Die privaten Bausparkassen sind mit den Plänen der Großen Koalition zur Ausweitung der Riester-Förderung auf den Wohnungsbau hart ins Gericht gegangen.

Die vorgesehene nachgelagerte Besteuerung sei "zu bürokratisch", sagte der Präsident des Bausparkassen-Verbandes, Andreas Zehnder, der Financial Times Deutschland vom Dienstag. Er warnte vor allem vor einer Änderung an der Wohnungsbauprämie. "Das Modell ist zu schwierig und zu kompliziert", sagte Zehnder. Das lasse sich keinem Bürger vermitteln.

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Die große Koalition plant die Ausweitung der Riester-Förderung zur privaten Altersvorsorge: Der staatliche Zuschuss soll künftig auch für den Kauf einer Wohnung gezahlt werden. Umstritten ist aber noch, wie die Bezuschussten dann während der Rente besteuert werden sollen. Bislang gibt es die Riester-Förderung nur für eine Rentenversicherung.

Kompromiss in Gefahr?

Falls die nun bekannt gewordenen Eckpunkte den Kompromiss ausmachten, frage er sich, so Zehnder, weshalb Union und SPD eineinhalb Jahre verhandelt hätten, sagte Zehnder.

Sein Verband sei bislang nicht offiziell informiert worden. Er wisse noch nicht, ob die Union die Pläne tatsächlich mittrage. Der SPD warf er vor, am vollständigen Abbau der Wohnungsbauprämie zu arbeiten.

Die eindeutige Kritik des mächtigen Verbandes könnte dem Bericht zufolge die Ansätze des in den vergangenen Tagen gefundenen Kompromisses wieder gefährden. Die privaten Bausparkassen haben vor allem in unionsregierten Ländern ihren Sitz. Mitglieder des Verbandes sind unter anderem so große Anbieter wie Schwäbisch-Hall, Wüstenrot und die BHW-Bausparkasse AG.

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(sueddeutsche.de/AFP)