Von Von Berrit Gräber

Ursprünglich sollte es die Wohnungsbauprämie 2009 nur noch für wohnungswirtschaftliche Zwecke geben, nicht mehr für die reine Geldanlage. Die Bundesregierung hat jetzt doch anders entschieden.

Jungendliche von 16 Jahren an werden derzeit massiv von Banken und Bausparkassen umworben. Sie sollen bis zum Jahresende noch Bausparer werden, um sich die Wohnungsbauprämie vom Staat zu sichern - ohne Zwang, später bauen oder eine Immobilie kaufen zu müssen, argumentieren die Unternehmen.

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Noch ist das Heim nicht fertig. Aber am (eventuell fehlenden) Bausparvertrag liegt's nicht unbedingt? (© Foto: www.bausparkassen.de/oh)

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Allerdings ist die Rendite beim Bausparen als reine Geldanlage Experten zufolge eher mager.

Ursprünglich sollte es die Förderung 2009 nur noch für wohnungswirtschaftliche Zwecke geben, nicht mehr für die reine Geldanlage. Die Bundesregierung hat jetzt doch anders entschieden.

Künftig gilt: Wer vor seinem 25. Geburtstag neuer Bausparer wird, bekommt die Prämie weiterhin auch dann, wenn er mit dem Ersparten gar nicht bauen will.

Nach Einschätzung von Arno Gottschalk, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen, ist Bausparen als pure Geldanlage derzeit aber nicht rentabel. Die Rendite bei den meisten Anbietern sei zu mager. Daran ändere auch die Wohnungsbauprämie nichts. Wer profitiere, seien vor allem die Anbieter selbst. Momentan schließen rund 650.000 Jugendliche unter 25 alljährlich einen Vertrag ab, erläutert der Verband der Privaten Bausparkassen.

Gottschalk rät, das Geld anderweitig deutlich besser verzinst und weitaus flexibler anzulegen - staatliche Zulage hin oder her.

"Trotz Förderung ist man am Ende ärmer als über normales Sparen", hat der Fachmann berechnet. Wer sein Geld in einem Bausparvertrag anlege, "zahlt obendrauf."

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