Wer monatlich Geld auf die sichere Seite legen will, ist bei der Bausparkasse gut aufgehoben. Faustregeln, wie der klassische Vertrag den Rendite-Kick bekommt.
München - Viele Bausparer wollen gar keine Immobilie finanzieren, sondern lediglich sichere Zinsen kassieren. Dieses Rendite-Sparen ist bei den Finanzinstituten nicht sehr beliebt. Trotzdem bieten sie noch Tarif-Varianten an, die vor allem das Sparen lukrativ machen. Anleger müssen nur gut auswählen.
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Die Deutschen räumen in ihren Portfolios auf: Fonds und Aktien raus, Bausparverträge rein - so könnte man das Sparverhalten derzeit beschreiben. Der Absatz von Investmentfonds brach im ersten Halbjahr um 60 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro ein, die Zahl der Aktionäre sank um 540.000. Die Bausparkassen melden dagegen Rekorde: Fast 1,5 Millionen neue Verträge wurden allein bei den privaten Instituten in den ersten sechs Monaten 2004 abgeschlossen. Das sind 6,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Und schon 2003 war für die Kassen mit fünf Millionen neuen Verträgen ein Rekordjahr.
Der Bausparvertrag wurde vor allem als renditeträchtige Anlage entdeckt: Wer regelmäßig Geld sicher auf die hohe Kante legen will, erhält bis zu vier Prozent Rendite, mit staatlichem Zuschuss sogar bis zu sechs Prozent. Die Angebote der Institute brauchen den Vergleich mit Konkurrenzprodukten also nicht zu scheuen. So liegt die Rendite von Banksparplänen derzeit zwischen drei und vier Prozent. Wenig verwunderlich, dass etwa bei der Bausparkasse Quelle bereits 70 Prozent der abgeschlossenen Verträge so genannte Rendite-Tarife sind.
Die Bausparkassen sind nicht glücklich über das große Interesse am Rendite-Bausparen. "Das ist nicht unser Kerngeschäft", sagt Hermann Adam, Referent für Wohnungsbau- und Vermögenspolitik bei der Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS). Ziel des Bausparens ist schließlich das gemeinsame Sparen für eine Immobilie: Während der eine noch einzahlt, leiht sich der andere das Geld fürs Eigenheim. Will jeder nur noch Zinsen kassieren, geht die Rechnung für die Bausparkasse nicht mehr auf. "Die Landesbausparkassen sind Finanzierungsinstitute und keine Sparkassen", betont Adam. "Das Bausparen dient nicht in erster Linie dazu, eine möglichst hohe Rendite zu erzielen", heißt es bei der Debeka.
Die Berater bieten deshalb die Rendite-Tarife ungern an, der Sparer muss gezielt danach fragen. Bei diesen Verträgen können Kunden häufig auch keine beliebig hohe Bausparsumme abschließen. Die LBS Baden-Württemberg hat etwa diese Summe für den rendite-orientierten Vertrag auf 15.000 Euro begrenzt. Anleger, die wenig Wert auf das Darlehen legen, sollten die verschiedenen Tarife unbedingt vergleichen. Aufgrund der besseren Verzinsung kann es sogar zu Ertragsunterschieden von mehreren hundert Euro kommen. Zudem sollten Kunden einige Faustregeln beachten, um die bestmögliche Verzinsung zu erzielen.
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Surfrider Beach in Malibu