Die Wall-Street-Banken ziehen eine alarmierende Bilanz der Kreditkrise.
Schadensbilanz in New York: Citigroup, die größte Bank der USA, hat im letzten Quartal netto nicht weniger als 9,83 Milliarden Dollar verloren. Das Institut musste 18,1 Milliarden Dollar aus Verlusten mit zweitklassigen Hypothekendarlehen ("Subprime Loans") abschreiben.
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Die Dividende wird, entgegen früheren Beteuerungen des Managements, um 41 Prozent gekürzt, was zeigt, wie ernst die Lage ist. Außerdem dürfte Citi 20.000 von ihren bisher noch 300.000 Arbeitsplätzen abbauen. Von unterschiedlichen Investoren bekommt die Bank 12,5 Milliarden Dollar an dringend benötigtem frischem Kapital.
An der Wall Street ist die Stunde der Wahrheit gekommen. Die Banken müssen ihre Geschäftsergebnisse für das Krisenjahr 2007 vorlegen, und den Anfang machen gleich jene beiden Institute, die sich am schlimmsten mit hochriskanten Hypotheken verspekuliert haben: Neben Citigroup ist das Merrill Lynch, wo die Zahlen am Donnerstag kommen.
Den Banken geht es derzeit wie Zauberlehrlingen: Sie werden die Geister nicht mehr los, die sie einst riefen. Sie schufen hochkomplexe Finanzinstrumente, mit denen sich in guten Zeiten viel Geld verdienen ließ, die aber in der Krise eine mörderische Dynamik entfalten können.
Vereinfacht ausgedrückt kauften sie bei amerikanischen Geldverleihern Hypothekenkredite, bündelten sie und vertrieben sie weiter auf dem Kapitalmarkt. Darunter waren auch riskante Darlehen an Hausbesitzer mit geringer Kreditwürdigkeit. Theoretisch hätten sich die Risiken so gleichmäßiger auf den globalen Finanzmärkten verteilen sollen, praktisch konzentrierten sie sich jedoch wieder bei den Banken, weil diese selbst massiv im Handel mit den fragwürdigen mitmischten.
Einige Institute, bei denen das Risikomanagement stimmte, konnten bei dem gefährlichen Spiel durchaus profitieren. Die Investmentbank Goldman Sachs schloss 2007 mit dem besten Ergebnis ihrer Geschichte ab. Der New Yorker Hedgefonds-Manager John Paulson verdiente im vergangenen Jahr drei bis vier Milliarden Dollar, weil er im rechten Augenblick auf den Zusammenbruch der Hypotheken-Spekulation gewettet hatte.
Warum die Dinge ausgerechnet bei Citigroup so schlimm liefen, lässt sich leicht erklären. Das Finanzkonglomerat wurde in den neunziger Jahren hastig vom damaligen Chef, dem charismatischen Sandy Weill, zusammengekauft, ist also selbst das Ergebnis einer gewagten Spekulation. Zeitweise erwog Citi sogar den Kauf der Deutschen Bank. Doch das Institut blieb eine Art Finanzsupermarkt ohne eigene Firmenkultur, was sich vor allem im Risiko-Management verheerend auswirkte. So wurde Citigroup zum größten Investor im Geschäft mit riskanten Hypothekenpapieren, ohne es zu beherrschen.
Der neue Chef von Citigroup, Vikram Pandit, muss nun, mitten in der Krise, aus dem Supermarkt eine richtige Bank machen - oder auch verschiedene Banken. Die Zerschlagung von Citigroup ist zu einer Option geworden.
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(SZ vom 16.1.2008/hgn)
wer wirklich nicht mit Geld umgehen kann!
Früher lautete die Propaganda der Konservativen, dass die Sozis nicht mit Geld umgehen können.
Heute wissen wir es besser: Es sind die Banker, also die Konservativen die nicht mit Gels umgehen können!
O.T
CA-KE-KOE: Immobilienfinanzierung? Es waren viele von diesen Schrottimmobilienfinanzierungen gewesen
Auch deutsche Banken hatten in den USA den US-Bürgern betrügerisch Finanzierungen angeboten. Eine Immobilie, die beispielsweise nur USD 60.000.- wert war, wurde mit einem Kredit in Höhe USD 140.000.- belastet.
S P I E G E L schrieb gestrig über DRAMATISCHES: ganze Städte wie Cleveland veröden, da die Käufer solcher Immobilien pleite und als Steuerzahler ausfallen. Allein die Tochter der DEUTSCHEN BANK habe über 7.000 Insolvenzen zu verantworten.
Es geht um einen Gesamtverlust in Höhe USD 166 Mrd. USD.
Die betreffenden Banken würden mafiahaft alles vertuschen bzw. abstreiten, so der Bericht.
Ganze Städte, ja Bundesstaaten verklagen nun diese kriminellen Banken.
Die kennen jedoch kein Unrechtsbewusstsein. Das Schicksal von zig Millionen US-Bürgern ist ihnen egal. Hauptsache, sie konnten sie über den Tisch ziehen.
Politiker sprechen von einem kriminellen Angriff auf die Bevölkerung. Passagen daraus:
Die Wall Street und ihre Investmentbanker hätten die Gutgläubigkeit der Hauskäufer und die Habsucht der Investoren ausgenutzt, obwohl sie es hätten besser wissen müssen und das böse Ende lange absehbar gewesen sei, . . .
mussten die Stadtväter Clevelands kreativ werden und tief in die juristische Trickkiste greifen. Sie werfen den Konzernen "Störung der öffentlichen Ordnung" vor. Der entsprechende Paragraph wird in Ohio gerne gegen Firmen angewandt, deren Geschäfte die "Rechte und Interessen" der Bevölkerung gefährden - . . .
richard kendel 8 1 5 4 5 Mü.
Seit Jahrzehnten wird das Geldumlaufvolumen 10 Mal mehr als die Wirtschaftsleistung aufgebläht und Wenige bedienen sich hieraus!
im Übrigen empfehle ich szeno.de