Das Debakel um die BayernLB hinterlässt Spuren bei den Sparkassen. 520 Millionen Euro mussten die Geldhäuser im vergangenen Jahr abschreiben.
Die Schieflage der BayernLB kommt die bayerischen Sparkassen teuer zu stehen. In Zusammenhang mit der bayerischen Landesbank hätten im vergangenen Jahr 520 Millionen Euro abgeschrieben werden müssen, sagte Sparkassenpräsident Siegfried Naser. Momentan gehe er zwar nicht von einem weiterem Abschreibungsbedarf aus, zunächst müsse jedoch die weitere Entwicklung abgewartet werden.
Die bayerischen Sparkassen haben wegen dem Debakel um die BayernLB einen erhöhten Abschreibebedarf. (© Foto: ddp)
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Der Gewinn der Sparkassen sank 2008 von 272 auf 175 Millionen Euro. Grund hierfür war unter anderem auch eine höhere Risikovorsorge gegen mögliche Ausfälle bei Wertpapieren. Eine konkrete Prognose für 2009 machte Naser nicht, er erwarte aber eine stabile und zufriedenstellende Geschäftsentwicklung, sagte er.
Gestiegene Bilanzssumme
An der Zusammenarbeit mit der BayernLB ändere sich durch den mehrheitlichen Einstieg des Staates nichts, sagte Naser. Die BayernLB war durch Fehlspekulationen am US-Hypothekenmarkt in den Strudel der Finanzkrise geraten und musste alleine vom Freistaat Bayern mit rund zehn Milliarden Euro gestützt werden. Der Anteil der Sparkassen sank dadurch von 50 auf rund sechs Prozent. 2008 fuhr die Bank einen Verlust von 5,1 Milliarden Euro ein.
Alles in allem verlief das Geschäftsjahr aber noch solide. Die Bilanzsumme der 75 bayerischen Sparkassen kletterte um 4,2 Prozent auf 166,7 Milliarden Euro. Das Volumen der Kundeneinlagen lag mit 128,3 Milliarden Euro knapp vier Prozent über dem Vorjahreswert. Die Kernkapitalquote lag bei 10,5 Prozent.
Das Kreditvolumen der Sparkassen kletterte um 1,5 Prozent auf knapp 96 Milliarden Euro. Vor allem Unternehmer nahmen die Sparkassen wegen der schwierigeren Lage am Geldmarkt gerne in Anspruch. "Dieses Wachstum wird nahezu ausschließlich durch Unternehmenskredite getragen. Kredite an Privatpersonen dagegen stagnieren", sagte Naser. Unternehmen und Selbstständigen wurden Neukredite in Höhe von gut 9,6 Milliarden Euro zugesagt. Dies waren fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr.
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(sueddeutsche.de/dpa/kaf/tob)
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Ist schon klar, daß sich "an der Zusammenarbeit mit der BayernLB nichts ändert", denn da hat man sich vorher auch nicht darum gekümmert. Veilmehr hat man sich aus der Verantwortung geschlichen wie ein Bündel Falschgeld und husch husch Anteile an den Steuerzahler überragen.
Welche Leute wurden eigentlich als Schuldige für die 520 Mio-Verluste ausgemacht? Ach so die gibt es nicht, bzw. darf aus Datenschutzgründen nicht nennen. Tatsache ist es, daß auch der Sparkassenverband keine leblose Hülle ist, sondern daß es Vorstandsmitglieder und Resortleiter gibt/gab.
Wie teilen sich eigentlich die Verluste auf die einzelnen Sparkassen auf? Ach so, das darf man auch nicht sagen, denn sonst könnten die Leute ja Fragen stellen: Warum werden die Guthabenzinsen gesenkt, die Schuldzinsen sowie die Kreditkartengebühren erhöht? Warum schmeißt man nicht die Vorstände raus, bzw. läßt sie an den Verlusten teilhaben, denn sie haben ja scheinbar die Kontrolle über die Arbeit des Verbandes nicht kontrolliert.
Die können ja wieder die Kontoführungsgebühren erhöhen, den Sparzins senken und Kreditzins erhöhen, obwohl der EZB-Leitzins sinkt.
jetzt jammern die Sparkassen rum.
Dabei waren es doch die Sparkassen und die Bay. Staatsregierung, die im Aufsichtsrat sitzt und somit die Geschäftsstrategie nach dem Wegfall der Gewährträgerhaftung kannten und befürworteten.
Also bitte nicht nur auf die BayernLB schimpfen sondern auch man eigene Fehler (vernachlässigte Aufsicht) eingestehen...
Im Übrigen haben die Sparkassen und die Staatsregierung Jahrzehnte lang die Gewinnausschüttungen der BayernLB gerne eingesteckt ohne zu erwähnen:
dieser Ertrag war nur durch die BayernLB möglich...
Sehr bedauerlich, dass die Süddeutsche so etwas nicht auch einmal erwähnt...