Für die Leidtragenden der Krise sind sie ein rotes Tuch - aber sind hohe Boni auch an den Verwerfungen schuld? Zwei US-Expertinnen meinen: ja.
Bei der Wahl zum Unwort des Jahres sind die "Banker-Boni" mehr als ein Geheimfavorit. Bei US-Bürgern lösen die Zahlungen scharfe Proteste aus, ihr Präsident Barack Obama nennt sie "obszön" und und Großbritannien besteuert die Zusatzzahlungen sogar. Nun haben zwei Expertinnen der amerikanischen Finanzwirtschaft die Bonuszahlungen für die weltweite Finanzkrise mitverantwortlich gemacht.
Proteste an der New Yorker Wall Street: Bei den Bürgern sind Bonuszahlungen verhasst. Experten geben ihnen eine Mitschuld an der Finanzkrise. (© Foto: AFP)
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Ihr Urteil: Indem hohe Boni die Risikobereitschaft von Bankern anheizen, sind sie an der weltweiten Finanzkrise mitschuld. Das Bonussystem vieler Finanzhäuser sei nicht an ein eigenes Risikomanagement gekoppelt, sagte die Chefin des staatlichen Einlagenfonds der US-Banken (FDIC), Sheila Bair, vor einer Sonderkommission des Kongresses zur Untersuchung der Ursachen der Finanzkrise.
Start in die Boni-Saison
Anstatt das Risiko richtig einzuschätzen, werde lieber auf kurzfristigen Profit gesetzt. Während Derivat-Geschäfte langfristig angelegt seien, sei die Vergütung mittels Bonuszahlungen auf kurzfristigen Ertrag ausgerichtet. "Diese kurzfristigen Leistungsanreize erhöhen die Risikobereitschaft", sagte Bair.
Ähnlich äußerte sich die Chefin der US-Börsenaufsicht (SEC), Mary Schapiro. Eine Lektion der Finanzkrise sei, dass es eine "direkte Verbindung" zwischen Bonusvereinbarung und unternehmerischer Risikobereitschaft gebe, sagte Schapiro.
In den USA wird am Freitag JP Morgan als erste Großbank ihre Jahreszahlen präsentieren. Beobachter rechnen damit, dass viele Finanzinstitute dann auch hohe Bonuszahlungen für ihre Manager verkünden werden, während die restliche US-Wirtschaft noch stark von der Krise geprägt und die Arbeitslosigkeit so hoch wie lange nicht mehr ist.
Eine Bank hat jedoch schon auf die Boni-Kritik reagiert. Die Citigroup werde die Barzahlungen für das abgelaufene Jahr auf 100.000 Dollar pro Mitarbeiter begrenzen, schreibt die Financial Times. Hinzu kommen allerdings noch Aktien, die die Beschäftigten erst in einigen Jahren zu Geld machen dürfen.
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(sueddeutsche.de/AFP/mikö/tob)
Eurovision Song Contest
Durch mehr kaufmännische Umsicht sowie durch Gesetze, die den Umgang mit diesen undurchsichtigen Finanzprodukten verbieten.
Als Beispiel dient hier Indien. Indischen Banken war der Handel mit diesen Paketen verboten und deshalb waren sie von der Finanzkrise auch nur sekundär betroffen.
Auch Gerd Schröder und Hans Eichel muß schon klar gewesen sein, das diese Bubble irgenwann platzen würde. Aber sie unternahmen nichts. Es lief ja grad so gut. Und Deutschland brauchte die Einahmen aus dem Boom um die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen. Angela Merkel und Peer Steinbrück hätten auch noch die Möglichkeit über die Baffin Druck zu machen. Aber auch sie blieben tatenlos bis zum Schluß.
Zitat:"Vergessen wir mal nicht daß die Finanzkrise von Häuslebauern ausgegangen ist die sich quasi ohne Eigenkapital - ohne Einkommen - und ohne Sicherheiten zu besitzen Wohneigentum verschafft haben."
Und vergessene Sie dabei nicht, das es Banken und Immobilienfinanzierer waren, die jenen Häuslebauern ohne Sicherheiten die Kredite aufgeschwatzt haben. Es gibt viele Schuldige was diese Krise anbetrifft.
Am Anfang stand billiges Geld. Das pumpte die US-Notenbank in die Landeseigene Wirtschaft um den Wirtschaftsboom am Laufen zu halten. Die Bush-Regierung schaffte es auf diese Weise, den ausgeglichenen Haushalt, den sie von Clinton übernommen hatte, in eine satte Staatsverschuldung zu drehen. Als der Markt dann Gefahr lief zu überhitzen und um die Staatsverschuldung wieder in den Griff zu bekommen, hob die Federal Reseve die Leitzinsen wieder an. Und das brachte die Bubble zum Platzen. Die billigen Kredite an die 'Häuslebauer' hatten nämlich einen flexibelen Zinssatz. Und als die Zinsen stiegen konnten sich die 'Häuslebauer' die Zinszahlung nicht mehr leisten. Das Ergebnis war ein Dominoeffekt. Die Immobilienfinanzierer hatten selbst auf Pump expandiert und ohne den Rückfluß der Zinsen von den Häuslebauern waren sie plötzlich insolvent. Hätten die Regierungen in dieser Situation nicht eingegriffen wären als nächste jene Banken kollabiert welche den insolventen Imobilienfinanzierern Geld geliehen hatten. Was die Katastrophe perfekt machte war, das die Banken die Schuldverschreibungen gebündelt und untereinander gehandelt, sowie großen Fontbetreibern als sichere Geldanlage zum Kauf angeboten hatten. Die Fontbetreiber waren vor allem Pensionsfonts aus den USA, die die Rentengelder von Millionen kleiner Angestellter in den USA verwalten. Als die Fonts kollabierten verloren viele Menschen in den USA ihre Altersicherung. Darunter auch viele 'Häuslebauer'. Für die Banken und Fonts war am Ende nicht mehr ersichtlich welche der Schuldverschreibungen in den Paketen tatsächlich wertlos geworden waren. Und als die ersten Banken kollabierten brach in der Branche die Panik aus. Schließlich hatten alle Banken bei diesem Handel mitgemacht. Keiner traute sich mehr Geld an andere Banken zu verleihen, denn die Empfänger könnten ja als nächste pleite gehen. Die Paralyse des Finanzsystems lähmte dann die Industrie, was wiederum Firmenpleiten auslöste und viele der Häuslebauer zusätzlich arbeitslos machte.
Diese Katastrophe hätte verhindert werden können. Durch mehr kaufmän
wer der Meinung ist daß Banker-Boni für die Finanzkrise verantwortlich sind - der ist bestimmt auch der Meinung daß Schwänze eigentlich mit dem Hund wedeln.
Gier ist ein allgemeines menschliches Phänomen. Der Konsument der sich mittels seiner Kreditkarte überschuldet ist genau betrachtet auch nichts anderes als gierig - Er verschafft sich Güter und Dienstleistungen der er sich noch nicht erarbeitet hat - oder vielleicht niemal erarbeiten wird.
Vergessen wir mal nicht daß die Finanzkrise von Häuslebauern ausgegangen ist die sich quasi ohne Eigenkapital - ohne Einkommen - und ohne Sicherheiten zu besitzen Wohneigentum verschafft haben.
Also rein quantiativ gesehen leiden wir derzeit nicht an der Gier einiger Zu-Gut-Verdiener - sondern an der massenhaften Gier der sogenannten "kleinen Leute".
Aber Populismus funktioniert nun einmal nicht in dem man auf Kollektivschuld abstellt. Da kommen Sündenböcke einfach besser.