aufklärung in Bayern frei ?
Glauben Sie im Ernst, ich könnte meinen Verlust auf mein Air Berlin Aktiendepot auf, sagen wir, Sie abwälzen, wenn ich Ihnen die Titel zu 8 Euro abgebe, habe sie aber früher einmal zu 14 Euro erworben ?
Steigt die FAZ mit in den Kampf gegen Korruptionscliquen ein? Wer weiß dazu was?
BayLaBa und die Korruption
Einer schrieb: wir könnten viel schöner leben in D und B, wenn . . . die Korruption nicht wär.
Die Korruption verhindert technologischen Fortschritt, sie verhindert niedrige Steuerlasten, sie verhindert Wohlstand, Lebensfreude.
Sie macht ein Volk traurig, staut seine Energie, seine Kreativität und die Demokratie.
Früher gab es Faschisten, heute heissen sie Korruptionscliquen.
Wer nur die Kröten zählt, der wird ihr nicht Herr.
für die BayernLB: Sie gründet eine Betreibergesellschaft zur weltweiten Vermarktung des Transrapid und sichert das Gründungskapital und die Deckung der laufenden Ausgaben aus den bewussten "Wertpapieren". Münchausen hätte sich nicht besser aus dem Sumpf herausgezogen.
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