30 Millionen Bankkarten müssen wegen des 2010-Fehlers umprogrammiert werden. Für die Kunden soll alles ganz einfach werden - die Institute rüsten dafür ihre Geldautomaten um.
Das neue Jahr hat für viele Bankkunden mit einem Problem begonnen - denn der Geldautomat hat in vielen Fällen kein Geld ausgespuckt. Auch das bargeldlose Bezahlen hat in vielen Fällen nicht funktioniert. Schuld daran war ein Programmierfehler auf den Kartenchips, der dazu führte, dass Geldautomaten und Bezahlterminals die Jahreszahl 2010 nicht erkannten - und den Dienst am Kunden quittierten.
Fehlerhafte Bankkarten sollen demnächst am Geldautomat umprogrammiert werden. (© Foto: AP)
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Inzwischen funktionieren die Karten wieder, weil Banken und Handel die Geräte so umprogrammiert haben, dass sie nicht mehr auf den Kartenchip zugreifen, sondern auf den Magnetstreifen auf der Rückseite.
Und dennoch machen sich Sparkassen, Landesbanken und die Postbank nun auch daran, die betroffenen EC- und Kreditkarten umzuprogrammieren. In einem ersten Schritt sei dann ein Update der Mikrochips auf jenen Karten vorgesehen, die von Kunden im Ausland benutzt werden sollten, teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband mit. Denn dort läuft der Zahlungsverkehr noch recht holprig. Anders als in Deutschland, wo inzwischen alle Geldautomaten und ein großer Teil der Händlerterminals auf den Magnetstreifen zugreifen, ist in anderen Ländern die Umprogrammierung der Lesegeräte teilweise noch in vollem Gange.
Angaben des Sparkassen-Verbands zufolge dauert der Update-Vorgang für die Chips nur wenige Sekunden und soll zunächst von den Mitarbeitern in den Filialen an speziellen Terminals durchgeführt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt werde die Umprogrammierung dann auch über die Geldautomaten der Sparkassen und Landesbanken möglich sein.
Die Postbank will ihre Geldautomaten bereits ab Anfang Februar so umprogrammieren, dass fehlerhafte Chip-Karten automatisch repariert werden. Die Karten seien anschließend ohne Einschränkungen nutzbar. Spätestens Ende Februar sollen alle Postbank-Geldautomaten umgerüstet sein. Ob defekte Karten an den Kassenterminals repariert werden können, wird von dem Unternehmen derzeit noch geprüft.
Kulanzlösungen
Insgesamt waren knapp 30 Millionen Plastikkarten von dem Programmierfehler betroffen. Die Kunden konnten weder Geld vom Automaten ihrer Hausbank abheben noch im Einzelhandel mit ihrer Karte zahlen. Urlauber im Ausland mussten sich teilweise über Finanzdienstleister Bargeld überweisen lassen. Die Sparkassen und Landesbanken, aber auch Commerzbank und Postbank boten ihren Kunden inzwischen Kulanzlösungen an, etwa die Erstattung entstandener Kosten.
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner appellierte am Wochenende noch einmal an die Kreditinstitute, Wort zu halten und den betroffenen Kunden bei den Mehrkosten entgegenzukommen. In einem Gastbeitrag der Bild am Sonntag mahnte die CSU-Politikerin zugleich, die Probleme bei den EC- und Kreditkarten seien noch lange nicht gelöst. Aigner verwies vor allem auf den Einsatz der Karten im Ausland. "Die Kreditinstitute müssen so schnell wie möglich Abhilfe schaffen und die Verbraucher fortlaufend informieren."
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(sueddeutsche.de/Reuters/tob/pak)
Griechenland und die Euro-Zone
Die Umprogrammierung der Chips passiert nicht "einfach so". Der Witz an den Chips ist doch, daß sie nicht passiv sind, sondern die Geldautomaten sich erst gegenüber dem Chip "ausweisen" müssen bevor dieser das Lesen oder Schreiben zuläßt.
Und @lesenschreiben: wenn sie ihrer Bank nicht trauen, dann ist eine manipulierte ec-karte ihr kleinstes Problem. Die Karte enthält schließlich im Wesentlichen nicht mehr als BLZ und Kontonummer, damit der Bankautomat oder das Bezahlterminal weiß, welches Konto belastet werden soll. Der Rest passiert bei der Bank, und die könnte, wenn sie wollte, beliebige Manipulationen durchführen.
Die Sicherheit erhöhen die Chips eigentlich nur dadurch, daß sie nicht wie der Inhalt der Magnetstreifen durch ein auf dem Geldautomaten aufgesetztes Gerät einfach ausgelesen und dupliziert werden können - in letzter Zeit ja ein sehr verbreitetes Problem.
Die Banken können also nach Belieben auf meiner ec/Kreditkarte herumschreiben und Daten ändern?
Ich dachte immer, die Daten auf den Chips der Karten seien sicher.
Davon muss man sich wohl verabschieden.....Banken und Gangster können wohl darauf machen, was sie wollen.
Zu den Lasten der Kunden? Wie soll man sich denn bei illegalen Abbuchungen verhalten? Kann man seine "Unschuld" dann überhaupt noch beweisen??
Die Postbank will ihre Geldautomaten bereits ab Anfang Februar so umprogrammieren, dass fehlerhafte Chip-Karten automatisch repariert werden.
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Ich dachte, dieses Chips sollten die Sicherheit erhöhen. Und nun wird einfach so via Geldautomat die dortige Programmierung verändert?!