Um Kosten zu sparen, schließen sich viele Häuslebauer zu Bauherrengemeinschaften zusammen - die Mengenvorteile machen sich bezahlt.

"Diese Idee ist besonders interessant für junge Familien, für ältere Menschen und für sozial benachteiligte Personen, wie zum Beispiel behinderte Menschen", sagt Angela Hansen von der Agentur für Baugemeinschaften in Hamburg. Ob so ein Projekt funktioniert, hängt allerdings wesentlich von den Beteiligten und ihrer Gruppen-Organisation ab.

Bauherrengemeinschaften

Jede Bauherrengemeinschaft ist gut beraten, einen neutralen Baubetreuer zu beauftragen. (© Foto: iStock)

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"Der erste Schritt ist die intensive Auseinandersetzung mit der Idee der Bauherrengemeinschaft", rät Norbert Post, Architekt aus Dortmund. "Sehr hilfreich ist es, bestehende Projekte zu besichtigen und die Bewohner nach ihren Erfahrungen zu befragen." Kontaktadressen sind meist über das kommunale Wohnungsamt oder eine Beratungsstelle für neue Wohnformen erhältlich.

Bin ich der Typ für diese Bauform?

Umfangreiche Fachinformationen gibt es im Internet. Darüber hinaus organisieren viele Kommunen, Verbraucherzentralen, Volkshochschulen und Kirchen Diskussionsveranstaltungen und Vorträge mit Fachleuten wie Architekten, Stadtentwicklungsplanern oder Finanzexperten.

Bei solchen Gesprächen gilt es zunächst zu fragen: Bin ich der Typ für diese Bauform? "Voraussetzung für jede Bauherrengemeinschaft ist, dass die Mitglieder gemeinsame Absprachen und Entscheidungen treffen", sagt Manuela Reibold-Rolinger, Vertrauensanwältin des Bauherren-Schutzbundes (BSB) in Berlin. Das geht nur, wenn der Einzelne bereit ist, Kompromisse zu machen.

Sobald sich eine Kerngruppe zusammen gefunden hat, muss sie den Rahmen festlegen: Wo genau soll das gemeinsame Projekt entstehen? Wie teuer darf es werden? In welchem Zeitraum soll es realisiert werden? Dann können die konkreten Planungen beginnen.

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